Startseite > Lokales > Ortenau > Ex-Gengenbacher André Riehle sitzt in den Alpen fest
Ortenau

Ex-Gengenbacher André Riehle sitzt in den Alpen fest

Der Weg aus seinem Touristendorf Sankt Martin ist durch Lawinen verschüttet / Noch reicht der Vorrat
20. April 2017
&copy André Riehle&copy André Riehle

André Riehle, der kürzlich aus Gengenbach in ein Touristendorf in den Schweizer Alpen gezogen ist, wurde dort eingeschneit. Lawinen hätten die Zufahrtsstraßen verschüttet, berichtet er im Gespräch mit der Mittelbadischen Presse. Seine Vorräte reichen noch ein paar Tage.

In der zweiten Aprilwoche ist der ehemalige Gengenbacher Werbeunternehmer André Riehle zusammen mit seiner Frau Anne in das Walserdorf Sankt Martin in den Schweizer Alpen gezogen – und wie es aussieht, kommt er dort vorerst auch nicht mehr weg. Die Touristenanlage im Calfeisental auf rund 1400 Metern Höhe, die Riehle zusammen mit Partnern für einen Millionenbetrag gekauft hat, sei durch Lawinenabgänge von der Außenwelt abgeschnitten, sagte er am Donnerstag der Mittelbadischen Presse.

»An Ostern hat es einen Witterungsumschwung mit viel Neuschnee gegeben.« Von einem Berg, der rund drei Kilometer von der Walsersiedlung entfernt liegt, seien Lawinen gestürzt und hätten die Zufahrtsstraßen verschüttet. Die Wege seien nicht mehr befahrbar. Ein Stromkonzern, der in der Nähe einen Staudamm betreibt, kümmere sich um die Straßen und müsse diese erst von den Eismassen befreien.

»Besonders gefährlich«

Das kann dauern. »Uns wurde mitgeteilt, dass die Strecke voraussichtlich ab Dienstag wieder befahrbar ist«, berichtete Riehle. Bis dahin sollte er sich den Lawinen nicht nähern, besonders wenn wie gestern die Sonne scheint. »Dann ist es besonders gefährlich. Ich würde nicht bis zu den Lawinen fahren.« Am Sonntag will sich der 43-Jährige allerdings per Hubschrauber ausfliegen lassen, sollte er nicht die achteinhalb Kilometer durch den Schnee in das nächste Dorf wandern können.

In Sankt Martin können sich die Riehles frei bewegen, den Schneemassen zum Trotz, denn Lawinengefahr bestehe dort nicht. »In dem Dorf ist alles sicher«, betont der Touristikunternehmer. Für ihn scheint das Ganze sowieso einem großen Abenteuer gleichzukommen: Seine Stimme am Telefon klingt fröhlich. »Wir haben noch für mehrere Tage zu essen. Außerdem gibt es eine gute Internetverbindung und wir haben viel zu tun, um die Zimmer für die Gäste vorzubereiten.« 

Schneeromantik

Droht kein Lagerkoller, zu zweit eingeschlossen? »Nein«, sagt Riehle. »Es ist sogar romantisch. Wir genießen die Ruhe und die Einsamkeit inmitten des Schnees.«
Die ersten Touristen sollen am 30. April eintreffen, sagt der 43-Jährige. Geplant sei der Besuch einer Reisegruppe aus Offenburg. Allerdings warnt Riehle: »Sollte das Wetter schlechter werden, müssen wir absagen.«

Autor:
Marc Mudrak

Videos

21.04.2017 - ORTENAU AKTUELL

21.04.2017 - ORTENAU AKTUELL

  • WOCHENRÜCKBLICK - 22.04.2017

    WOCHENRÜCKBLICK - 22.04.2017

  • WOCHENVORSCHAU - 21.04.2017

    WOCHENVORSCHAU - 21.04.2017

  • 21.04.17 - ORTENAU|12:30

    21.04.17 - ORTENAU|12:30

  • 20.04.2017 - ORTENAU AKTUELL

    20.04.2017 - ORTENAU AKTUELL