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Mit dem Essen spielt man nicht?

Patty Jehle aus Hausach hat mit drei weiteren Studenten das Facebook-Projekt »Mensa Figures« gegründet und sorgt damit bundesweit für Aufsehen
04. Mai 2012
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Mit Essen spielt man nicht - aber mit dem, was übrig bleibt! Macht mit und zeigt uns eure Mensa Figures«: So lautet ein Aufruf auf der Internetplattform Facebook. Er stammt von vier Furtwanger Studenten, die vor einigen Monaten eine kleine Online-Aktion gestartet haben. Aus den Resten des Mensa-Essens basteln sie lustige Figuren und posten die Fotos davon in der Gruppe »Mensa Figures« auf Facebook. Mit dabei sind auch zwei Kinzigtäler: Yannick Theobald aus Berghaupten und Patty Jehle aus Hausach. Mit Kreativität und Fantasie erschaffen sie aus übrig gebliebenen Nudeln, Brokkoli und Pilzen Kultfiguren wie Biene Maja oder Kermit der Frosch - und haben es mit ihrer Kunst auch schon in die ARD, zu RTL und zu Spiegel-online geschafft.Wie seid ihr auf die Idee gekommen, aus Essensresten Figuren zu puzzeln? Yannick und Patty: Wir sitzen oft zusammen in der Mensa und begannen einmal aus Langeweile, eine Banane zu »verschönern«. Das Ergebnis war unsere »Sharkbanana«, die einer von uns auf seinem Facebookprofil veröffentlichte. Diese kleine Aktion fand so viel Zuspruch, dass wir eine Facebook-Seite gründeten und unsere Freunde dazu einluden. Dort posteten wir immer neue Kunstwerke aus unserem Essen, die von Mal zu Mal besser wurden und mehr Fans mit sich brachten. Welche Figuren bastelt ihr bevorzugt - Kindheitshelden?Yannik und Patty: Das hängt in erster Linie davon ab, was für Farben unser Essen hergibt. Am liebsten basteln wir bekannte Figuren aus der Popkultur oder aus Kindheitstagen wie beispielsweise Shrek oder Ernie & Bert. Denn es ist am schönsten, wenn man die Figur auf Anhieb wiedererkennt.Apropos basteln - wie nennt ihr das. was ihr mit dem Essen macht?Yannik und Patty: Mittlerweile würden wir unsere Mensa Figures schon als Kunst bezeichnen.Warum stellt ihr die Fotos von eurer Kunst ins Internet?Yannik und Patty: Es macht uns einfach total viel Spaß, nicht nur uns, sondern vor allem unseren Fans auf Facebook ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Ihr verwendet Essensreste für eure Kunst. Studenten, die ähnliche Aktionen im Netz laufen haben, gestalten Figuren aus der ganzen Portion - habt ihr Mutti im Hinterkopf (»Mit dem Essen wird nicht gespielt«) oder ist es sogar kreativer, mit dem zu basteln, was übrig bleibt?Yannik und Patty: Wenn wir in die Mensa gehen, ist es für uns am wichtigsten, unseren Hunger zu stillen und auf keinen Fall Essen zu verschwenden. Figuren aus ganzem Essen würde dem ziemlich im Weg stehen. Spätestens wenn wir beispielsweise Schokopudding mit Mais mischen, wäre das Essen nicht mehr genießbar. Dazu kommt, dass unser »Künsteln« Zeit in Anspruch nimmt und das Essen danach kalt wäre. Außerdem wächst mit der Herausforderung, aus den Resten etwas Schönes zu zaubern, auch die Freude über das Ergebnis. Ist dieses Projekt hilfreich für euer Studium? Yannik und Patty: Da wir Onlinemedien studieren, ist dieses Projekt schon sehr hilfreich. Von den Erfahrungen, die wir mit »Mensa Figures« machen, können wir später in den Bereichen Facebook Marketing und Öffentlichkeitsarbeit profitieren. www.facebook.com/mensa-figures

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Autor: 
Lorena Dreusicke

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