Robby Rheinschnake

Der Adventskalender: Eine über 100 Jahre alte Tradition

Autor: 
Katrin Mosmann
Lesezeit 3 Minuten
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01. Dezember 2018

eden Tag ein Türchen öffnen: Mal gefüllt mit Schokolade, mal mit kleinen Überraschungen, ist der Adventskalender für Kinder eine geliebte Tradition. ©Pixabay

Noch 24 Mal schlafen, dann kommt das Christkind. Die Zeit bis Heiligabend verkürzen sich Kinder ab heute mit dem täglichen Öffnen des Adventskalenders. Den gibt es schon seit über 100 Jahren, hat Thomas Hafen verraten. 

Es ist so weit, am Samstag ist der erste Dezember, und endlich dürft ihr jeden Tag ein Türchen an eurem Adventskalender öffnen. Auch Robby Rheinschnake, die Zeitungsschnake der Mittelbadischen Presse, öffnet jeden Tag einen Türchen, hinter der sich ein Geschenk verbirgt, das an einen seiner jungen Leser verlost wird. Unzählige E-Mails haben Robby in den vergangenen Tagen erreicht, unglaublich viele Kinder wollen bei der Adventskalenderaktion etwas gewinnen. Es ist ja auch wirklich eine ganz tolle Sache, so ein Adventskalender. 

Adventskalender gibt es in den unterschiedlichsten Varianten: mit Schokolade, mit Bildern, mit kleinen Spielsachen. Manche Adventskalender werden auch selbst gebastelt, Mamas, Papas, Omas, Opas oder auch Tanten und Onkel befüllen die Säckchen oder Päckchen dann mit Kleinigkeiten, die Freude bereiten und das Warten auf das Christkind verkürzen. Denn darum geht es ja beim Adventskalender. Wenn das letzte Türchen, die Nummer 24, geöffnet wird, dann ist endlich Weihnachten.

1908 erstmals auf dem Markt

Wusstet ihr, dass es Adventskalender schon ganz lange gibt? »Der Adventskalender, den wir heute kennen, mit 24 Klapptürchen und verschiedenen Süßigkeiten drin, ist ein bisschen über 100 Jahre alt. Genau genommen war es 1908, als zum ersten Mal ein gedruckter und mit kleinen Fächern ausgestatteter Kalender auf den Markt kam, in dem nur die 24 Tage vor Weihnachten und sonst keine anderen Tage aufgeführt waren«, weiß Thomas Hafen, der wissenschaftliche Leiter des Freilichtmuseums Vogtsbauernhof in Gutach, der sich sehr gut mit der Geschichte und Bräuchen auskennt. Erfunden hat diesen Adventskalender Gerhard Lang. »Er hatte in München einen Verlag, in dem Bücher, Kunstdrucke und eben Kalender veröffentlicht wurden. Süßigkeiten jedoch nicht.«

Nachdem dann zuerst kleine Heiligenbilder und anschließend Märchenmotive in den Kalendern waren, haben die Schokoladenhersteller Lunte gerochen: »Spätestens ab den 1950er-Jahren verstanden sie, dass man mit den Kalendern auch ganz gut Süßigkeiten verkaufen kann«, sagt Thomas Hafen. 

Mit den Jahren haben sich die Kalender dann immer weiter entwickelt und verändert: »Auch wenn es den klassischen Adventskalender weiterhin gibt, haben sich neue und auch sehr phantasievolle Formen gefunden. Als Massenware von einzelnen Firmen produziert oder individuell gestaltet, hat sich der ursprüngliche Gedanke aber schon lange von seinen christlichen Ursprüngen gelöst«, sagt Thomas Hafen. »Statt Schokolade findet sich nun schon etliche Jahre alles Mögliche in den Fächern, aus denen jeden Tag eine neue Überraschung kommt.« 

Hintergrund

Noch viel älter

Über 100 Jahre alt ist der Adventskalender, wie wir ihn kennen. Doch schon viel früher gab es ähnliche Ansätze: »Die Tage vor Weihnachten, von Kindern herbeigesehnt, wurden ab dem bürgerlichen Zeitalter im 19. Jahrhundert sehr vielfältig abgezählt, mit Kreidestrichen abgestrichen, von Blättern stückweise abgerissen oder auch mit Kerzen angezeigt, die man jeden Tag ein abgemessenes Stück weiter abbrennen ließ. Daneben gab es auch einfache Uhren mit 24 Ziffern oder auch kleine Leitern, wo man jede Tag eine neue Stufe weiterstieg«, verrät Thomas Hafen vom Freilichtmuseum in Gutach.

So erreicht ihr Robby Rheinschnake

Mittelbadische Presse
Robbys Kinder-Nachrichten
Nachrichten-Redaktion
Hauptstraße 83a
77652 Offenburg

Ein Fax schickt ihr an: 0781/504-3719

Mit einer Email geht es am schnellsten: robby@reiff.de

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