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Achern / Oberkirch

»Franz Schindler lebt und liebt Musik«

Dirigent des Nesselrieder Musikvereins verabschiedet sich nach 30 Jahren / Vier Wegbegleiter erinnern sich
24. März 2012
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Der Nesselrieder Musikverein verabschiedet am Wochenende mit zwei Frühjahrskonzerten (am heutigen Samstag, 19 Uhr, und am morgigen Sonntag, 18 Uhr, in der Rebstockhalle) seinen langjährigen Dirigenten Franz Schindler. 30 Jahre war der Vollblutmusiker und Dirigent im Appenweierer Ortsteil aktiv. In drei Jahrzehnten gab es viele Konzerte, unzählige Proben, aber auch Erlebnisse. Wir sprachen mit vier langjährigen Wegbegleitern – dem Vorsitzenden Georg Vollmer, der Sängerin und Dirigentin Ilona Braunstein, Musikerin und Lehrerin Steffi Fund und Ortsvorsteher und Musiker Klaus Sauer.

Was war Ihr schönstes Konzerterlebnis mit Franz Schindler?

Georg Vollmer: Jedes seiner Konzerte war ein besonderes Erlebnis. Die Themenkonzerte »Spanien« und »Amerika« waren dabei wohl die anspruchsvollsten, das Marschmusikkonzert in seiner Vielfalt wohl etwas Einzigartiges.

Ilona Braunstein: Das schönste Erlebnis war für mich das gemeinsame Kirchenkonzert 2006. Die Sänger des Kirchenchores waren tief beeindruckt von diesem überwältigenden Klangraum. Da der Chor selten die Möglichkeit hat mit Orchester zu singen, war es ein absolutes Highlight.

Steffi Fund: Jedes Konzert hat seine eigene Note, ist auf eine bestimmte Art etwas Besonderes. Das Üben und Vorbereiten für Konzerte machte großen Spaß.

Klaus Sauer: Wir hatten viele schöne Konzerte mit Franz Schindler, da möchte ich keines besonders herausnehmen. Mich hat immer seine Fähigkeit beeindruckt bei den Konzerten die Musiker sicher auch durch schwere Stücke zu leiten.

Was zeichnet Franz Schindler als Dirigenten aus?

Vollmer: Seine Musikalität, sein musikalisches Hintergrundwissen, seine professionelle Einstellung und seine menschliche Art. Auffallend und bekannt ist er für sein »visualisierendes Dirigieren«.

Braunstein: Franz Schindler erfüllt nicht einfach nur seine Pflicht als Dirigent. Er lebt und liebt die Musik, die er dirigiert. Deshalb kann er überzeugen, und das nicht nur seine Musiker, sondern auch das Publikum.

Fund: Sprungkraft! Ich kenne keinen anderen Dirigenten, der während des Dirigierens tanzt und die Einsätze einzelner Musiker durch einen Sprung(-satz) andeutet.

Sauer: Seine Ruhe und Gelassenheit und seine Sachlichkeit. Musikalisch zeichnet ihn sein breites Spektrum aus, egal, ob klassische, volkstümliche oder moderne Stücke – er ist überall zu Hause.

Was wünschen Sie Franz Schindler für seinen weiteren Weg?

Vollmer: Weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung seiner musikalischen Ziele und Projekte.

Braunstein: Ich wünsche ihm, dass er weiterhin mit seiner musikalischen Leidenschaft die Menschen begeistern und ihre Herzen erreichen kann, dass er immer neugierig bleibt und nie müde wird, Neues auszuprobieren und sich somit immer wieder neuen Herausforderungen stellt.

Fund: Ich wünsche ihm Musiker, die Spaß am Musizieren haben.

Sauer: Er soll so bleiben, wie er ist. Ich wünsche ihm weiterhin viel Spaß mit der Musik

Gibt es ein Sprichwort oder einen Spruch, der zu Franz Schindler passt?

Vollmer: Mit seinen Sprüchen und Weisheiten ließe sich ein Buch schreiben. »Du musst nicht der Beste sein, aber das Beste geben wollen« beschreibt ganz treffend seine musikalische und soziale Einstellung.

Braunstein: Wenn's mal nicht so läuft, wie er es sich wünscht und vorstellt, dann möge er denken und fühlen wie Louis Armstrong: »Ich lasse keinen Ärger an mich heran. Die Dinge leicht nehmen macht gesünder und glücklicher.«

Fund: Der Ton macht die Musik.

Sauer: »Fehlt es am Wind, so greife zum Ruder.« Oder: »Wem Gott gibt ein Amt, dem gibt er auch Verstand.«

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Redaktion

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