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Ortenau

Positives Fazit: Die Polizei zur Fasnachtszeit 2016

Fastnachtszeit ohne größere Ereignisse / Polizei zieht insgesamt positives Fazit
09. Februar 2016
&copy Symbolbild

Die Polizei vermeldet, dass die Fasnachtszeit im Bereich Offenburg insgesamt positiv verlief. Nur wenige Autofahrer mussten aufgrund ihres Alkoholkonsums aus dem Verkehr gezogen werden. In Offenburg richteten sich Übergriffe oft gegen Polizeibeamte.

Im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg können die über die Fastnachtstage eingesetzten Beamten ein durchweg positives Resümee ziehen. Wie im Vorjahr wurden schon im Vorfeld, aber auch nach Veranstaltungen vermehrt Kontrollstellen eingerichtet, bei denen das Augenmerk hauptsächlich auf das Führen von Kraftfahrzeugen unter Drogen- oder Alkoholeinfluss gerichtet war. Das teilte die Polizei in einer Pressemitteilung mit.

Hier erwiesen sich die Verkehrsteilnehmer überwiegend als verantwortungsbewusst, nur wenige Fahrer mussten aus dem Verkehr gezogen werden. Was sich erneut durchaus vorteilhaft auf die verschiedenen Veranstaltungen zur Faschingszeit auswirkte, waren die frühzeitig mit den Veranstaltern entwickelten Sicherheitskonzepte.

Dies wurde auch von Markus Huber, Leiter des Polizeireviers Haslach so bestätigt, nach dessen Wahrnehmung das Konzept sowie das Nachkommen ihrer Verpflichtungen von den Veranstaltern für einen guten Ablauf sorgte.

Das Thema Jugendschutz stand erneut an oberster Stelle. Dieses Jahr fielen auch wieder einige zum Teil erheblich alkoholisierte Jugendliche auf, die von Rettungskräften versorgt werden mussten. Die Zahlen blieben jedoch insgesamt überschaubar.

Keine großen Beanstandungen vermeldeten die Polizeireviere Achern und Kehl. Walter Kautz, Leiter des Polizeireviers Bühl, lobte die Fastnachter als "äußerst diszipliniert", was er unter anderem daran festmachte, dass sie beispielsweise viele Fahrgemeinschaften bildeten.

Auch in Rastatt und Baden-Baden verlief die Brauchtumspflege weitestgehend friedlich und ohne Störungen.

Vermehrt Platzverweise in Lahr

Im Bereich Lahr wurden während der Faschingszeit vermehrt Platzverweise erteilt, um Eskalationen durch die zumeist alkoholisierten Störer früh zu unterbinden. Präsidiumsweit registrierten die Beamten erneut: Wo es zu körperlichen Auseinandersetzungen kam, da war in aller Regel Alkohol im Spiel.

Das positive Fazit der Fastnacht lässt sich auch auf Offenburg übertragen. Allerdings kam es an einzelnen Tagen zu mehreren Gewaltdelikten im Revierbereich Offenburg, sagte Peter Dieterle, Leiter des Polizeireviers Offenburg. Die Übergriffe und Tätlichkeiten, welche teilweise heftig waren, richteten sich oft gegen Polizeibeamte. Bei den Tätern handelte es sich überwiegend um Personen, die keinen Bezug zur Fastnacht hatten, betonte er sehr deutlich.

Insgesamt geringere Besucherzahlen

Nach bisherigen Erkenntnissen fielen die Besucherzahlen bei den Fastnachtsveranstaltungen insgesamt geringer aus, was vermutlich vor allem dem "narrenunfreundlichen" Wetter geschuldet war. Und auch am Rosenmontag mussten wegen des Sturmtiefs "Ruzica" mit seinen orkanartigen Böen viele Umzüge abgesagt oder konnten aus Sicherheitsgründen nur eingeschränkt abgehalten werden.

"Es ist zu nichts Außergewöhnlichem gekommen, was es nicht jedes Jahr gibt". Mit wenigen Ausnahmen lassen sich diese Worte von Jörn Hinrichsen, Leiter des Polizeireviers Gaggenau, auf den gesamten Dienstbereich des Polizeipräsidiums Offenburg übertragen.

 

 

Autor:
red/erw

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