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Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

Modell vom Schlössle Effringen übergeben

Freunde und Förderer des Schwarzwälder Freilichtmuseums Vogtsbauernhof finanzieren das Projekt
02. Juni 2016
&copy Petra Epting

»Wir brauchen Freunde im eigenen Haus«, bemerkte der Wissenschaftliche Leiter Thomas Hafen gestern bei der Übergabe des Modells des Schlössles von Effringen – und die hat das Museum bereits. Wie die »Freunde und Förderer des Schwarzwälder Freilichtmuseums Vogtsbauernhof«, die das Modell  übergaben.

Gerd Baumer, der Vorsitzende des Fördervereins, spielte nicht nur darauf an, noch mehr Freunde und Museumsbesucher zu gewinnen, sondern setzte auch das Örgele in Gang, das als erstes Projekt initiiert wurde. Mit »einigem Stolz« blickt er auf die mittlerweile 55 Mitglieder des Fördervereins, die man nach der Gründung im Oktober 2014 mit damals noch 25 Mitgliedern bereits gewinnen konnte.

Erweiterung des Museums

Die Erweiterung des Museums sei ein Grund gewesen, den Förderverein ins Leben zu rufen. »Das Team hat viel Arbeit, und diese wollen wir unterstützen – finanziell und ideell«, bemerkte er. Als man sich ein Projekt für 2016 überlegte, lag ein »Schlössle-Modell« nahe. »Nicht ganz billig, aber umso schöner. Wir freuen uns über die heutige Übergabe. Dies bedeutet für den Förderverein eine sinnvolle Arbeit, wie wir sie uns vorstellen«.

Julia Lauer, wissenschaftliche Volontärin des Museums, erläuterte auch den Inforaum. Darin erhalten die Besucher bereits jetzt viele Informationen über die Erweiterung generell und das Gebäude, das ab 2018 im Original zu sehen sein wird. Welch wechselvolle Geschichte es hat, wie es ins Museum passen wird und mit Geschichten aus dem Alltag der Familie, die zuletzt darin lebte, über all das wird informiert. Angefertigt wurde das Modell von Rüdiger Löbbecke aus Iffezheim in 112 Arbeitsstunden, mit unterschiedlichen Materialien und im Maßstab 1:30.

»Neue Themenfelder«

Thomas Hafen zeigte sich »sehr glücklich« über das Modell, das dauerhaft in die Ausstellung integriert werden wird. Mit dem Effringer Schlössle werde jetzt auch der Nordschwarzwald erobert. Damit würden sich ganz neue Themenfelder ergeben. Er erläuterte, warum das Museum nicht noch ein Holzhaus brauche, und wie man schrittweise den gesamten Schwarzwald künftig abdecken werde. »Der älteste Balken aus dem Schlössle stammt von 1406. Nach verschiedenen Untersuchungen können wir acht Bauabschnitte am Gebäude festmachen. Es hatte auch mal einen Turm und war Teil einer großen Gesamtanlage«, sind schon allein am Modell alle Geschichten aus den letzten 600 Jahren spannend.

Viele Überlegungen

Und es geht gerade so weiter: Denn wie löst man die technischen Probleme? Wie richtet man das Gebäude aus der Zeit um Ostern 1972 ein – und wirft man Essensreste für die Hühner wie früher aus dem Fenster? »Es sind viele Entscheidungen zu treffen«, machte er deutlich, wie viele Überlegungen hinter jeder einzelnen Entscheidung stecken. Sogar die Original-Bepflanzung wurde abgenommen, die derzeit gehegt und gepflegt wird.

»Für die Gemeinde ist das eine weitere Perle, wir sind sehr stolz und profitieren alle davon«, sagte Bürgermeister Siegfried Eckert.

Autor:
Petra Epting

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