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Gutach

Ein Bauernmarkt für Gutach

Bauantrag passierte am Mittwoch den Gemeinderat / Standort zwischen Kindergarten und Norma
20. Januar 2017
&copy Claudia Ramsteiner

Mit zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen passierte der Antrag des Gutacher Architekten Hans-Jürgen Schneider auf Bau eines Bauernmarkts zwischen Norma und Kindergarten am Mittwoch den Gemeinderat. Die Bedenken galten vor allem der Verkehrssicherheit.

Auf dem Steinrücken zwischen dem Kindergarten und dem Norma-Markt soll direkt an der B 33 ein Bauernmarkt mit Imbissbereich entstehen. Das Grundstück gehört Architekt Hans-Jürgen Schneider, der für diesen Tagesordnungspunkt wegen Befangenheit im Zuschauerraum Platz nahm. Hauptamtsleiter Fritz Ruf beschrieb das geplante Gebäude in Holzkonstruktion  mit einer Breite von 25 Metern und einer Tiefe von 14 Metern auf der Nordseite und 12,50 Metern auf der Südseite. Das Gebäude werde mit einem Satteldach von 15 Grad versehen und soll bis zum First 4,65 Meter hoch werden. Die gesamte Fläche des Bauernmarkts mit Imbissbereich beträgt rund 173 Quadratmeter. 

Der Tagesordnungspunkt war von der letzten Sitzung vertagt worden, weil noch Klärungsbedarf bestand. Das Gebäude wurde nun etwas nach Süden geschoben, um die acht geplanten Parkplätze auf der Norma zugewandten Seite anzuordnen mit einem Fußweg zum Discounter. Die südliche Einfahrt soll dann allein dem Kindergarten vorbehalten sein. 
Viele Gemeinderäte sahen dennoch ein Gefahrenpotenzial bei der Einfahrt Kindergarten und beim Radweg. Sie wollen sichergestellt wissen, dass der Kindergartenparkplatz tabu ist. Der Radweg soll im Einfahrtsbereich farbig markiert werden. 

Kritik an Förderung durch Leader

Beide FDP-Gemeinderäte verweigerten übrigens ihrem Fraktionskollegen die Unterstützung und enthielten sich. Susanne Heinzmann sei zwar »grundsätzlich für den Bauernmarkt«, sie störte sich aber daran, dass ein Bauernmarkt von Leader gefördert wird. »Wir gewöhnlichen Einzelhändler tun auch etwas für die Infrastrruktur im Ländlichen Raum und müssen unsere Investitionen selbst bezahlen«. 
Bürgermeister Siegfried Eckert begründete dies damit, dass auch der Vertrieb der heimischen Produkte gefördert werde. Auch das Landessanierungsprogramm berge gewissen Ungerechtigkeiten, weil nur Bauherren im Innenbereich gefördert werden. 

»Der Markt wird sich verändern«, warnte Karl-Heinz Wöhrle, ebenfalls FDP, davor, dass der gleiche Kuchen möglicherweise dann anders verteilt werde. Gutach habe sehr viel Selbstvermarkter unter den Landwirten. Er lege Wert darauf, dass diese mit ins Boot genommen werden. Dies sei ja Voraussetzung für die Förderung, die ein Betreiber auch einhalten müsse, wenn er sie annehme, antwortete Peter Wälde:  »Wenn sich da mit Hilfe von Leader ein kleiner Bauernmarkt installiert, ist dies auch ein Vorteil für die heimischen Erzeuger«. 

Mehrheit der Landwirte für Bauernmarkt

Über den BLHV habe man die heimischen Landwirte eingeladen und das Vorhaben bereits am Tag vor der Gemeinderatssitzung vorgestellt, erläuterte Bürgermeister Siegfried Eckert. Die Mehrheit habe einen Bauernmarkt positiv gesehen. Er machte aber auch unmissverständlich klar, dass ein genehmigungsfähiger Antrag vom Landratsamt auch genehmigt werde, unabhägig davon, wie der Gemeinderat dazu stehe. Der Antrag wurde schließlich bei zwei Gegenstimmen wegen Bedenken der Verkehrssicherheit (Gerhard Wöhrle und Bärbel Schwendemann, SPD) und zwei Enthaltungen befürwortet.  
Noch kein Betreiber

Einen potenziellen Betreiber für den geplanten Bauernmarkt gebe es noch nicht, sagte Hans-Jürgen Schneider auf OT-Anfrage.
 

Autor:
Claudia Ramsteiner

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