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Drei neue stationäre Blitzer in Offenburg geplant

Nicht mehr zeitgemäße Starenkästen sollen zudem durch moderne Anlagen ersetzt werden
12. Januar 2016
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Die überholten Starenkästen in Offenburg sollen in die Mottenkiste kommen. Stattdessen will die Stadt moderne Messgeräte anschaffen, die in beide Fahrtrichtungen blitzen können. Außerdem soll die Zahl der Standorte mit stationärer Geschwindigkeitsüberwachung von fünf auf acht erhöht werden. Als neue Standorte stehen Moltkestraße, Rammersweierstraße und die Zufahrt zum Messekreisel zur Debatte.

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12.01.2016 - Ortenau Aktuell

Man stelle sich vor: Die derzeitigen Starenkästen­ in Offenburg werden aktuell mit einer Kamera bestückt, die noch mit Nassfilmtechnik arbeitet. Bevor man also ein Foto von Geschwindigkeitssündern zur Hand hat, müssen erst wie in grauer Vorzeit Filme entwickelt und Abzüge gemacht werden. Allein dieses Beispiel zeigt, dass die derzeitige Anlage »nicht mehr zeitgemäß ist«, wie auch Daniel Hetzel betont. Dem Teamleiter des Gemeindevollzugsdiensts fallen aber noch weitere Gründe ein, weshalb er dem Gemeinderat eine Modernisierung der Überwachungsanlage empfiehlt. Am Mittwoch, 20. Januar, ab 18 Uhr im Technischen Rathaus wird der Verkehrsausschuss darüber beraten.
Die jetzigen fünf stationären Anlagen funktionieren mit Kontaktschleifen in der Fahrbahn. Ist ein Autofahrer zu schnell unterwegs, wird die Kamera ausgelöst. Die Kontrollen könnten aber nur in der Richtung erfolgen, in der die Kontaktschleifen in die Fahrbahn eingelassen seien, führt Hetzel aus. Das hat zur Folge, dass Raser teilweise auf der anderen Fahrbahnseite an der Kontrollstelle vorbeifahren. Außerdem müssten die jetzigen Anlagen halbjährlich gewartet und jährlich geeicht werden. Die Sensoren in der Fahrbahn müssten überdies ausgetauscht werden, wenn die Signale zu schwach seien – summa summarum ein ziemlich hoher Aufwand.
Hetzel schlägt deshalb vor, die Starenkästen durch moderne Säulenanlagen zu ersetzen. Letztere bräuchten keine Einbauten in der Fahrbahn, seien wartungsfreundlich und könnten in beide Fahrtrichtungen blitzen. Außerdem seien sie mit digitaler Fototechnik ausgestattet. Rund 180 000 Euro würde die Anschaffung der neuen Anlage kosten.

Ein Jahr abwarten

Gleichzeitig will die Stadt zu den bestehenden Anlagen in den Ortsteilen Waltersweier, Elgersweier, Griesheim, Bühl und Weier auch in der Kernstadt stationäre Blitzer installieren. Als Standorte schlägt Hetzel Moltkestraße, Rammersweierstraße und die Zufahrt zum Messekreisel vor, allesamt Unfallschwerpunkte oder stark von Fußgängern und Radfahrern frequentierte Straßen. Da aber erst vor Kurzem verkehrsregelnde  Maßnahmen an diesen Standorten erfolgt sind (Tempo 30), will die Stadt laut Hetzel erst abwarten, wie sich dies auswirkt. Folglich soll erst in einem Jahr entschieden werden, ob die stationären Anlagen aufgestellt werden. »Messungen« sollen bis dahin weitere Erkenntnisse für die Entscheidung bringen.

Autor:
Christian Wagner

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Hintergrund

Weiter nur mit einer Kamera bestückt

Fünf stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen gibt es derzeit in Offenburg. Die Blitzer in Bühl, Elgersweier, Griesheim und Waltersweier wurden 1994 eingerichtet. 2003 wurde der stationäre Blitzer in Weier in Betrieb genommen.  
Bislang kann der Verkehr nur auf der Fahrbahnseite überwacht werden, auf der Kontaktschleifen eingebaut sind. Im Juli ließ die Stadt von einer externen Firma an allen fünf Standorten den Verkehr in beiden Fahrtrichtungen überwachen. Das Ergebnis zeigte in Fahrtrichtung Überschreitungen von 1,92 Prozent der Fahrzeuge, in der Gegenrichtung waren es 12,83 Prozent. Für Susanne Spinner und Daniel Hetzel vom Gemeindevollzugsdienst ist dies »ein starkes Argument für die Aufrüstung der Anlagen zur Messung in zwei Richtungen«.
Die Auswertung der Mess­ergebnisse habe weiter gezeigt, dass die Starenkästen selbst dann Wirkung hätten, wenn sie nicht mit einer Kamera bestückt seien. Deshalb spricht aus Sicht von Spinner und Hetzel vieles dafür, auch zukünftig bei den Säulenanlagen nur eine Kamera einzusetzen.

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