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Kinzigtal

Prüfungsprojekt ganz närrisch

Großer Lerneffekt: Vier Wolfacher Neuntklässler arbeiten die Aspekte der heimischen Fasnet auf
22. Juni 2012
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Der Bau eines Insektenhotels oder die Organisation einer Kaffeetafel für Senioren war ihre Sache nicht. Für vier Wolfacher Neuntklässler der Graf-Heinrich-Schule stand schnell fest, dass sie sich für den Hauptschulabschluss einer Projektprüfung über die Fasnet stellen wollten.

Der Bau eines Insektenhotels oder die Organisation einer Kaffeetafel für Senioren war ihre Sache nicht. Für vier Wolfacher Neuntklässler der Graf-Heinrich-Schule stand schnell fest, dass sie sich für den Hauptschulabschluss einer Projektprüfung über die Fasnet stellen wollten.

Von Hans Geiger

Wolfach. Für den wichtigsten Teil der Hauptschulprüfung stand für zwei Kirnbacher und zwei Wolfacher Neuntklässler schnell fest, dass sie sich dem fast unüberschaubaren Feld der Wolfacher Fasnet widmen wollten. Verlockend schien ihnen die Aussicht, das Hobby mit dem Notwendigen zu verbinden. Julia Schillinger, Adrian Müller (beide Wolfach) und Patrick Maier (Kirnbach), während der fünften Jahreszeit schwarze Röslehansel aus Überzeugung, griffen schnell die Idee ihres Kirnbacher Mitschülers Jan Hildbrand (an Fasnet ein Schellehansel) auf.

Schon während der vergangenen Fasnet widmeten sie sich ihrem Projekt mit Herzblut und Ehrgeiz. Die große Herausforderung bestand darin, ein Projekt durchzuziehen, das noch niemals zuvor angegangen worden war. Ideen wie der Bau eines Spielgeräts für einen Kinderspielplatz oder die Organisation einer Kaffeetafel für Senioren sind da eher schon Routine. Schon allein die Originalität des Unterfangens mag für die Zustimmung bei den Lehrerinnen Sabine Zuckschwerdt-Oehler und Evi Zimmermann gesorgt haben und die jungen Narren konnten loslegen.

Sie wandten sich vielen Aspekten der Fasnet zu, widmeten sich der Geschichte, Liedern, Sprüchen und Orden, stellten die Häs und das Narrenblättle vor, befassten sich mit Struktur und Organisation, erzählten über den Kleinen und Großen Narrenrat der Freien Narrenzunft und wagten auch den Blick über den Tellerrand zum schwäbisch-alemannischen Brauchtum. Sie ließen die Umzüge nicht aus, kamen auf den Stadtschmuck zu sprechen und ein Kapitel galt Wolfachs närrischem Urgestein Josef Krausbeck. Dazu gesellte sich ein Interview mit Narrenvater Hubert »Vitus« Kessler und seinem Stellvertreter Wilfried Schuler. Das Füllhorn an Informationen wurde geordnet und schließlich fein säuberlich per Power Point präsentiert.

Viel Neues erfahren

Ein Nebeneffekt: Die überzeugten jungen Hästräger haben während ihrer Arbeit viel Neues über das närrische Metier erfahren, obwohl sie damit aufgewachsen sind und auch wenn sie mit ihrer Bewertung letztendlich unzufrieden waren. Ihr Aufwand sei nicht berücksichtigt worden, finden sie, und denken an Mitschüler, die sich ihr Projekt mit Hilfe des Internets wesentlich einfacher gemacht haben.

Dafür hat das Unterfangen das Quartett noch mehr an die lokale Fasnet geschmiedet. Sie freuen sich schon auf die nächste, an der sie wieder im Häs laufen werden, vielleicht beim Wohlauf mitmachen und der eine oder andere mit den Kaffeetrommlern durchs Städtle ziehen wird. Zu klären bleibt noch eine Frage, der sie sich zuwenden können, wenn sie älter sind. Angesichts der Tatsache, dass auch die Eltern des Quartetts teilweise Hästräger sind, wäre interessant zu klären, ob es ein Fasnets-Gen gibt, das vererbt wird. Der Verdacht liegt nahe.

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Autor: 
Geiger Hans

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