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Auenheim

Kehler Bäder: Ortschaftsrat spricht sich für Burkini-Verbot aus

Die Benutzungs- und Gebührenordnung für die Bäder war am Dienstag Thema im Ortschaftsrat Auenheim
11. Mai 2016
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Der Ortschaftsrat Auenheim ist mit dem ihm vorgelegten Satzungsentwurf über die Benutzungs- und Gebührenordnung für die Schwimmbäder der Stadt Kehl nicht zufrieden. Die Bürgervertreter sehen in einigen Punkten Nachbesserungsbedarf und haben Ortsvorsteherin Sanja Tömmes beauftragt, dies im Gemeinderat vorzutragen.

Einen Tag, bevor der Gemeinderat über die Neuordnung der Satzung über die Benutzung- und Gebührenordnung für die Schwimmbäder der Stadt Kehl abschließend beraten und Beschluss fassen sollte, haben auch die Ortschaftsräte im Kehler Stadtteil Auenheim über das Papier diskutiert.

Sie melden Änderungsbedarf an und wollen diesen – vertreten durch ihre Ortsvorsteherin – auch im Gemeinderat am Mittwochabend  begründen. So ist nicht klar, ob auch nichtwassersporttreibende Sportvereine bei Abnahme des Sportabzeichens, zu dessen Inhalt auch Schwimmen gehört, Eintritt ins Schwimmbad zahlen müssen. Selbst dann, wenn sie, wie in der Satzung festgehalten, vor Beginn der jeweiligen Badesaison diesen Bedarf termingenau anmelden.
Ob dieser Passus auch für Auenheim gilt, ist aus der Vorlage nicht ersichtlich, wie auch nicht hervorgeht, ob der Ortschaftsrat ein Mitspracherecht besitzt.

Mitspracherecht gefordert

So hat die Ortsvorsteherin darüber informiert und sich erstaunt gezeigt, dass der Gemeinderat am 25. November 2015 das Mitspracherecht des Ortschaftsrates bei Angelegenheiten des Bades aus der Bädersatzung gestrichen und ihm »großzügigerweise« ein Anhörungsrecht eingeräumt hat. Hier herrschte ebenfalls Einmütigkeit bei der Forderung nach einem Mitspracherecht, denn der Ort hat gravierende Nachteile durch das Bad. So der die Bürger belastende Verkehr und im Falle eines Unfalls wie Chloraustritt dessen Gefährdung.

Ganz gleich, wie dies gesehen wird, kritisieren ;die Ortschaftsräte Burkinis, die als Badebekleidung zugelassen. »Wir haben Badeshorts aus hygienischen Gründen verboten und sehen dies hier ebenso«, so die einhellige Meinung.

 

 

Als »Türsteher« sehen die Auenheimer Bürgervertreter das Kassenpersonal, wenn es kontrollieren soll, ob Badbesucher aus Kehl kommen oder von auswärts. Auch hier sieht man Klärungsbedarf. 
Denn die neue Satzung beschreibt: »... es handelt sich bei den Bädern ausdrücklich um Einrichtungen für die Kehler Bevölkerung. Das rechtfertigt sich dadurch, dass die Bäder einen erheblichen Subventionsbedarf haben, der aus dem Kehler Gemeindehaushalt, also letztlich aus den Steuerzahlungen der Kehler Einwohnerschaft gedeckt wird.« Gleichwohl sollen auswärtige Besucher auch ohne Zulassungsanspruch und Subventionsanspruch, wie bisher schon, zur Benutzung zugelasssen weden, solange es nicht zur Interesssenkollision kommt.

Paragraph erweitern

Eine Ergänzung des Paragraphen 4, Absatz 3.2., der vorgelegten Satzung fordern die Ortschaftsräte. Sie schlagen vor, den Passus »Nicht gestattet ist insbesondere das Rauchen (inkl. E-Zigaretten, Shishas oder ähnlichen Geräten) in geschlossenen Räumen und im Beckenbereich der Freibäder« zu ändern oder zu erweitern um »Kohlegut und Gas ist im gesamten Bad verboten«. Dies würde auch die Shishas betreffen, so das Argument für diesen Vorschlag.

Autor:
Herbert Gabriel

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