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Räte schreiben Wunschzettel

Für Goldscheuerer Gremium steht neue Ortsdurchfahrt ganz oben im kommenden Doppelhaushalt
20. Juni 2012
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Die Fertigstellung der Umgestaltung der Ortsdurchfahrten und der Bau des Radwegs Marlen-Eckartsweier sind zwei der wichtigsten Projekte, die die Ortschaft Goldscheuer im Doppelhaushalt 2013/14 verwirklicht sehen will. Der Ortschaftsrat billigte am Donnerstag eine erste Maßnahmenliste.

Kehl-Goldscheuer. Der Nachtragshaushalt 2012 der Stadt Kehl ist gerade mal ein halbes Jahr im Vollzug, da macht sich die Ortschaft Goldscheuer schon Gedanken über ihren »Wunschzettel« für den Doppelhaushalt 2013/14. Rund 30 Maßnahmen umfasst die Liste, die der Ortschaftsrat am Donnerstag billigte. Im Vorfeld der Verabschiedung des Doppelhaushalts 2012 sei kaum genug Zeit geblieben für einen Dialog zwischen Ortsverwaltungen und Stadt, begründete Ortsvorsteher Richard Schüler den frühen Einstieg in die Etatberatungen.

Im Mittelpunkt dürfte die Fertigstellung des Umbaus der Ortsdurchfahrten Marlen und Goldscheuer (B36) stehen. Landeszuschüsse stehen schon seit Jahren bereit. Noch vor der Sommerpause soll die konkrete Ausführungsplanung ausgearbeitet sein. Sie ist die Basis für die Ausschreibung, die dann im Herbst folgen soll. Der Umbau dürfte sich auf jeden Fall bis 2014 hinziehen, zumal die B36 dafür nicht voll gesperrt werden kann. Zugleich sollen die Wasserleitungen im Bereich der Ortsdurchfahrten erneuert werden.

Gebaut werden soll auch der Radweg entlang der L 91 zwischen Marlen und Eckartsweier. Im laufenden Nachtragshaushalt stehen 15 000 Euro für die Vorplanung zur Verfügung. Diese soll nun bald in Auftrag gegeben werden. Die Verkehrssituation für Radfahrer auf der engen und kurvenreichen Strecke sei nicht mehr tragbar; zudem sei der Radweg auch von überregionaler Bedeutung als Verbindung zwischen Hanauerland und Rhein.

Auch die Gemeinde Willstätt will ihren Teil dazu beitragen, dass es zügig losgehen kann, meinte Bürgermeister Marco Steffens auf Nachfrage. Zwar seien die Fördermodalitäten noch unklar, und es müsse auch klar sein, dass das Land den Löwenanteil der Kosten übernimmt. Doch selbst wenn Kehl und Willstätt einen Eigenanteil beisteuern müssten – was laut Steffens auch in Ordnung wäre, da die Gemeinden auch die Profiteure seien – sollte dies auch für Willstätt trotz des laufenden und kostspieligen Umbaus der Ortsmitte zu stemmen sein, zumal kaum Kosten für Grunderwerb anfallen würden. Kommende Woche haben sich Schüler, Steffens und Kehls Baubürgermeister Harald Krapp zu einem Vor-Ort-Termin verabredet, um die Planung auf den Weg zu bringen.

Pläne für Kindergärten

Im Bereich »Gebäudemanagement« soll im kommenden Jahr unter anderem eine Grundsatzentscheidung über eine regenerative Beheizung von Schule, Schulturnhalle und Kindergarten »Spatzennest« getroffen werden. Das »Spatzennest« selbst soll unter anderem um ein neues Leitungszimmer, ein »Kinder-Restaurant«, einen Besprechungs- und einen Abstellraum erweitert werden – ähnlich wie es bereits im Kindergarten »Vogesenallee« vollzogen wurde. Auch am Kindergarten »Don Bosco« sind verschiedene Instandsetzungsmaßnahmen geplant.

Die »Kulturfabrik« soll einen Aufzug erhalten; bislang ist der Veranstaltungsraum im zweiten Stock für gehbehinderte Menschen nur schwer zu erreichen. Auch die Anschaffung neuer Spielgeräte für die Spielplätze in der Ortschaft sind geplant. Nun sollen die Fachabteilungen der Stadtverwaltung und die Technischen Dienste Kostenvoranschläge erarbeiten. Auf deren Basis soll dann im September eine Prioritätenliste erarbeitet werden.

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Autor: 
Michael Müller

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