Hamburg

Hamburger Hafen fällt beim Containerumschlag weiter zurück

dpa
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
25. Mai 2017
Die Köhlbrandbrücke vor Sonnenaufgang im Hafen in Hamburg. Im Vordergrund ein Containerschiff am Terminal Burchardkai.

Die Köhlbrandbrücke vor Sonnenaufgang im Hafen in Hamburg. Im Vordergrund ein Containerschiff am Terminal Burchardkai. ©dpa - Daniel Reinhard

Der Hamburger Hafen hat in den ersten drei Monaten des Jahres beim Containerumschlag Marktanteile gegen die Konkurrenzhäfen Rotterdam und Antwerpen verloren.

Insgesamt gingen 2,22 Millionen Standardcontainer (TEU) über die Kaikanten und damit 0,7 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Marketing-Gesellschaft des Hafens am Mittwoch in der Hansestadt mitteilte. Gleichzeitig legte Rotterdam um 8,8 Prozent zu und Antwerpen um 0,7 Prozent. Diese beiden Häfen vereinen fast 60 Prozent des Containerverkehrs in Nordwesteuropa auf sich. Der Hamburger Marktanteil liegt bei 22,7 Prozent.
Hinter dem leichten Rückgang des Hamburger Containerumschlags verbergen sich zum Teil gegenläufige Entwicklungen. So nahm der Verkehr mit dem größten Handelspartner China um 2,0 Prozent ab, während das zweitgrößte Marktsegment Russland um 15,6 Prozent zulegte. Die Marketing-Gesellschaft erwartet für das Gesamtjahr kein nennenswertes Wachstum.

- Anzeige -

Die andauernde Stagnation des Hamburger Hafens im Containerverkehr ist auf verschiedene Gründe zurückzuführen. Dazu zählen neben konjunkturellen Entwicklungen bei wichtigen Handelspartnern und den Rahmenbedingungen im Wettbewerb auch einige strukturelle Faktoren. Der globale Containerverkehr wuchs über einen langen Zeitraum deutlich stärker als die globale Wirtschaftsleistung und der Welthandel. Die Containerisierung habe ihren Abschluss gefunden und damit sei künftiges Wachstum begrenzt, sagte der Analyst Jan Tiedemann von dem maritimen Beratungsunternehmen Alphaliner.
Auf der Hauptroute des Welthandels zwischen Asien und Europa werden nach seiner Ansicht künftig weitgehend sogenannte Megamax-Schiffe mit 18.000 bis 21.000 TEU Tragfähigkeit eingesetzt. Damit bestehe die Herausforderung für die Häfen darin, für die steigende Zahl dieser Schiffe genug geeignete Liegeplätze, Containerbrücken und Kapazitäten für den An- und Abtransport der großen Containermengen zu schaffen. In Hamburg können die großen Schiffe allerdings das modernste Containerterminal Altenwerder nicht mehr anlaufen, weil sie nicht unter der Köhlbrandbrücke hindurchpassen.

Insgesamt hat der Hafen in den ersten drei Monaten 35,4 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen und damit 1,7 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresquartal. Das lag vor allem an einem stark steigenden Bedarf an Kohle für das Kraftwerk Moorburg und andere energieintensive Produktionsbetriebe. Der Massengutumschlag des Hafens stieg um 6,7 Prozent auf 12,2 Millionen Tonnen, so viel wie noch nie in einem Quartal.
Mitteilung Hafen Hamburg Marketing

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • Alles andere als ein Glücksspiel: die Geldanlage in Aktien. Den Beweis dafür tritt azemos in Offenburg seit mehr als 20 Jahren erfolgreich an.
    vor 23 Stunden
    Mit den azemos-Anlagestrategien auf der sicheren Seite
    Die azemos Vermögensmanagement GmbH in Offenburg gewährt einen Einblick in die Arbeit der Analysten und die seit mehr als 20 Jahren erfolgreichen Anlagestrategien für Privat- sowie Geschäftskunden.
  • Auch das Handwerk zeigt bei der Berufsinfomesse (BIM), was es alles kann. Hier wird beispielsweise präsentiert, wie Pflaster fachmännisch verlegt wird. 
    13.04.2024
    432 Aussteller informieren bei der Berufsinfomesse Offenburg
    Die 23. Berufsinfomesse in der Messe Offenburg-Ortenau wird ein Event der Superlative. Am 19. und 20. April präsentieren 432 Aussteller Schulabsolventen und Fortbildungswilligen einen Querschnitt durch die Ortenauer Berufswelt. Rund 24.000 Besucher werden erwartet.
  • Der Frühling steht vor der Tür und die After-Work-Events starten auf dem Quartiersplatz des Offenburger Rée Carrés.
    12.04.2024
    Ab 8. Mai: Zum After Work ins Rée Carré Offenburg
    In gemütlicher Runde chillen, dazu etwas Leckeres essen und den Tag mit einem Drink ausklingen lassen? Das ist bei den After-Work-Events im Rée Carré in Offenburg möglich. Sie finden von Mai bis Oktober jeweils von 17 bis 21 Uhr auf dem Quartiersplatz statt.
  • Mit der Kraft der Sonne bringt das Unternehmen Richard Neumayer in Hausach den Stahl zum Glühen. Einige der Solarmodule befinden sich auf den Produktionshallen.
    09.04.2024
    Richard Neumayer GmbH als Klimaschutz-Pionier ausgezeichnet
    Das Hausacher Unternehmen Richard Neumayer GmbH wurde erneut für seine richtungsweisende Pionierarbeit für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Die familiengeführte Stahlschmiede ist "Top Innovator 2024".