Prinz William in neuer Dokumentation

„Ich und Catherine, wir unterstützen einander“

Autor: 
Theresa Schäfer
Lesezeit 3 Minuten
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27. Mai 2020
Sie gehen seit Jahren zusammen durch dick und dünn: Prinz William und seine Frau, Herzogin Kate.

(Bild 1/23) Sie gehen seit Jahren zusammen durch dick und dünn: Prinz William und seine Frau, Herzogin Kate. ©Foto: dpa/Brian Lawless

Wie sehr belastet der frühe Tod seiner Mutter Diana den heute 37-jährigen Prinz William? In einer BBC-Dokumentation spricht die Nummer zwei der britischen Thronfolge offen über seine Familie und das Drama seines Lebens.

London - Das Bild hat sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt: Zwei halbwüchsige Jungen, die hinter dem Sarg ihrer Mutter hergehen. 1997 war das. Die Tote war Prinzessin Diana, gestorben bei einem Autounfall in Paris. Die Jungen: Prinz William und Prinz Harry, ihre Söhne.

Jahrelang haben die Prinzen öffentlich geschwiegen über das Drama ihres Lebens. Zu nah, zu schmerzhaft war der viel zu frühe Tod ihrer Mutter. Jetzt, als erwachsene Männer mit eigenen Familien, haben sie ihre Haltung geändert. Für beide Prinzen ist das Engagement für psychische Gesundheit zu ihrem Lebensthema geworden.

„Das Lebensveränderndste, was es gibt“

Auch in einer neuen BBC-Dokumentation – „Football, Prince William And Our Mental Health“, die am Donnerstag ausgestrahlt wird – spricht die Nummer zwei der britischen Thronfolge über den Tod seiner Mutter und wie dieses traumatische Ereignis ihn bis heute begleitet. Als er Vater geworden sei, habe dies viele widerstreitende Gefühle in ihm ausgelöst, sagte Prinz William in einem Gespräch mit dem ehemaligen englischen Fußballprofi Marvin Sordell. „Wenn man Kinder bekommt, ist das das Lebensveränderndste, was es gibt. Wenn man in seinem Leben etwas Traumatisches durchstehen musste (...), wie zum Beispiel den Tod meiner Mutter, als ich jung war, kommen diese Gefühle wieder hoch.“

Der 37-jährige Vater dreier Kinder empfand diese Gefühlsachterbahn als „überwältigend“, bekennt er in der Dokumentation. Aus heiterem Himmel kämen da Emotionen hoch, „dich man nicht erwartet oder von denen man denkt, man hätte sie längst verarbeitet.“ Kinder zu bekommen sei ebenso wunderbar wie beängstigend. Unterstützung und Hilfe habe er bei seiner Frau gefunden: „Ich und Catherine, wir unterstützen einander, wir gehen zusammen durch diese Momente und lernen und entwickeln uns dadurch zusammen weiter.“ Prinz William war 15, als seine Mutter starb, sein Bruder Harry 13.

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Prinz William und Herzogin Kate sind seit 2011 verheiratet. Sie haben drei Kinder: den sechsjährigen George, die fünfjährige Charlotte und den zwei Jahre alten Louis. Die Cambridges engagieren sich sehr für das mentale Wohlergehen vor allem junger Eltern.

„Heads Together“ soll psychische Erkrankungen enttabuisieren

Mit dem Programm „Heads Together“ ihrer Wohltätigkeitsorganisation „Royal Foundation“ setzen sich William und Kate dafür ein, psychische Erkrankungen zu enttabuisieren und dem Thema mentale Gesundheit mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Ursprünglich hatte auch Harry der „Royal Foundation“ angehört, bis die Sussex’ und die Cambridges ihre sozialen Aktivitäten voneinander trennten. Schon 2017 hatten die drei – William, Kate und Harry – über psychischen Druck gesprochen. Damals hatte Prinz William auch offenbart, dass ihn die Geschichten, die er bei seiner Arbeit als Rettungspilot erlebt, manchmal belasteten. William hatte bis 2017 bei der „East Anglian Air Ambulance“ gearbeitet. „Viele der Fälle nehme ich mit mir nach Hause – das ist ziemlich hart.“

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