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Willstätt

»Es geht nicht um mich«

Bürgermeisterwahl Willstätt: Michael König, »Nein-Idee«, zu Wahlausgang und warum er sich nicht vorstellt
18. Februar 2015
&copy Nein-Idee

Am 1. März wird in Willstätt entschieden, wer für die nächsten acht Jahre das höchste Amt in der Gemeinde bekleiden wird. Auf dem amtlichen Stimmzettel stehen zwei Kandidaten, die bis zum Bewerbungsschluss ihre Bewerbungsunterlagen abgegeben haben. Es sind Amtsinhaber Marco Steffens (36, CDU) und Michael König (44, »Nein-Idee«). Im Interview stellen wir die beiden Kandidaten vor. Heute: Michael König.

Herr König, eigentlich hat die heiße Wahlkampf-Phase begonnen. Am 1. März wird in Willstätt der Bürgermeister gewählt. Sind Sie angespannt wegen des Wahlausgangs? Mit welchem Ergebnis rechnen Sie denn für sich?
Michael König: Das Ergebnis ist mir persönlich egal! Ich würde mich gegen die anderen und für mich entscheiden! Weil ich Leute verabscheue, die andere repräsentieren wollen. Das ist ein widerlicher und anmaßender Anspruch.
Hat es Sie nicht gereizt, den Ort, in dem Sie bei der Bürgermeisterwahl antreten, auch mal vor Ort kennen zu lernen?
König: Nein!
Finden Sie es nicht eine Missachtung der Wähler Ihrerseits, dass Sie denen nicht die Möglichkeit geben, Ihnen als Kandidat persönlich begegnen zu können?
König: Nein! Es geht überhaupt nicht um mich, wer sowas fragt, hat sich nicht kundig gemacht!
Warum haben Sie sich gerade Willstätt als Gemeinde für Ihre Bürgermeister-Kandidatur ausgesucht?
König: Habe ich nicht, es ist Zufall!
Willstätt muss sich zwischen den Zentren Kehl und Offenburg behaupten. Wie kann die Gemeinde das Ihrer Meinung nach auch in Zukunft schaffen?
König: Ist mir egal, sollen die Bürger entscheiden. Muss man sich denn immer behaupten?
Beim Industriepark ist ein neues Einkaufscenter gebaut worden. Trotzdem bleibt das Thema »Nahversorgung« auf der Agenda der Gesamtgemeinde. Wie kann das bestehende Angebot gestärkt und wie können Lücken geschlossen werden?
König: Bürger fragen – nicht mich!
Vereine sind ein wichtiges Element im bürgerschaftlichen Leben, sie haben aber zumeist Mangel an Nachwuchs. Wie kann die Gemeinde die Arbeit der Vereine fördern und stärken? Wie sieht Ihrer Meinung nach eine gute Aufteilung des kulturellen Angebots zwischen Vereinen und Kommune aus?
König: Wenn die Vereine zu uninteressante Angebote machen, ist das nicht das Problem der Gemeinde. Nicht einmischen. Tue ich auch nicht! Ist mir egal! Bürger fragen!
Ärgert Sie es, dass in der Kommunalpolitik von der Idee bis zur Realisierung von Projekten so viel Zeit vergeht?
König: Nein! Am besten, die machen garnix!
Was bedeutet für Sie Demokratie in der Kommunalpolitik?
König: Herrschaft! Der Mehrheit über die einzelnen! Im Zweifelsfall Gewalt!
Der Ausgang der Wahl am 1. März ist bei lediglich zwei Bewerbern ja vorhersehbar, nachdem Sie angekündigt haben, im Falle einer Wahl das Amt abzulehnen. Warum sollten die Willstätter dennoch an die Urne gehen?
König: Dämliche Fragen beantworte ich nicht, steht alles im Programm der »Nein-Idee«.
Und warum sollten sie ihr Kreuz hinter Ihrem Namen machen, wenn Sie doch gar nicht Bürgermeister werden wollen?
König: Sollen Sie nicht! Mein Gott nochmal, es handelt sich um ein Angebot, die anderen zu stoppen!

Autor:
Hans-Jürgen Walter

Zur Person

Michael König…

…ist am 2. Februar 1971 in Stade geboren. Er wohnt in Harsefeld in Niedersachsen und arbeitet als freischaffender Architekt. Er ist verheiratet und Vater von fünf Töchtern. Seine Konfession ist evangelisch. Michael König ist Bundesvorsitzender der Partei »Nein-Idee – Bündnis für Selbstbestimmung«. Er ist seit der Gründung der Partei im April 2012 dabei.

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