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Hausach

Das Kinzigtalbad ist auf dem Weg

Verbandsversammlung beschließt Entwurfsplanung mit Zusatzoptionen für 11,349 Millionen Euro
19. Mai 2017
&copy Lehmann Architekten&copy Lehmann Architekten

Die Erleichterung war am Ende allen deutlich anzumerken: Die Verbandsversammlung Kinzigtalbad segnete heute am späten Nachmittag einmütig die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung für das Kinzigtalbad ab mit dem »sportlichen Ziel«, noch in diesem Jahr mit dem Bau zu beginnen.
 

Bei allen Spar-zwängen die Beckenlandschaft und die Attraktion zu erhalten – dies war die große Herausforderung, vor der die Planer im vergangenen Jahr standen, als »die erste Euphorie mit der Kostenschätzung von 12,3 Millionen Euro jäh gestoppt worden war«. Architekt Gunnar Lehmann zeichnete noch einmal den Weg nach, von der »ersten Machbarkeitsstudie« bis zur Planung eines »familienfreundlichen Erholungsbads«, die jetzt vorliegt.
Ein besonderer Spagat war die Einsparung der Osterweiterung, die dazu führte, dass auch im Keller dringend benötigter Platz für die Technik wegfiel. 

Der Architekt ging noch einmal auf die Veränderungen in den einzelnen Bereichen ein. Vor allem der Kinderwasserspielbereich sei weiter ausgebaut worden, um wirklich mit einem »Familienbad« werben zu können. Dieser sei auch für den Ganzjahresbereich ein gutes Angebot für Familien mit kleinen Kindern. 

Viele Attraktionen

Dazu gibt es neben dem eigentlichen Schwimmbecken ein Funktionsbecken für größere Kinder und für Schwimmkurse, ein Wärme-Erholungsbecken mit Sprudelliegen, Massagedüsen und weiteren Attraktionen sowie das Außenbecken mit Luftbodensprudler, Strömungsdüsen und Nackendusche. 

Die Sauna wurde um die Außensauna abgespeckt, bietet jedoch gegenüber der aktuellen Situation mit einer Panoramasauna für zehn bis zwölf Personen und einem Sanarium für acht bis zehn Personen dennoch eine entscheidende Verbesserung. Und die Anschlüsse für die Option einer Erweiterung seien bereits in der Kostenberechnung berücksichtigt, so Lehmann.

Optionen noch verhandelbar

Diese lag nun mit 11,124 Millionen Euro 24 000 Euro über dem Limit, was sich die Verbandsversammlung im vergangenen Herbst gegeben hatte. Mit einer ganzen Reihe von noch verhandelbaren Zusatzoptionen wie Sitzgruppen und Liegen, Küche, Einbruchmeldeanlage oder ein besserer Qualitätsstandard der Lüftungsanlagen kommen die Planer auf 11,349 Millionen Euro. 
Einstimmig folgte die Versammlung dem Vorschlag des Wolfacher Bürgermeisters Thomas Geppert, diesen Betrag nun freizugeben und dann bei den jeweiligen Ausschreibungen und Vergaben zu schauen, welche Zusatzoptionen im Kosten-Nutzen-Verhältnis wirklich sinnvoll sind. 

Die Hoffnung, die Bürgermeister und Verbandsvorsitzender Manfred Wöhrle zu Beginn geäußert hatten, ist eingetroffen: »Dass wir heute einen entscheidenden Schritt machen.« Ebenso einstimmig wurden auch die bisherigen Planungsbüros mit der weiteren Planung betraut. 

Abbrucharbeiten ab Dezember

Mit Hochdruck geht es nun an die Genehmigungsplanung. Gunnar Lehmann rechnet damit, dass die Baugenehmigung im November vorliegen könnte. Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vorlauf zum Baubeginn nähmen dann wohl noch Zeit bis März 2018 in Anspruch. Aber er halte es für möglich, mit den Abbrucharbeiten und der Betonsanierung bereits im Dezember 2017 zu beginnen.
Dies auch mit Blick auf die Verlängerung, die Manfred Wöhrle nun beim Regierungspräsidium beantragen will. Bekanntlich hatten die Zuschussgeber den Baubeginn bereits bis 30. Juni dieses Jahres verlängert. Er habe jedoch das Signal, dass eine weitere Frist eingeräumt werde, so Wöhrle. 

Autor:
Claudia Ramsteiner

Kommentar

Das Kind ist geboren

Es ist geschafft. Es war gestern in der Verbandsversammlung Kinzigtalbad deutlich zu spüren, dass nach der schwierigen Geburt nun alle Mütter und Väter gemeinsam Verantwortung übernehmen und das »Kind Kinzigtalbad« schaukeln wollen.
Dass gerade vom Wolfacher Bürgermeister Thomas Geppert der Vorschlag kam, den Betrag von 11,349 Millionen Euro mit sämtlichen Zusatzoptionen freizugeben, um sich alle Möglichkeiten noch offen zu lassen, trug sicher zum harmonischen Verlauf der Versammlung bei. Schließlich hatte Wolfach im vergangenen Jahr noch auf eine Deckelung auf 11,1 Millionen Euro gedrängt. Dass alle Verbandsmitglieder und auch die Planer sensibilisiert sind, diesen Kostenplan einzuhalten, steht außer Frage. Das Kind ist geboren, nun darf man es mit Spannung wachsen sehen.
@ Wie ist Ihre Meinung? Schreiben Sie an
claudia.ramsteiner@reiff.de  

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