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Gutach

Jana Breithaupt ist die beste Zahntechnikergesellin im Land

Mit Freude und Übung ans Ziel: Warten auf den Bundesentscheid
25. Oktober 2016
&copy Christoph Breithaupt

Die beste Nachwuchs-Zahntechnikerin im Land kommt aus Gutach: Jana Breithaupt hat ihren Beruf im Dentallabor Schmidt in Offenburg gelernt. Am 24. November vertritt sie Baden-Württemberg beim Bundesentscheid des Wettbewerbs der Deutschen Handwerksjugend. 
 

»Das ist meins«, war sich Jana Breithaupt sicher, als sie beim Berufspraktikum der Realschule im Gutacher Dentallabor überall reinschnuppern durfte und die Zahntechnik für sich entdeckte: »Ich wollte gar nichts mehr anderes ausprobieren!« Bei der Berufsinfomesse in Offenburg war sie auf den Beruf aufmerksam geworden. »Ich wollte immer etwas Handwerkliches!« Die Berufswahl war entschieden, und als nach der Mittleren Reife in Gutach gerade nichts frei war, bekam sie einen Ausbildungsplatz im Dentallabor Schmidt in Offenburg. 

Faszination für ihren Beruf

»Am Anfang hat man nichts, und am Schluss hat man ein kleines Werkstück in der Hand«, beschreibt sie die Faszination für ihren Beruf, an dem sie vor allem »das Individuelle« mag – und dass sie damit auch noch helfen kann. Die Arbeitsschritte seien sich zwar ähnlich, aber jeder Patient brauche etwas anderes: »Jedes Stück ist ein Sonderstück.«
So fertigte sie in ihrer Schule in Karlsruhe während einer Woche für die Gesellenprüfung auch vier Sonderstücke: eine Brücke mit verblendetem Eckzahn, eine Modellprothese mit Aufstellung (eingesetzte Zähne), ein Primärteleskop und ein Umlaufgeschiebe (beides Halteelemente für Prothesen). Und das machte sie alles so perfekt, dass sie zunächst als Kammersiegerin hervorging und in der vergangenen Woche nun auch den Landeswettbewerb für sich entschied. 

Am Wochenende bekommt sie in Stuttgart ihre Urkunde, und am 24. November vertreten ihre vier Gesellenstücke Baden-Württemberg beim Bundesentscheid.

»Grundwissen wichtig«

Wie man das schafft? Das Rezept klingt sehr plausibel: »Ich bin mit Freude in die Prüfung gegangen, ich hatte vorher viel geübt, und ich hatte den Ehrgeiz, da gut rauszugehen.« Klar, wenn man mal so weit gekommen sei, habe man schon die Hoffnung, auch bundesweit noch etwas zu holen. Doch das liegt aber jetzt nicht mehr in ihrer Hand. 
Wie es jetzt weitergeht? Jana Breithaupt will zunächst als Gesellin Berufserfahrung sammeln. Sie wird im Dentallabor Schmidt bleiben, sie fühlt sich unter den rund 30 Kollegen sehr wohl, und ihr Chef hat ihr auch schon ein anspruchsvolles Betätigungsfeld zugeteilt. Sie arbeitet nun an der CAD-Cam. Dort werden Gerüste, die sie früher von Hand modelliert hat, am Computer konstruiert. 

Dabei hat sie doch an der Ausbildung gerade das Handwerkliche gereizt. Macht das jetzt noch Spaß? Jana Breithaupt strahlt: »Klar, wenn man weiterkommen will, muss man da mitgehen.« Sie sei aber froh, dass sie gelernt hat, wie man das von Hand macht: »Das Grundwissen ist wichtig.« 

Meisterprüfung im Blick 

Die Ausbildung sei eine Grundlage, »danach geht das Lernen erst richtig los«, sagt sie und lässt keinen Zweifel daran, dass sie sich darauf freut. Irgendwann wird sie die Meisterprüfung anvisieren: »Auf dem Fleck stehenbleiben ist nicht so mein Ding!«
Das ist auch in der Freizeit so. Die zweite Leidenschaft der jüngsten Schriftführerin des Gutacher Schwarzwaldvereins neben ihrem Beruf ist das Klettern. Die 20-Jährige ist gern dort, wo’s nach oben geht. 

Autor:
Claudia Ramsteiner

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