Fußball

Kein Sand im Getriebe des Offenburger FV

Jürgen Neff
Lesezeit 4 Minuten
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29. August 2016

Stefano Anzaldi vom OFV (r.). ©Christoph Breithaupt

Nach zwei Auswärtssiegen blieb der Offenburger FV gestern bei hochsommerlichen Temperaturen auch im Karl-Heitz-Stadion in der Erfolgsspur und gewann das Aufsteigerduell der Oberliga gegen den SV Sandhausen II durch einen Foulelfmeter verdient mit 1:0.

OFV-Co-Trainer Marc Hertwig sagte nach dem Spiel: »Wir sind in der ersten Halbzeit gut im Spiel gewesen, waren geduldig und haben der gegnerischen Offensive wenig zugelassen. Allerdings hatten wir Riesenglück, dass das 0:1 von Sandhausen in der 40. Minute aus einer Abseitsstellung resultierte. Unser Sieg ist verdient, denn wir hatten mehr Ballbesitz und die Mehrzahl guter Einschussmöglichkeiten.«

Sandhausens Trainer Christjan Glibo meinte: »Natürlich tut uns die Niederlage weh, zumal wir uns das Führungstor durch die Abseitsstellung selbst geklaut haben. Wir kamen in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel, wollten aggressiv gegen den Ball spielen und auf Kontermöglichkeiten warten, haben es aber versäumt,  die Räume  konsequent zu  bespielen.«

Der Sieg des Offenburger FV war gemessen an den Spielanteilen und den herausgearbeiteten Chancen durchaus verdient, zumal die Nordbadener in der ersten Halbzeit in der 40. Minute das erste Mal in den OFV-Strafraum eindringen konnten.  Luca Stellwagen setzte sich auf der linken Seite geschickt durch und schob den Ball an OFV-Keeper Dominik Bergdorf vorbei Richtung  langer Pfosten. Dort griff Alexander Loucaridis dann völlig unnötig aus einer Abseitsstellung heraus ins Geschehen ein und schob das Leder einen halben Meter vor der Torlinie ins Netz.

Diese Aktion war sicherlich der Knackpunkt im Spiel, denn nachdem der spielbestimmende OFV in den ersten 45 Minuten vier gute Chancen ungenutzt gelassen hatte, war bei den hohen Temperaturen naheliegend, dass die Mannschaft als Sieger vom Platz geht, die das erste Tor erzielt.

Die erste gute Szene in der ersten Halbzeit bot sich in der 13. Minute OFV-Stürmer Fabian Spiegler nach einer Ecke, doch sein Kopfball verfehlte ganz knapp das Tor. Marco Petereit zog nach Zuspiel von Max Chrobok in der 20. Minute ab, doch ein Abwehrspieler rettete für den bereits geschlagenen Sandhäuser Schlussmann Machmeier auf der Torlinie. In der 30. Minute setzte sich Spiegler im Strafraum durchs, scheiterte aber an der Fußabwehr des Torwarts.

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In der Regel wird man in der Oberliga bestraft, wenn man solche Chancen liegen lässt. Und tatsächlich hätte Sandhausen II mit etwas Glück und vor allem Cleverness in der 40. Minute die Führung erzielen können. Wenn Loucaridis mitgedacht hätte ...
Mit Beginn der zweiten Hälfte agierte Sandhausen deutlich offensiver, sodass die Partie ausgeglichener war. Dennoch hatte der OFV in der 49. Minute erneut die Chance, in Führung zu gehen, als Spiegler über den linken Flügel einen Konter einleitete und mustergültig auf Max Chrobok flankte, der aber überhastet abschloss und den Ball übers Tor jagte.

Sandhausen II hatte in der 56. Minute erneut eine gute Chance, als Simon Geisler in den Strafraum eindrang aber aus spitzem Winkel an Bergdorf scheiterte. Die Gäste wollten nachlegen, hatten aber mit zwei weiteren Distanzschüssen Pech. In der 78. Minute bediente Spiegeler Manuel Vollmer mit einem langen Pass auf der rechten Außenbahn, doch der jagte den Ball knapp über die Querlatte.

Die spielentscheidende Szene dann in der 80. Minute, als Keven Feger nach einem langen Pass im Strafraum von 
Pius Mohr regelwidrig zu Fall gebracht wurde. Beim fälligen Strafstoß übernahm er selbst die Verantwortung und erzielte den verdienten Siegtreffer für den OFV.

Offenburger FV – Sandhausen II 1:0 (0:0)
Offenburg: Bergdorf, Kahle, K. Feger, Schlieter, Baitenger, Beiser-Biegert, Geiler, Anzaldi (89. Schätzle), Petereit (68. Junker), Spiegler (93. Mandzo), Chrobok (78. M. Vollmer).
Sandhausen II: Machmeier, Leimenstoll, Stadler (85. Dahlke), Stellwagen (59. Ankido), Martin Schilling, Max Schilling, Sailer, Loucaridis (85. Graidia), Geisler, Mertes, Mohr.
Schiedsrichter: Kimmeyer (Karlsruhe) – Zuschauer: 297.
Tor: 1:0 Kevin Feger (82./Foulelfmeter).

 

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