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Rheinau-Linx

»Ohne Facebook geht’s nicht«

Referenten erklären beim Kongress in Linx, warum auch Kommunen soziale Netzwerke nutzen sollten
09. März 2015
&copy Ellen Matzat

Rund 80 Bürgermeister, Hauptamtsleiter und Pressereferenten aus ganz Baden-Württemberg besuchten am Donnerstag den Fachkongress »Kommun@l-online« in der World of Living von Weber-Haus.

Barack Obama und Angela Merkel twittern, Winfried Kretschmann hat 15 319 Fans auf Facebook. Über 95 Prozent der Parlamentarier nutzen mindestens ein Social-Media-Netzwerk für den Dialog mit den Bürgern. Die Digitalisierung der Kommunikationskultur macht nicht vor der Ortsgrenze halt und Kommunen können sich dieser Entwicklung nicht entziehen. 

»Wer von Ihnen hat heute Morgen nicht schon auf sein Smartphone geschaut, eine WhatsApp verschickt, die letzten Posts der Facebook-Freunde gelesen oder selbst eine Kurznachricht getweetet?«, begrüßte Professor Paul Witt, Rektor der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl, die Gäste. Was im Privaten zum Alltag gehöre, halte auch immer mehr Einzug in der Öffentlichkeitsarbeit der Kommunen. Einige seien bereits auf den Digitalisierungsschnellzug aufgesprungen, andere säßen noch in der Bummellok.
Polizei als Vorreiter

Ministerialdirektor Herbert Zinell, Amtschef im Innenministerium von Baden-Württemberg und Ehrensenator an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl, berichtete über die sehr positiven Erfahrungen bei der Polizei in Stuttgart, die seit 2011 auf Facebook sei, aktuell 20 000 Fans habe und seither »Pilot« für die Polizei in Baden-Württemberg sei.

Lebhaft schilderte der grüne Oberbürgermeister Boris Palmer von Tübingen, der seit vier Jahren aktiv auf Facebook unterwegs ist, seine Erfahrungen. Er erklärte, wie er mit den befürchteten »Shitstorms« umgehe und diese oft sogar zu seinem Vorteil nutzen könnte.
Drei Workshops

Am Nachmittag konnten die Besucher einen von drei Workshops besuchen. Im ersten »Social Media in der kommunalen Praxis – Ein Blick hinter den Kulissen« wurden Erfahrungen von Bürgermeister Thomas Schäfer der kleinen Gemeinde Hemmingen mit 8000 Einwohner und Katja Grube vom Presse- und Informationsamt Karlsruhe mit 300 000 Einwohnern erörtert. Daraus wurde deutlich: Je größer die Stadt, desto schwieriger ließen sich die Leute für Facebook begeistern. Im zweiten Workshop referierte Dominik Fehringer, Social-Media-Berater der Wirtschaftsregion Offenburg/Ortenau, über »Die Kommune im Netz – Dos & Dont’s«. Sehr ansprechend klärte Rechtsanwalt Christian Solmecke, der am Abend zuvor noch ein Statement in Stern-TV gegeben hatte, über »Kleine Klicks – große Konsequenzen: rechtliche Fallstricke in sozialen Netzwerken« über die Unerlässlichkeit eines gut zu findenden Impressums, Urheberrechte, Rechte am eigenen Bild, den Facebook-Like-Button und die Haftung für fremde Inhalte im Netz.

Im dritten Workshop »Social-Media-Marketing und Mobility« erklärten Janette Seiz, Teamleiterin Online-Redaktion, Landeshauptstadt Stuttgart, und Gerd Armbruster, Fachbereich IT der Stadt Mannheim, unterschiedliche Kanäle wie Twitter, Facebook, Instagram, WhatsApp und Google+ und wie damit kommuniziert werde.

Autor:
Ellen Matzat

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