03.01.2013

Drei süße Silvester-Mädels

Die Neugeborenen Julia, Fabiana Maria und Siliwia wollten einfach nicht bis Neujahr warten
Aljona Fischer freut sich über die Geburt ihres Kindes Julia
Drei Mädchen haben am Silvestertag im Lahrer Klinikum das Licht der Welt erblickt. Alle drei sind wohlauf. Am ersten Januar gab's in der Geburtshilfe dagegen nichts zu tun.

Lahr. Drei kleine Mädchen wollten unbedingt noch Kinder des Jahres 2012 werden, ihren ersten Jahreswechsel so schnell wie möglich feiern. Nur noch eine dreiviertel Stunde dauern sollte das Jahr 2012, als Fabiana Maria Listi am Silvesterabend im Lahrer Klinikum das Licht der Welt erblickte. Und so kam es, dass 45 Minuten später Mama Claudia LaManto zusammen mit Papa Salvatore Listi doppelten Grund zum Feiern hatten: »Den Jahreswechsel im Kreißsaal zu erleben, das ist schon besonders«, erzählt Claudia LaManto. »Wir haben mit der Hebamme und einer Ärztin mit alkoholfreiem Sekt angestoßen. Dazu das Feuerwerk draußen, das war einzigartig schön.« Als Mutter und Tochter nachts auf die Entbindungsstation kamen, waren dort bereits zwei weitere Silvester-Kinder, die nur wenige Stunden älter sind als Fabiana.

Keine drei Stunden vorher war Siliwia Khero-Ismail zur Welt gekommen, vier Tage vor dem eigentlich Termin: »Eigentlich hatte ich am 4. Januar Termin«, erzählt Mama Jilan Jundi. »Allerdings hatte ich es ein bisschen im Gefühl, dass sie noch im alten Jahr geboren wird«, sagt sie. Und während Papa Hesni Khero-Ismail zu Hause mit Siliwias Schwester Anja (15 Monate) ins neue Jahr rutschte, feierten Jilan und Siliwia unter vier Augen: »Es war sehr schön, den Jahreswechsel mit meiner Tochter im Arm zu feiern.«

Schon gut erholt von der Geburt hatten sich Julia Fischer und ihre Mama Aljona. Um 8.04 Uhr war das kleine Mädchen zur Welt gekommen und hatte ihrer Mama glatt einen Strich durch die Silvesterpläne gemacht: »Termin wäre am 2. Januar gewesen. Wir hatten geplant zu den Schwiegereltern zu fahren und dort zu feiern«, sagt Aljona Fischer. Schön war’s aber auch so: »Mein Mann war zu Hause bei unserer Tochter (20 Monate) und unserem neunjährigen Sohn. Ich habe mit Julia die schöne Aussicht über das Lahrer Feuerwerk genossen. Aus dieser Perspektive habe ich es noch nie gesehen.«

Ja, Silvester kann man auch im Krankenhaus feiern, so viel steht fest: »Oft sind die jungen Väter an diesem Abend bei ihren Frauen«, erzählt Stationsleiterin Roswitha Mischnick. »Der Abend ist geruhsamer und die Stimmung ist anders als sonst. Die eine oder andere Frau kommt raus und wünscht ein gutes neues Jahr, oder wir schauen vorbei, wenn jemand unsere Hilfe braucht.«

Dass am ersten Tag des neuen Jahres kein einziges Baby im Lahrer Klinikum geboren wurde, ist absolut selten: »In den 29 Jahren, in denen ich nun hier arbeite, ist das noch nie vorgekommen«, erzählt Krankenschwester Roswitha Mischnick.

Katrin Mosmann

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