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7 Euro Eintritt pro Tag

Freizeitbad: Stadtspitze präsentiert das Preiskonzept

Verschiedene Ermäßigungen / Eröffnung am 22. Juli
16. März 2017
&copy Grafik: Christel Stetter

Der Eintritt fürs neue Freizeitbad kostet sieben Euro für Erwachsene, ermäßigt vier Euro. Daneben ist ein ganzes Bündel an Ermäßigungen vorgesehen. Überraschenderweise gibt es auch eine Jahreskarte. Sie ist für 350 Euro zu haben. Das gab die Stadtspitze am Mittwoch bekannt. Ab 22. Juli wird Offenburgs neuer Badepalast täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet sein.

Mit Spannung wurde das Betriebskonzept fürs neue 38,7 Millionen Euro­ teure Freizeitbad erwartet. Am Mittwoch stellten OB Edith Schreiner, die Bürgermeister Hans-Peter Kopp und Oliver Martini sowie Badgeschäftsführer Stefan Schürlein das Paket vor, das der Aufsichtsrat der Offenburger Badbetriebs GmbH in zwei Sitzungen festgezurrt hat. Es muss am 27. März noch vom Gemeinderat beschlossen werden.

»Das neue Angebot ist ein Quantensprung – und ich glaube, dafür ist unsere Preispolitik sehr moderat«, schickte OB Edith Schreiner voraus. Das Betriebskonzept im Detail:

Die Öffnungszeiten: »Einheitliche Öffnungszeiten zu schaffen«, das war Badchef Schürlein sehr wichtig. Folglich soll das Bad jeden Tag von 10 bis 22 Uhr geöffnet haben. »Das kann sich jeder merken, ohne nachdenken zu müssen«, so Schürlein. Frühschwimmen ist dienstags und donnerstags von 6.30 bis 8.30 Uhr. 

Die Einweihung: Am 20. Mai schließt das alte Hallenbad. Gleichzeitig beginnt dann die Pre-Opening-Phase fürs Freizeitbad mit dem Hochfahren der Technik und dem Einspielen der Abläufe für die 19 Bad-Mitarbeiter. Am 21. Juli findet laut Schürlein die offizielle Einweihung statt, ab 22. Juli darf die Bevölkerung das Bad in Beschlag nehmen.

Die Eintrittspreise: Das maximale Defizit soll 1,4 Millionen Euro betragen, das entspricht dem Minus, das bisher durch Hallenbad und Stegermattbad eingefahren wurde. Bei kalkulierten 200 000 Badbesuchern pro Jahr ergibt dies laut Schürlein einen Zuschussbedarf der Stadt von rund sieben Euro pro Besucher. Im Vorfeld der Preisgestaltung habe man die Preise der Schwimmbäder der Region studiert. Am ähnlichsten sei vom Angebot her das Panoramabad Freudenstadt, dort kostet eine Tageskarte 11,80 Euro, ermäßigt 9,90.

Offenburg reiht sich nun preislich sogar darunter ein. Erwachsene zahlen sieben Euro pro Tag (ermäßigt vier Euro), ein Zwei-Stunden-Tarif kostet vier Euro (ermäßigt 2,50 Euro). Kinder unter einem Meter baden gratis. Es gibt eine Tagesfamilienkarte für 18 Euro sowie eine Jahreskarte (350 Euro Erwachsene, 210 Euro Kinder/Ermäßigte). Schürlein merkte hierzu an, dass es sich um ein Ganzjahresangebot handle. Sprich: »Bei uns kann man immer ins Bad gehen!«, wie Kopp ergänzte.

Die Ermäßigungen: Mit Wertkarten lässt sich Geld sparen. »Wer 50 Euro bezahlt, kann für 60 Euro baden – das entspricht einem Preisvorteil von knapp 17 Prozent«, so Schürlein. Außerdem gebe es Ermäßigungen mit dem Familienpass, Sozialpass und Seniorenpass. Deren Inhaber erhalten subventionierte Wertkarten für einen geringen Eigenanteil. Die Grenzen für den Familienpass sind in Offenburg weit gesteckt: Wenn etwa ein Ehepaar mit drei Kindern ein Einkommen von bis zu 5500 Euro Brutto im Monat hat, erhält es einen Familienpass. Insgesamt seien in Offenburg 4000 Familien bezugsberechtigt, so Kopp. Er rechnet mit 160 000 Euro Zuschuss der Stadt für die subventionierten Badnutzer.

Für Offenburger Kinder soll es im Sommer überdies im Rahmen des Ferienprogramms »für kleines Geld« die Möglichkeit geben, ins Bad zu gehen, so Schürlein.

Die Sauna: Bei der Sauna rechnet Schürlein aufgrund der Attraktivität mit einer Verdopplung der Besucherzahlen. Sie ist ebenfalls täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Das Tagesticket kostet 19 Euro (ermäßigt 16 Euro), ein Drei-Stunden-Tarif 15 Euro (ermäßigt zwölf Euro). Auch hier gibt es eine Wertkarte: Wer 200 Euro bezahlt, kann für 220 Euro saunieren. Eine Jahreskarte habe man auch aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt, so Schürlein: »Mehr als zweimal pro Woche saunieren ist nicht ratsam.«

Autor:
Christian Wagner

Hintergrund

Und der Name?

Am Montag, 27. März, 17 Uhr, im Salmen entscheidet der Gemeinderat auch über den künftigen Namen des Freizeitbads. Aus 366 Vorschlägen eines OT-Namenswettbewerbs hat der Bad-Aufsichtsrat die zwei Favoriten »Freizeitbad Offenburg« und »Freizeitbad Stegermatt« ausgewählt. Die Fraktionen dürfen aber noch eigene Vorschläge einbringen, so OB Edith Schreiner. Die gewählten Vorschläge seien nicht die innovativsten, aber bildeten das Freizeitbad als »eierlegende Wollmilchsau« am besten ab, so Badchef Stefan Schürlein.  

Hintergrund

Hitzige Debatte

Auf der Facebook-Seite www.facebook.com/christian.wagner.offenburger.tageblatt/ wurde das Preiskonzept fürs neue Freizeitbad gestern bereits hitzig diskutiert. Der überwiegende Teil der User kritisierte den Eintrittspreis als »viel zu hoch« und »nicht familienfreundlich«. Sarkastisch wurde auch angemerkt, dass selbst die Jahreskarte im Europa-Park Rust (195 Euro) günstiger sei als jene fürs Freizeitbad (350 Euro). Wir werden nächste Woche eine Auswahl der Kommentare im ­Offenburger Tageblatt veröffentlichen.

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