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Kinzigtal

Acht Schilder glatt übersehen!

Teilstück der Zeller Kirchstraße ist im März Einbahnstraße und kämpft mit der Macht der Gewohnheit
13. März 2012
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Seit Ende Februar hat die Stadt Zell in einem Teilstück der Kirchstraße eine Einbahnstraße. Obwohl auf den rund 300 Metern acht Schilder und etliche Warnbaken aufgestellt wurden, fahren viele weiterhin wie gewohnt - entgegen der erlaubten Fahrtrichtung.

Zell a. H. Ab Höhe der Fabrikstraße ist bis voraussichtlich nde März die Einfahrt in die Kirchstraße nicht erlaubt, gefahren werden darf nur noch von der Hauptstraße aus nach oben in Richtung Bildungszentrum. Das Teilstück der Kirchstraße wurde wegen einer Baustelle in eine Einbahnstraße umgewandelt. Darauf weisen acht Schilder, Absperrgitter und Warnbaken hin. Wer aus der Stadt hinaus oder in sie hinein möchte, muss die Umwege über Nordracherstraße oder Fabrikstraße in Kauf nehmen. Man muss nicht lange warten, um Autofahrer dabei zu ertappen, wie sie verbotener Weise in Zell die Straßenverkehrsordnung außer Kraft setzen. Dass das rot-weiße Zeichen »267 - Verbot der Einfahrt« zumindest in Zell nicht die gewünschte Wirkung hat, musste auch Polizeipostenleiter Michael Müller erfahren. Müller hatte am Freitagnachmittag seinen Streifenwagen gut sichtbar an der Einmündung an der Einmündung Kirchstraße/ Hauptstraße geparkt und die Szenerie beobachtet. »Innerhalb von 15 Minuten sind sieben Autos verbotenerweise entgegen der erlaubten Fahrtrichtung an uns vorbeigefahren «, so Müller. Der Polizeibeamte ließ Gnade vor Recht walten und beließ es bei einer mündlichen Verwarnung. »Das haben wir gar nicht gesehen«, erklärten ihm die meisten der von plötzlicher Sehschwäche geplagten Verkehrssünder. Für Müller ist das Verhalten nicht neu: »Das ist die Macht der Gewohnheit. Wenn die Baustelle in der Kirchstraße in vollem Gang ist, wird das besser«. 20 Euro sind fällig, wenn man eine Einbahnstraße in der falschen Richtung befährt und erwischt wird. Dies gilt übrigens auch für Radfahrer. »Wir werden ein Auge drauf haben «, kündigt der Postenleiter an. Die Polizei ist für den fließenden Verkehr zuständig, die Stadt für den ruhenden. Anders gesagt, die Stadt kontrolliert das Parken - auch in der neuen Einbahnstraße. Das ist längsseitig erlaubt, wobei die Motorhaube natürlich bergauf zeigen sollte. Wer falschrum steht, riskiert ein Knöllchen. Und was wäre, wenn die Kirchstraße dauerhaft Einbahnstraße werden würde? »Das Thema kommt alle paar Jahre mal«, erinnert sich Zells Bürgermeister Hans-Martin Moll. Im Gemeinderat hat man von einer Umwidmung bislang abgesehen, da dadurch noch mehr Verkehr - dann eben in eine Richtung - produziert werden würde. Die Kirchstraße selbst bezeichnet Moll als wichtige Verbindung zu Schule und Baugebieten. In beide Richtungen.

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Autor: 
Ruh Dietmar

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