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Offenburg

Buch über bekannte Persönlichkeiten auf Waldbachfriedhof

Cornelia Kalt-Jopen und Martin Ruch haben "Wer liegt denn da?" geschrieben
20. März 2017
&copy Stephan Hund

Einen wichtigen Beitrag zur Offenburger Stadtgeschichte liefert das neue Buch »Wer liegt denn da?« von Cornelia Kalt-Jopen und Martin Ruch. Auf 144 Seiten werden 46 bekannte Persönlichkeiten aus Offenburg vorgestellt, die auf dem Waldbachfriedhof beerdigt sind.

»Gibt es das auch irgendwo zum Nachlesen?« wurde Cornelia Kalt-Jopen, Vorsitzende des Förderkreises Historischer Waldbachfriedhof, während ihrer Friedhofsführungen auf dem Waldbachfriedhof immer wieder gefragt. Diese Frage kann Kalt-Jopen nun bejahen. Gemeinsam mit dem Offenburger Historiker Martin Ruch hat sie das Buch »Wer liegt denn da? Persönlichkeiten auf dem Offenburger Waldbachfriedhof« geschrieben. 

»Das Buch soll einen Beitrag zur Erinnerungskultur liefern«, sagt Kalt-Jopen. »Es ist handlich, sodass man es auf den Waldbachfriedhof mitnehmen und vor Ort verwenden kann.« Insgesamt 46 berühmte Offenburger Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik werden darin portraitiert – überwiegend Männer, beispielsweise Franz Burda, Anton Tonoli und Georg Monsch. 

Ein paar bekannten Frauen haben sich Kalt-Jopen und Ruch natürlich aber auch gewidmet. »Darunter Gretel Haas-Gerber, Anna von Heimburg und die Jüdin Silvia Cohn.« Gerne hätten die zwei Autoren auch noch Amalie Tonoli portraitiert, »aber deren Grab wurde leider vor Jahren abgeräumt«, bedauert Kalt-Jopen. Sie und Ruch berichten, dass unter den 46 Persönlichkeiten aber nicht nur »Gutmenschen« seien. Es gebe, so Kalt-Jopen, auch diskussionswürdige Personen. Als Beispiel nennt sie Otto Wacker, Begründer der Offenburger NSDAP und späterer Minister des Kultus und Unterrichts und Mitglied für den Wahlkreis Baden im Reichstag. 

Inspiration für andere

Das Buch solle auch als Inspiration für andere Städte mit historischen Friedhöfen dienen, erklärt Ruch. Es ginge aber auch darum, das Interesse für den Waldbachfriedhof bei den Offenburgern wachzuhalten beziehungsweise zu wecken. Der 2009 gegründete Förderkreis Historischer Waldbachfriedhof setzt sich mit insgesamt 191 Mitgliedern für den Erhalt des denkmalgeschützten Friedhofs ein und ist Herausgeber von »Wer liegt denn da?«. 

Einst viele Gräber

An dem Buchprojekt beteiligten sich außerdem die Friedhofsverwaltung beziehungsweise die TBO, der Fachbereich Kultur und das Museum im Ritterhaus, erzählt Kalt-Jopen.
Ruch erinnert sich zurück an die 50er-Jahre. Damals sei der Friedhof übersät mit Gräbern gewesen. Man habe sich dort getroffen und die Gräber von ehemaligen Offenburgern besucht. Heutzutage ist er weitaus mehr: Bestattungsort, Park und stadtgeschichtliches Kulturdenkmal.

»Durch die Arbeit an dem Buch habe ich unglaublich viel gelernt. Jetzt habe ich bei meinen Führungen noch mehr zu erzählen«, sagt Kalt-Jopen mit einem Lächeln im Gesicht. Bei der rund einjährigen Zusammenarbeit an dem Buch haben die beiden Autoren gut harmoniert, berichten sie. Einem zweiten Teil stünde also nichts im Wege. Ausreichend Stoff liefere der Waldbachfriedhof dafür alle mal. 

 

Autor:
Michele Gerstl

Info

»Wer liegt denn da?«

Erhältlich ist das Buch »Wer liegt denn da?« für 12,80 Euro im Buchhandel sowie bei der Friedhofsverwaltung auf dem Weingartenfriedhof und im Museum im Ritterhaus. 

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