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Ortenau

Plätze für Flüchtlinge gesucht

16. März 2012
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Der Ortenaukreis rechnet damit, bis Ende des Jahres 600 Plätze für Asylbewerber vorhalten zu müssen. Derzeit stehen nur 425 zur Verfügung. Deshalb wird nicht nur in Sasbach-Obersasbach, sondern im Landkreis gesucht.

Ortenau. Der Krieg in Afghanistan, aber auch die Unruhen in Syrien, im Iran und Irak sorgen dafür, dass der Flüchtlingsstrom nach Deutschland zunimmt. »Hinzu kommen noch Menschen aus dem Balkan, Afrika und Asien«, erklärte Michael Loritz, zuständiger Dezernent beim Landratsamt auf Anfrage der MITTELBADISCHEN PRESSE. Loritz geht davon aus, dass es eine monatliche Steigerung um 15 Menschen gibt.Derzeit gibt es im Landkreis 425 Plätze, von denen 394 belegt sind. Deshalb sucht das Landratsamt Unterkünfte. »Sicher ist, dass wir 20 Plätze in Bad Peterstal bekommen«, sagte Loritz. Fast sicher sei, dass weitere 20 nach Wolfach kommen werden. Der Dezernent hofft auch, dass in Lahr (Geroldsecker Vorstadt) bis zum Jahresende 80 hinzukommen werden. »Dort sind gerade Obdachlose untergebracht, doch die Stadt baut in Lahr-Dinglingen eine neue Unterkunft, sodass wir das Gebäude in der Vorstadt zurückbekommen werden«, erklärte Loritz.Er geht auch nochmals auf die schwierige Suche in Sasbach-Obersasbach ein. Hier hat sich der Investor Grossmann dazu entschieden, das von ihm 2011 gekaufte Marienheim für etwa 100 Asylbewerber umzubauen. Doch der Gemeinderat hat sich dagegen ausgesprochen. »Nicht aus planungsrechtlichen Gründen, sondern einfach, weil er keine Asylbewerber haben will«, erläuterte Loritz.Grossmann indes interessiert der Gemeinderatsbeschluss offenbar wenig, denn er hat angekündigt, beim Landratsamt Bauantrag einzureichen. »Das Landratsamt prüft danach, ob der Bau zulässig ist und holt das gemeindliche Einvernehmen ein«, erklärt Loritz.Danach müsse der Gemeinderat zwar nochmals entscheiden, dabei gehe es aber nicht mehr um die Frage Asylbewerber ja oder nein, sondern ausschließlich um die Planung. Theoretisch hätte der Gemeinderat die Möglichkeit, diese abzulehnen.Doch damit wäre die Angelegenheit nicht vom Tisch. »Wir müssten zunächst prüfen, ob die Ablehnung rechtens ist oder nicht«, sagte Michael Loritz. Denn ein Gemeinderat könne nicht einfach beschließen, dass er keine Asylbewerber im Ort haben möchte. Denn für die Unterbringung ist der Landkreis zuständig, nicht die Gemeinde.»Wir halten das Marienhaus für ein geeignetes Objekt, jetzt liegt es am Investor, entsprechende Pläne vorzulegen«, sagte Loritz. Der Kreis sei der Gemeinde Sasbach auch entgegengekommen. Die Nutzung sei auf sieben Jahre beschränkt. So lange dauere es, Entwicklungspläne für die Gemeinde zu entwickeln. Außerdem werde mehr personelle Betreuung als üblich eingesetzt. Aber eines funktioniere für Loritz nicht: »Dass sich der Kreis verpflichtet, für sieben Jahre mögliche Defizite des Pflegeheims zu übernehmen. Das ist unrealistisch.«Hier lesen Sie das Interview mit Architekt Jürgen Grossmann über das umstrittene Flüchtlingswohnheim im Sasbacher Marienheim.

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Autor: 
Reizel Thomas

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