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Oppenau

Sägewerk in Oppenau wird versteigert

Maschinen und Werkzeuge des Sägewerks Lehmann in einer Online-Auktion kommen unter den Hammer
21. Januar 2016
&copy Archivfoto: Simon Allgeier

Nachdem für das insolvente Oppenauer Sägewerk Lehmann kein Investor gefunden wurde, kommen nun die Maschinen und die Ausstattung des Unternehmens unter den Hammer. Die Holzweiterverarbeitung wurde zuvor bereits aus der Insolvenzmasse herausgekauft. 

Beim insolventen Sägewerk Lehmann in Oppenau hat die Versteigerung des gesamten Maschinenparks sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung begonnen. Das teilt das in Hamburg ansässige Auktionshaus Wilhelm Dechow mit, das von Insolvenzverwalter Stefano Buck mit der Verwertung des Maschinenparks beauftragt wurde. Die Liquidation des Unternehmens sei unausweichlich geworden, nachdem bis Ende Dezember kein Investor gefunden werden konnte.

Wie die Acher-Rench-Zeitung bereits Anfang Januar berichtete, führt Michael Gutmann, der bisherige Rundholzeinkäufer beim Sägewerk Lehmann, die Holzweiterverarbeitung unter der Bezeichnung REG (Rohstoffeinkaufsgesellschaft) weiter. Die für die Fortführung des Teilbetriebs notwendigen Maschinen seien aus der Insolvenzmasse herausgekauft worden.

In einer Online-Versteigerung kommen nun laut Auktionshaus »rund 70 hochwertige Positionen aus allen Betriebsbereichen des Sägewerks – von der Holzverarbeitung bis zur Holzveredelung – zum Aufruf«. Neben der modernen Holzverarbeitungslinie für Fichten, Tannen- und Douglasienrundholz werden Holzaufgabeplätze für Entrindung und Stammreduzierung versteigert. Darüber hinaus kommt ein neuwertiger Frontlader Volvo L60E und die IT- und Büroausstattung unter den virtuellen Hammer. 

Auf der Homepage des Auktionshauses reichen die Startpreise für die einzelnen Teile von 0 Euro für eine Leiter, 5 Euro für einen Computer, oder 10 Euro für einen Metallschrank bis zu 140 000 Euro für eine komplette Holzbearbeitungslinie. Die Teilnahme an den Online-Versteigerungen ist für Privatpersonen ebenso wie für Gewerbetreibende nach einer kostenfreien Anmeldung und Registrierung unter www.dechow.de möglich. 

Insolvenz im August

Das Gelände selbst, auf dem das Sägewerk Lehmann steht, sei von der Insolvenz nicht betroffen, es befinde sich in Privatbesitz, erläuterte der ehemalige Geschäftsführer Roland Rosenberger gegenüber der ARZ. Bis zur Insolvenz Anfang August vergangenen Jahres beschäftigte das Oppenauer Unternehmen  35 Angestellte, davon 23 Vollzeitbeschäftigte, zwei Auszubildende und zehn Aushilfen.

Das Sägewerk hatte sich laut Insolvenzveralter Stefano Buck auf zwei Geschäftsbereiche spezialisiert. Im Bereich Sägewerk wurde ausschließlich heimisches Holz eingekauft und verarbeitet. Die Veredelung von Holz erfolgte dann, in der zweiten Verarbeitungsstufe, durch Trocknung, Hobelung sowie spezielle Verfahren zur Hitzebehandlung und Imprägnierung. Außerdem wurden in diesem Geschäftsbereich auch Sonderpaletten für unterschiedliche Verwendungszwecke hergestellt.

Autor:
Simon Allgeier

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