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Kehl

Spannender als in Stuttgart

Diskussion beim Unternehmer-Forum: Welche Faktoren machen Kehl als Firmenstandort attraktiv?
04. Juli 2012
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Welche Faktoren machen Kehl als Unternehmensstandort attraktiv? Um diese Frage ging es beim jüngsten Unternehmer-Forum.

Kehl (red/mmü). Warum eröffnet eine international tätige Wirtschaftskanzlei ausgerechnet im kleinen Kehl eine Dependance? Kehl liege in der Mitte einer zentralen Wachstumsregion, argumentierte der Europaparlamentarier Andreas Schwab (CDU) vor rund 60 Kehler Unternehmern beim jüngsten Unternehmer-Forum in der Kanzlei »Avocats Bauerreis Chevalier International« (ABCI). Hier könne man alle Vorteile aus dem europäischen Binnenmarkt erfahren.

»An einer offenen Grenze ist die Entwicklung allemal spannender als in Stuttgart«, fügte Oberbürgermeister Günther Petry hinzu. Natürlich sei Kehl als Kooperationspartner für Straßburg zu klein – »aber wir sind halt die Einzigen, die so nah dran sind«, so Petry. Nur mit Kehl habe Straßburg den »Garten der zwei Ufer« bauen können; nur mit Kehl könne Straßburg gemeinsam eine deutsch-französische Kinderkrippe betreiben, und nur Kehl und Straßburg könnten ihre einander gegenüberliegenden Zollhöfe in einem gemeinsam ausgelobten Wettbewerb städtebaulich überplanen lassen.

Die Entwicklung Straßburgs in Richtung Kehl sei nicht nur Stadtentwicklung, sondern zugleich ein Paradigmenwechsel, so Petry weiter Früher sei für Straßburg vom Rhein nichts Gutes gekommen; jetzt reagiere man dort darauf, dass sich das verändert habe.

Eng verflochten

Der Verbraucher verstehe nicht, warum der Verbraucherschutz in Deutschland anders ist als in Frankreich; der Unternehmer verstehe nicht, warum er mit rechtlichen Problemen konfrontiert ist, sobald er die Grenze überschreitet, und der Vertreter einer Region, die mit dem Alltag in Grenzgebieten nichts zu tun hat, verstehe nicht, dass man mehr europäisches und weniger nationales Recht benötige, fasste Andreas Schwab das Dilemma zusammen. Der Wohlstand in Europa könne jedoch nur gesichert werden, wenn es gelingt, diese Probleme zu lösen.

Mit dem Unternehmerforum feierte die Kanzlei ABCI die Einweihung ihrer neuen Dependance am Bahnhofsplatz in Kehl. Schon seit 2006 ist ABCI in Straßburg ansässig. Er habe dann nach dem nächsten geeigneten Standort auf deutscher Seite gesucht, berichtete Jochen Bauerreis. Dabei habe er festgestellt, »wie eng verflochten das unternehmerische Feld ist, wie extrem grenzüberschreitend Kehl ist«. Schon nach kurzer Zeit habe sich Kehl als Glücksgriff erwiesen, denn er habe auch in Straßburg neue Mandanten gewonnen, die auf Deutschland fokussiert seien.

Stichwort:

Alister Avocats

Die Kanzlei »Bauerreis Chevalier International« (ABCI) gehört zu »Alister Avocats«, einem 2009 gegründeten Verbund von Unternehmensberatungs- und Anwaltskanzleien. Die Gruppe unterhält Niederlassungen unter anderem in Paris, Lyon und Marseille. Schwerpunkte der Tätigkeit sind internationales Handels- und Bankenrecht, Medien- und Urheberrecht.

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