Kinder

Aufgesattelt: Robbys Leser hoch zu Ross

Autor: 
Katrin Mosmann
Lesezeit 5 Minuten
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31. Juli 2019

©Katrin Mosmann

15 Robby-Leser haben am Sonntag die Reitanlage Kinzigtal in Gengenbach kennengelernt. Frank Orth hat ihnen viele spannende Dinge über Pferde erzählt. Natürlich durften sie auch noch den Rücken der schönen Tiere erklimmen und eine Runde in der Reithalle drehen.
 

Auf dem Rücken der Pferde liegt das Glück dieser Erde«, das sagt der Volksmund. Begeistert von den majestätischen Tieren sind auch die Teilnehmer von Robby Rheinschnakes Aktion an der Reitanlage Gengenbach, die am Sonntagvormittag stattfand. Ausgerüstet mit Fahrradhelmen können es Lotta, Lea, Mara, Lotta, Lisa-Marie, Mette, Ann-Kathrin, Lysann, Sarina, Jannika, Merle, Anne, Larissa, Mailo und Tyrese kaum abwarten, endlich einzutauchen in die Welt des Reiterhofs. Frank Orth, der die Anlage vom Reitverein Gengenbach gepachtet hat und zudem in Ludwigshafen am Rhein noch den Leuchtfeuerhof betreibt, fesselt seine kleinen Besucher von der ersten Minute an. »Früher brauchte man Pferde, Soldaten etwa sind auf ihnen geritten und auch zum Pflügen waren sie notwendig. Heute werden Pferde mehr als Hobby oder für den Pferdesport gehalten.« 

Lysann, die nicht nur einmal mit ihrem breiten Wissen über die Tiere glänzt, stellt richtig fest: »Früher gab es mehr Kaltblüter, heute sind es Sportpferde.« Orth erklärt: »Kaltblüter können nur wenig Sauerstoff transportieren, deswegen können sie lange und stark ziehen. Sie haben Kraft. Ein Vollblüter dagegen kann schnell laufen, viel Sauerstoff transportieren, vor eine Kutsche könnte man sie aber nicht spannen.« 

Er sagt weiter, dass in der Reitanlage Pferde gehalten werden. »Die Tiere wohnen hier, bekommen, was sie brauchen.« Dazu würden neben Essen – also Stroh, Heu, Möhren oder etwa Äpfel – natürlich auch Pflege, Hufeisen, die wie Schuhe für die Tiere sind, und ein Bett samt Toilette gehören. »Hierfür dient die Box, die dann natürlich ausgemistet werden muss.« 


Pferde hatten Finger

»Und dann brauchen die Tiere noch Bewegung und Sonne. Die wollen nicht den ganzen Tag drinnen stehen, genau wie ihr nicht den ganzen Tag im Klassenzimmer sitzen wollt«, weiß Orth. Genau wie Menschen auch, würden auch Pferde krank werden, wenn sie keine Bewegung bekommen. Denn die Tiere sind schon immer gelaufen, schon damals, als es noch Dinosaurier auf der Erde gab: »Damals hatten die Pferde noch Finger, zwei davon kann man auf Röntgenbildern noch heute sehen. Die Tiere waren aber viel kleiner.« Und während die Dinosaurier ausgestorben sind, haben die Pferde überlebt, sich weiterentwickelt. »Sie sind gewachsen und natürlich immer gelaufen.« 

»Heute sind Pferde auch oft auf Koppeln, weswegen diese mit Elektrobändern gesichert sind, damit die Tiere nicht ausbüxen«, erklärt Frank Orth. »Wenn ihr ganz leise seid, hört ihr das Knacken des Stroms, wenn dieser durch die Bänder fließt.«


Der Pferdeexperte verrät den Robby-Lesern auch, dass Pferde es riechen, wenn in der Natur eine für sie giftige Pflanze wächst. »Wenn wir Menschen ihnen diese aber anbieten, fressen sie es. Warum das so ist, wissen wir nicht. Daher ist es aber ganz wichtig, dass man Pferde nicht einfach füttert.« Für ein Pferd kann das sehr gefährlich werden: »Sie bekommen von falschem Futter Koliken. Wir Menschen müssen brechen, wenn wir etwas Schlechtes gegessen haben, das kann ein Pferd nicht. Das ganze falsche Essen muss durch den 40 bis 60 Meter langen Darm durch. An einer Kolik kann ein Pferd sterben.«

»Wohnung mit Balkon«

Wenig später lernen die jungen Reitanlagenbesucher die verschiedenen Unterbringungsmöglichkeiten kennen, etwa den Offenstall, wo viele Pferde zusammenleben: »Diese Art der Haltung möchte man heute haben. Das Pferd kann raus, wann es will.« Auch mit riesigen Heuballen machen die Robby-Gewinner Bekanntschaft: »Die Ballen wiegen etwa 300 Kilo. Ein Pferd braucht pro Tag zehn Kilo zum Essen«, erklärt Orth weiter. Auch eine Pferdewohnung »mit Balkon« dürfen die Robby-Leser erkunden. Der Boden ist hier ganz weich durch zusammengepresstes Stroh, das nennt man Pellets. »Das Pferd kann sich hier bequem hinlegen und sein Pipi wird perfekt aufgenommen.« 


Angelegte Ohren

Draußen angekommen sorgt der Misthaufen für Bährufe und zugehaltene Nasen. Schnell erfordert aber etwas anderes die Aufmerksamkeit der Gewinner: Ein weißer Schimmel, fertig gesattelt, wird rausgebracht. Frank Orth erklärt alles zur Anatomie und zur Körpersprache des Tieres: »Hat das Pferd angelegte Ohren ist es wütend, dann solltet ihr es in Ruhe lassen. Und niemals darf man hinter einem Pferd stehen, das sieht euch nämlich nicht, und wenn es austritt, tut das richtig weh. Frank Orth zeigt noch das Zaumzeug, den Schopf und die Mähne des schönen Tieres, ebenso seinen Schweif und die Zähne, die bis unters Auge gehen. Dann sagt er: »So jetzt habt ihr alles gesehen, jetzt könnt ihr nach Hause.« Nach Hause? Niemals. Lachend macht Orth klar: »Natürlich nicht. Jetzt geht es rein in die Reithalle und ihr dürft alle eine Runde reiten.«

Das lassen sich die Gewinner natürlich nicht zweimal sagen. Sie stürmen in die Reithalle, und nach und nach nehmen immer drei Kinder auf drei Pferden Platz. Sie reiten, geführt von Frank Orth, fröhlich durch die Halle, lassen kurze Momente die Zügel los und genießen es einfach, hoch oben auf dem Rücken der Pferde zu reiten. Als alle fertig sind hat Frank Orth noch eine riesige Überraschung: »Alle Robby-Gewinner dürfen nächste Woche einen Termin für eine private Reitstunde ausmachen.« Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass die Jubelschreie der Kinder selbst Robby in Offenburg in der Redaktion gehört hat.

So erreicht ihr Robby Rheinschnake

Mittelbadische Presse
Robbys Kinder-Nachrichten
Nachrichten-Redaktion
Hauptstraße 83a
77652 Offenburg

Ein Fax schickt ihr an: 0781/504-3719

Mit einer Email geht es am schnellsten: robby@reiff.de

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