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Lahr/Kehl:

Rap-Duo Zweierpasch tourt eine Woche durch Kasachstan

Einsatz auf Einladung des Goethe-Instituts und des Institut Français / Interkultureller Austausch
17. Oktober 2016
&copy PR/Peter Herrmann

Till und Felix Neumann sind wieder im Namen der Völkerverständigung unterwegs: Am Freitag sind die beiden Zwillingsbrüder, die zusammen das bekannte Rap- und Hip-Hop-Duo Zweierpasch bilden, zu einer einwöchigen Tournee nach Kasachstan aufgebrochen.

»Go East« heißt dieser Tage das Motto für das Rap- und Hip-Hop-Duo Zweierpasch. Ihr jüngstes Tour-Projekt führt den Kehler Felix Neumann, der als Pädagoge in Lahr beim Jugendmigrationsdienst arbeitet, und seinen in Freiburg lebenden Zwillingsbruder Till nach Kasachstan. Am Freitag bestiegen sie in Frankfurt den Flieger, der sie in den Kaukasus bringt.
Es ist bereits ihr zweiter Trip in eine ehemalige Teilrepublik der früheren Sowjetunion. Bereits im vergangenen Jahr tourten sie durch die krisengeschüttelte Ukraine. Trips zu für westliche Musiker eher ungewöhnliche Ecken des Globus sind für die beiden Zwillingsbrüder durchaus nichts Ungewöhnliches: So waren sie im Auftrag der deutschen Botschaft 2012 in Mauretanien (Westafrika) unterwegs, um in einem Rap-Projekt mit jungen Afrikanern zu arbeiten; weitere Projekte führten sie nach Mali oder nach China.

Brücken bauen, Grenzen überwinden
Fast immer sind sie im Namen der Völkerverständigung unterwegs: Über Rhythmus, Sprache und Kreativität Brücken bauen, Grenzen überwinden – auch die in den Köpfen, den interkulturellen Austausch und die politische und kulturelle Bildung fördern – das ist ihr Credo. 

»Wir sind Deutsch-Franzosen geworden«
Von ungefähr kommt das nicht: Nach ihrem Abitur haben die beiden Brüder längere Zeit in Frankreich gelebt. »Wir sind Deutsch-Franzosen geworden«, sagt Felix Neumann. Die Geschichte Deutschlands und Frankreichs sei ja auch gekennzeichnet durch den Wandel von Erzrivalität zu friedlichem Miteinander und Freundschaft. Das könne auch ein Beispiel für Menschen in anderen Teilen der Welt sein. Und so weltoffen, wie sie geistig sind, so offen sind sie auch in musikalischer Hinsicht: So bauen sie auch viele Elemente aus Jazz, Funk und anderen Musikkulturen in ihre Songs ein.

Konzerte in Astana, Almaty und in Karaganda
Die Tour durch Kasachstan kam – wie schon der Trip in die Ukraine – auf Einladung des Goethe-Instituts und des Institut Français zustande, erzählt Felix Neumann. Nach ihrer Ankunft haben sie sich zunächst mit kasachischen Musikern getroffen, mit denen sie vor Ort zusammenarbeiten wollen – alles Musiker um die 20, die ebenfalls in Bands spielen. Erst einmal wird drei Tage lang geprobt, und danach stehen drei Konzerte auf dem Programm: in Astana, der früheren Hauptstadt Almaty und in Karaganda. Zudem sind auch Rap- und Sprach-Workshops für kasachische Jugendliche geplant, die von Zweierpasch im Vorfeld der Konzerte angeboten werden.

»Das erweitert den Horizont«
Die beiden Musiker sind schon sehr gespannt, berichtete Felix Neumann am Freitag kurz vor dem Abflug unserer Zeitung. »Wir wissen eigentlich nur, dass es dort einen Weltraum-Bahnhof gibt und einen autokratisch herrschenden, aber offenbar ziemlich populären Präsidenten – aber ansonsten kennen wir das Land überhaupt nicht.« Aber vielleicht wird’s ja ähnlich wie vor Jahresfrist in der Ukraine. »Das war eine großartige Erfahrung«, erzählt Felix Neumann. »Wenn man Musiker trifft, die andere Musik machen und eine andere musikalische Sozialisation erlebt haben, bringt dich das immer weiter. Zu vielen Leuten, die wir da getroffen haben, haben wir immer noch Kontakt.« Und: Man habe etwas von dem »spirit«, dem »Geist« gespürt, der das Leben dort prägt. »Das erweitert den Horizont.«

Neues Album und weitere Projekte
Derzeit arbeitet das Rap-Duo an einem neuen Album – und vielleicht werden sie im einen oder anderen Song auch Eindrücke ihrer Kasachstan-Tour verarbeiten. Auch sonst haben sie noch einiges vor in diesem Jahr. So beteiligen sich Zweierpasch am kulturellen Integrationsprojekt »Together as One« für Flüchtlinge aus aller Welt. Den Abschluss des Projekts wollen sie übrigens in Lahr feiern – und zwar mit einem Konzert im Rahmen der »Interkulturellen Tage« am 17. November im »Schlachthof«.

Autor:
Michael Müller

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