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Gutach

"Lichtstub" mit Musik von Märchenliedern bis Metallica

Alte Tradition und junge Talente: Proppenvolle Stube im Falkenhof des Freilichtmuseums
02. November 2016
&copy Andreas Buchta

Zum 13. Mal hatte das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof am Samstag in bäuerlicher Tradition zur »Lichtstube« eingeladen. »Jung und Alt« war diesmal das Thema des Abends, in dessen Verlauf in der proppenvollen Stube junge Talente wie auch gestandene Dichter und Barden aufhorchen ließen.

Thomas Hafen hieß am Samstagabend als wissenschaftlicher Leiter des Freilichtmuseums die vielen Gäste in der warmen Stube des Falkenhofs willkommen und erinnerte an die Lichtstuben der vergangenen Jahre. Für so manchen Dichter oder Musiker bildete sie eine Art Sprungbrett für eine literarische oder musikalische Karriere. Diesmal sollte die Bühne vor allem für Nachwuchskünstler offen sein.

Den Anfang machte gleich der jüngste Solist des Abends, Basti Dieterle aus Oberwolfach, der ein ganz erstaunliches, zusammen mit Marco Pereira eigens für diesen Abend geschriebenes Lied mitbrachte: »Der schwarze Mond«. Ganz allein komponiert hatte er einen eindrucksvollen Song vom Verlassenwerden und Alleinsein, dem er noch keinen Titel gegeben hat und den er mit sanfter Stimme und umso kräftigeren Gitarrenakkorden vortrug  –und mit dem er großen Applaus erntete.

»Blumenhafen«

»Blumenhafen« ist der beziehungsreiche Name des Projekts, bei dem Cindy Blum Gedichte von Thomas Hafen (ja, er schreibt auch Gedichte!) vertont hat, und die sie tiefgründig und auf musikalisch beachtlichem Niveau vortrug. Es war insgesamt eine höchst eindrucksvolle Hommage an die Sehnsucht, etwa »Sachen zu machen, die bleiben« oder dem Wasser als Allegorie für die Liebe nachzuträumen. 

»Bach-Strand-Boys«

Dann schlug die Stunde von Marco Pereira mit seinen »Bach-Strand-Boys«, bestehend aus den Gitarristen Lukas Springmann und Steffen Wild sowie dem Cajón-Spieler Philipp Pautsch, die in  erfrischend respektloser Mischung Lieder aus dem Barock bis hin zu einer Metallica-Rocknummer schmetterten. Romantisch vertonte Märchen trug Christine Dietrich zusammen mit ihren beiden kleinen Töchterchen Romy und Noemy vor.
Ganz zum Schluss sang Marco Pereira zu Gitarre und Mundharmonika einige seiner »klassischen« Songs wie »Uffem Weg« und »Genial 2050«: letzteres ebenso ausgelassen wie deprimierend aktuell. Wieder einmal ein Lichtstubenabend am warmen Kachelofen wie »aus einem Guss«.
 

Autor:
Andreas Buchta

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