Offenburg

Gemeinsam statt anonym

Ursula Gross
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30. August 2014

Freuen sich auf das gemeinsame Wohnen im neuen Zuhause (von links): Egon Ketterer, Heinz Bußmann, Ajmal Qurbanshah und Christel Kray. ©Ulrich Marx

Das neue Gebäude der Stadtbau hinter dem alten Gefängnis füllt sich nach und nach mit Leben. Der Umzug der neuen Bewohner läuft auf Hochtouren. Gemeinsam starten sie das erste Mehrgenerationen-Projekt in Offenburg. Bundesweit gibt es bereits 400 solcher Projekte.
 

Das neue Mehrgenerationen-Wohnprojekt-Offenburg am Bürgerpark ist Stadtgespräch. Ist es eine
Wohngemeinschaft, eine Rentnerkommune, oder eine Art Großfamilie?, rätseln viele. Von alledem nichts, wie ein Besuch vor Ort zeigte. »Im Mehrgenerationenhaus hinter dem alten Gefängnis werden Menschen aller Altersgruppen unter einem Dach leben. Sie gehören dem Verein »Mehrgenerationen-Wohnprojekt-Offenburg« (MWO) an. Bundesweit gibt es laut Vereinsmitgliedern um die 400 solcher Projekte. In Offenburg überwiegen die etwas älteren Mieter, aber auch junge Leute sind eingezogen.
Die Zusammensetzung spiegele eigentlich die demographische Situation der Bundesrepublik wider. Für insgesamt 18 Parteien sind Zwei-, Drei- und Vierzimmer-Miet-Wohnungen entstanden. Die  ersten 15 Mieter haben sich gerade einquartiert oder befinden sich noch im Umzug.
Elf Leute sitzen im Gemeinschaftsraum des Mehrgenerationenhauses in der Stegermattstraße 20 und gönnen sich eine Kaffeepause. »Elke und Eva haben Kuchen gebacken.« Doch dann geht es weiter im Umzugsstress – Thema sind die Schlüssel für Keller und Gemeinschaftsraum. Jeder kommt bei der ausführlichen Diskussion zu Wort. Am Ende steht ein einstimmiger Beschluss: »Die Tür zum Gemeinschaftsraum bleibt offen.«
Keine Rolle festgelegt
Der Gemeinschaftsraum charakterisiert am besten, was das gemeinschaftliche Wohnen ausmachen kann. Man trifft sich dort zwanglos und auch für den siebenjährigen Paul könnte das eine tolle Sache werden. Er wird, wie von seiner Mama gewünscht, viele Ansprechpartner im Haus finden.
Aber auf keinen Fall werde Kinderbetreuung oder Mithilfe bei eventueller
Pflegebedürftigkeit verlangt, das Konzept des Projektes lege aber für keinen eine verbindliche Rolle fest, betont Heinz Bußmann, Vorsitzender des Hausvereins. Er und seine Stellvertreterin Barbara Panter koordinieren, wenn mehrere das gleiche Anliegen haben, oder technische Sachen, aber auch Versammlungen und Treffen. Bereits der Einzug aller Parteien sei eine logistische Herausforderung gewesen, der neue Hausverein hat einen Plan dafür erstellt. Nach über einem Jahr Zusammenarbeit ist zu sehen, dass man sich kennengelernt hat und dass die Freude über das gemeinsam geschulterte Projekt vorherrscht.
Yvonne Finck war und ist Frontfrau, als es darum ging, das Mehrgenerationen-Wohnen in Offenburg zu etablieren. Zwei Wohneinheiten sind noch zu vergeben. »Die Vierzimmer-Wohnung am liebsten an eine junge Familie«,  bei der Zwei-Zimmerwohnung sei man offen. »Das können Alleinstehende, Studenten, Mieter sein, die Wohnzuschuss erhalten, ganz gleich.« Die Mieten bewegen sich im Mittelfeld der Offenburger Mietpreise. Der Hausverein hat im Übrigen Mit­entscheidungsrecht bei der Frage, wer einzieht. Nur offen, freundlich und auch ein bisschen flexibel sollten die Nachzügler sein. Und bislang? Offen, freundlich und flexibel, scheinen auch die »Pioniere« in Sachen Mehrgenerationen-Wohn-Projekt.

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