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Rheinufer Straßburg

Kreuzfahrtschiff läuft auf Grund

Passagiere nach Maschinenschaden evakuiert / Feuerwehr mit Tauchern im Einsatz
12. November 2013
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Das Kreuzfahrtschiff Viking Sun ist am frühen Dienstagmorgen am Straßburger Rheinufer havariert. Die 200 Passagiere und 40 Besatzungsmitglieder blieben unversehrt, sie wurden von einem Schiff der Straßburger Reederei Croisi Europe ans Kehler Rheinufer gebracht, bevor der Viking Sun von einem Containerschiff aus dem Straßburger Hafen von der Kiesbank geholfen wurde, auf der sie festsaß. Sie konnte dann aus eigener Kraft in den Kehler Hafen fahren, wo sie gegen 14 Uhr festmachte. Die Europa 1 war mit einer Besatzung der Kehler Feuerwehr vor Ort. Der Rhein war von 5.25 Uhr an zwischen der Schleuse Straßburg und der Schleuse Gambsheim gesperrt, bis der Havarist in Sicherheit war. Nur noch ein Schiff passierte die havarierte Viking Sun rheinaufwärts.

Um 5.25 Uhr wurde die Kehler Feuerwehr zu dem manövrierunfähig auf der Kiesbank am Straßburger Rheinufer liegenden Kreuzfahrtschiff gerufen. Warum die Viking Sun, die aus Richtung Basel kommend am Kehler Rheinufer festmachen wollte, im dichten Nebel an die französische Uferseite gelangt war, erschloss sich den Kehler Feuerwehrmännern nicht. Das Kreuzfahrtschiff, das unmittelbar vor der Europabrücke havariert war, konnte mangels Befestigungsmöglichkeiten am Straßburger Ufer nur mit einem Seil an einem Baum gesichert werden.

„Das Schiff hängt am seidenen Faden“, sorgte sich Roland Walter, der stellvertretene Kommandant der Kehler Feuerwehr, der den Einsatz leitete. Er hätte die Passagiere gerne mit der Europa 1 ans Kehler Ufer übergesetzt – vor allem nachdem bereits vor acht Uhr klar war, dass das havarierte Schiff nicht bewegt werden konnte, solange sich die Touristen an Bord befanden. Busse, welche die Kreuzfahrt-Passagiere zu ihren Ausflugszielen bringen sollten, standen an der Europabrücke zu diesem Zeitpunkt schon bereit.

Kurz nach acht Uhr traf der Straßburger Schlepper Rhône ein, der allerdings nicht in Aktion treten konnte; zum einen, weil die Passagiere noch an Bord waren, zum anderen, weil die Rhône ein so großes Schiff mit eventuellem Ruderschaden nicht in den Kehler Hafen schleppen konnte. Während der Kehler Feuerwehr zunächst mitgeteilt wurde, dass man auf ein Schiff aus Breisach warten wolle, das die Passagiere an Bord nehmen sollte, ging dann um 10.20 Uhr die La Bohème von der Straßburger Reederei Croisi Europe längsseits der Vinking Sun, wurde mit dem havarierten Schiff vertäut, so dass die Passagiere schließlich über das Oberdeck die Viking Sun verlassen konnten. Die La Bohème brachte sie ans Kehler Ufer, wo sie bereits von ihren Gästeführern erwartet wurden, wie die Stadt Kehl in einer Pressemitteilung berichtet.

Während die Kreuzfahrt-Passagiere am Kehler Ufer an Land gingen, näherte sich auf der anderen Rheinseite ein Containerschiff aus dem Straßburger Hafen dem havarierten Kreuzfahrtschiff und ging längsseits, um ihm von der Kiesbank zu helfen. Anschließend konnte die Viking Sun aus eigener Kraft den Kehler Hafen ansteuern. Kurz nach 14 Uhr konnte die Viking Sun im Hafenbecken 1 festgemacht werden. Spezialtaucher aus Koblenz, die bereits am Vormittag vor Ort waren, untersuchten anschließend die Schäden am Schiff.

Die 139 Meter lange Viking Sun hatte bereits am 1. Oktober auf dem Rhein bei Gerstheim nach einem Fahrfehler einen Hafenponton gerammt . DIe Spuren dieser Havarie sind noch am Bug des Kreuzfahrtschiffes zu sehen. 

Autor:
red/dpa

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