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Offenburg

Tempo 30 ist noch umstritten

Der Verkehrsausschuss diskutierte über das Verkehrskonzept für das neue Baugebiet »Seitenpfaden«
23. Juni 2012
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Rund eine Million Euro will die Stadtverwaltung in den nächsten Jahren in die Hand nehmen, um das geplante Baugebiet »Seitenpfaden« in Sachen Verkehr zu erschließen. Im Verkehrsausschuss gab es vor allem Vorbehalte gegen einen Vorschlag: die Fessenbacher Straße in eine 30er-Zone umzuwandeln.

Offenburg. Spätestens in fünf Jahren werden die Fessenbacher und die Ortenberger Straße ihr Gesicht wohl völlig verändert haben. Im Zusammenhang mit dem neuen Baugebiet »Seitenpfaden« sollen beide Verkehrswege in einigen Abschnitten komplett neu gestaltet werden. Entsprechende Vorschläge der Stadtverwaltung sind am Mittwochabend im Verkehrsausschuss diskutiert worden.

Weitestgehend Zustimmung gab es aus dem Gremium für den Verwaltungsvorschlag, die Fessenbacher Straße zu verengen, mit Mittelinseln zu versehen, um den Übergang zu vereinfachen, und damit eine Verbindung vom »Seitenpfaden« zum gegenüberliegenden Wohngebiet zu schaffen. Ebenso sprachen sich die Ausschussmitglieder mit großer Mehrheit dafür aus, die Ortenberger Straße für etwa 150 000 Euro unter anderem mit separatem Geh- und Radweg auf der Ostseite und Querungshilfen zu versehen. Dort ist ebenfalls angedacht, an der Einmündung der Fessenbacher in die Ortenberger Straße einen Kreisverkehr zu errichten. Dieser würde nochmals 375 000 Euro kosten.

Uneins waren sich die Stadträte beim Vorschlag, in der Fessenbacher Straße gleichzeitig die Geschwindigkeit auf Tempo 30 herabzusetzen. Angetan äußerten sich SPD und Grüne. Die Straße bekomme künftig als Schulweg eine »ganz neue Bedeutung«, sagte Heinz Hättig (SPD). »Bei Tempo 30 haben wir ein kleines bisschen mehr Beruhigung.« Jürgen Ochs (Grüne) verwies auf den Lärm, der auf die Anwohner zukommen werde, wenn man Tempo 50 beibehalte: »Ich glaube nicht, dass die Leute sich das noch gefallen lassen.«

Albert Glatt (CDU) hingegen brachte seine Sorge darüber zum Ausdruck, dass die Autofahrer dann in die Grimmelshausenstraße oder in die Hölderlinstraße ausweichen könnten. »Die wirklichen Tempo-30-Zonen werden darunter leiden.« Wolfgang Schrötter (Freie Wähler) sagte: »Das lehnen wir kategorisch ab.« Es sei ein Fehler, eine Geschwindigkeitsreduzierung mit mehr Sicherheit gleichzusetzen.

»Es gibt keine zwangsläufige Kupplung von Gestaltung und Geschwindigkeit«, versicherte Günter Häberle, Fachbereichsleiter für Tiefbau und Verkehr. Zudem sei noch Zeit, über die Geschwindigkeits-Regelung zu diskutieren. Aus diesem Grund einigte man sich darauf, zu einem späteren Zeitpunkt nochmals zu beraten.

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Autor: 
Florian Pflüger

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