Oppenau-Ramsbach

Wegführung des Renchtalradwegs verärgert den Ramsbacher Rat

Bernhard Huber
Lesezeit 3 Minuten
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12. April 2017

Der neue Radweg in Ramsbach soll künftig von der Bahn-Haltestelle »Höfle« wegführen. Das Regierungspräsidium plant den Neubau entlang der Schienen in Richtung Oppenau über die Wiese. ©Foto: Bernhard Huber

Hauptthema bei der Ortschaftsratsitzung am Montag in Ramsbach war unter anderem der Neubau des Renchtalradwegs entlang der Bahnschienen Richtung Oppenau. Der Rat befürchtet dadurch einen unnötigen Flächenverbrauch.
 

»Erfreulich, andererseits aber auch ärgerlich«, fand Ortsvorsteher Hubert Treyer den Bau des Renchtalradwegs von Lautenbach nach Oppenau bei der Ramsbacher Ortschaftsratsitzung am Montag. Neben Winterschäden auf den Gemeindestraßen standen auch Themen wie der Breitbandausbau und die Vergabe des Auftrags zur Erneuerung der Außentüranlage des Ramsbacher Schulhauses auf der Tagesordnung. 

Wie Treyer berichtete, sei die Ramsbacher Trassenführung eigentlich schon klar gewesen. Jetzt aber plane das Regierungspräsidium die Weiterführung des Radwegs von Lautenbach entlang des Klärwerks und der Neuensteiner Straße bis zur Höflestraße. Von dort soll er entlang der Bahnschienen über die Wiese bis hin zur Anbindung in den Mattenhofweg neu gebaut werden. 

Die bisher häufig und gerne genutzte Wegführung mit der Schleife am Mattenhof vorbei sei außen vor – und das obwohl der leichte Anstieg dort hätte entschärft werden können, so Treyer. »Der Neubau an der Bahn entlang ist nicht nachvollziehbar und unnötiger Flächenverbrauch.« Der Ortschaftsrat stimmte Treyer zu: Dadurch werde Wiesenfläche beseitigt und unnötige Schärfe reingebracht. 

7155 Euro für Türanlage

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Weiteres Thema in der Sitzung war die Vergabe der Arbeiten zur Erneuerung der Außentüranlage am Schulhaus Ramsbach. Mit einem Volumen von 7155 Euro geht der Auftrag mehrheitlich an den günstigsten Bieter – eine Firma aus 
Urloffen. 

Der Ortsvorsteher stellte fest, dass auf den Gemeindestraßen der Winter seine Spuren hinterlassen habe. Durch eine Haushaltsübertragung aus dem vergangenen Jahr könne der Haushaltsansatz 2017 allerdings aufgestockt werden. Daher könne man schon einige grundlegenden Dinge machen, erläuterte er: etwa den Einsatz des Teer-Spritzzugs im Steinenbach. 

Höflestraße ist uneben

Nach Aussage der Ratsmitglieder sei die Höflestraße enorm wellig. »Ich bin in Kontakt mit dem Bauhof, um auszuloten, welche Sanierungsmaßnahme dort am besten greift«, sagte Treyer. Andreas Schweiger regte für den Fall einer Sanierung der Höflestraße an, Leerrohre für Glasfaserkabel mit einzubauen. Das sei sicher richtig, aber wer würde das bezahlen, gab der Ortsvorsteher zu bedenken. Man sei noch nicht soweit, um diese Frage zu klären. 

Treyer beklagte, dass man in Ramsbach gerade im Wohngebiet Höfle und im Gewerbegebiet eine schlechtere Breitbandversorgung habe, im Vergleich zu Ibach etwa. »Das ist eigentlich unverständlich«, sagte er. Hoffnung setzte man aber auf die Aktivitäten des Ortenaukreises, wie er hinzufügte: »Lassen wir den Kreis mal die Bestandsaufnahme machen.« Man werde sich wohl noch lange Zeit mit diesem Thema beschäftigen müssen und damit auch mit Leerrohren bei Straßenreparaturen.

Info

Weitere Bekanntmachungen

Bei der Ortschaftsratsitzung in Ramsbach gab Ortsvorsteher Hubert Treyer bekannt, dass die Sandbühlhütte – speziell das Dach – mittlerweile dauerhaft saniert worden sei. Die Festgemeinschaft gebe deren Unterhalt jetzt an die Städte Oppenau und Oberkirch ab. Das mache Sinn für die zukünftige Nutzung als reine Wander-Schutzhütte, erläuterte er. 
Informationen gab Treyer auch zum Stand der Flurbereinigung »Oppenau-West«: »Wenn es gut läuft, können noch in diesem Jahr die Maßnahmen begonnen werden.« Abgeschlossen sei die Erneuerung der Straßenbeleuchtung und ihre Umstellung auf LED.

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