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Nach 20 Jahren aufs Westernreiten umgesattelt

Reiner Bürkle hatte das Reiten schon aufgehört, da brachte ihn die Westernreiterei wieder in den Sattel
04. Oktober 2014
&copy Matthias Jundt

Seit der Kindheit beschäftigte sich Reiner Bürkle (65) mit Pferden. Als er 28 Jahre alt war hörte er damit auf – für 20 lange Jahre. Zurück zu den Pferden brachte ihn ein Freund und eine neue Disziplin: das Westernreiten.
 

Schutterwald. Die gängigeren Disziplinen im Pferdesport sind die Dressur und das Springreiten. Reiner Bürkle jedoch ist Westernreiter. Ein Freund brachte ihn zu dieser Art des Reitens, nachdem er volle 20 Jahre auf keinem Pferd gesessen war.
Die Ausrüstung ist umfangreich: Ein Western-Sattel und-Pad (die Unterlage), ein Snaffel Bit (das Mundstück), Hut, Hemd, Reithose, Gürtel mit spezieller Schnalle, Chaps mit Fransen, Stiefel und Sporen – das alles trägt ein Westernreiter bei Wettbewerben.
Schon als Kind mit etwa elf Jahren war Bürkle fasziniert von Pferden. Er sah immer den Bauern zu, wie sie mit ihnen arbeiteten und durfte sich ab und zu auf die Rösser setzen und diese, am Arbeitswagen befestigt, reiten: »Das waren sehr große und starke Pferde«, erinnert er sich. Sonntagsmorgens ging er zudem zum Reitverein Schutterwald und schaute beim Training zu. Das tat er nach der Kirche »oder auch mal währenddessen«, erinnert er sich, »im Sonntagsanzug und Slippern«, fügt er mit einem Lächeln an.
Mit 14 Jahren begann er an Turnieren teilzunehmen. Weil der Pferdesport kostenintensiv ist, waren seine Eltern zunächst nicht begeistert über die neue Leidenschaft des Sprösslings. Das Pferd, es hörte auf den Namen „Alpha“, bekam der heute 65-Jährige vom Bauern aus der Umgebung gestellt. Zu Beginn sei es ein hartes Training gewesen: »Ich bin häufiger abgeschmissen worden«, erinnert sich Bürkle. Nach vielen Turnieren legte er mit 28 Jahren eine Pause vom Reitsport ein.
Als Zuschauer war er aber immer noch bei Reitveranstaltungen dabei. Erst ein Freund, der dem Westernreiten frönte, konnte Bürkles Leidenschaft neu entfachen – und natürlich ein ganz besonderes Pferd. »Jacky« hieß es und es brachte Bürkle sogar dazu, eine Reitbeteiligung am Quarterhorse zu erstehen. Der Schutterwälder begann das Westernreiten und fuhr etliche Erfolge ein. Seit einiger Zeit ist das Pferd aber schon auf einer Weide in Bayern. Jetzt habe er ein schönes Leben.
Weil Bürkle so Gefallen an der Westernreiterei gefunden hatte, kaufte er sich »Little Power Sam«. Die Suche nach dem Pferd dauerte ein halbes Jahr. Denn seine Lebensgefährtin, Gisela Fuchs (65) fing erst mit dem Reiten an und brauchte ein Pferd, das geduldig war. Seit Februar 2005 ist »Sam« schon im Besitz Bürkles und seiner Lebensgefährtin. Mit diesem Pferd tritt Bürkle immer noch zu Turnieren an: »Leider sind die meisten 200 Kilometer oder weiter entfernt«, sagt er.
Seit Mai ist Bürkle pensioniert und kann drei- bis viermal pro Woche im Stall nach dem Rechten schauen. Am Westernreiten gefällt ihm, dass es angenehm ist. Der Sattel sei großzügig geschnitten und die Pferde werden an der lange Leine geführt. Und wenn es seine und die Zukunft des Pferdes zulassen, will Bürkle dem Westernreiten noch lange erhalten bleiben.

Autor:
Matthias Jundt

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