Im Schwimmbad

Der Badespaß und seine Regeln

Autor: 
Katrin Mosmann
Lesezeit 4 Minuten
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07. Juni 2019

Plantschen im Wasser - das macht Spaß! ©Katrin Mosmann

Endlich Schwimmbadwetter und Abkühlung plus Planschvergnügen. Es gibt aber einige Dinge, die Kinder- und Jugendliche beim Besuch im Freibad beachten müssen. Bademeister Thomas Maier hat mit Robbys Assistentin über das richtige Verhalten im Freibad gesprochen.
 

Was gibt es Erfrischenderes als den Sprung ins kühle Nass an heißen Tagen. Nach der Schule die Kumpels im Freibad treffen, tauchen, springen, rutschen und einfach Spaß haben im Schwimmbad. Das ist Sommer pur. Allerdings gibt es einiges, das ihr beachten müsst, wenn ihr ins Freibad geht. Vor allem dann, wenn ihr schon alleine, also ohne eure Eltern, hingeht. 

»Grundsätzlich gibt es keine Regel, ab wann man alleine ins Schwimmbad darf. Die Kinder sollten auf jeden Fall sicher schwimmen können. Das ist meist zwischen acht und zehn Jahren der Fall. Dann, wenn sie auch allein mit dem Fahrrad herfahren und in die Schule laufen können«, sagt Thomas Maier, Bademeister im Haslacher Schwimmbad. »Die meisten Kinder lernen das Schwimmen zwischen fünf und sieben Jahren. Sie fangen im besten Fall mit einem Wassergewöhnungskurs an, bei dem sie in erster Linie die Angst vor dem Wasser verlieren und die Grundbewegungen des Schwimmens erlernen.« Das langfristige Ziel sei dann das Erlangen des Seepferdchens, bei dem die Kinder alleine 25 Meter schwimmen müssen, während der Bademeister am Rand mitläuft.


Doch auch, wer gut und sicher schwimmen kann, also etwa »von einer Welle überrascht wird oder ins Wasser fällt, ohne Panik zu bekommen«, muss einiges beachten, vor allem die Baderegeln der Freibäder: »Es ist ganz wichtig, dass Eltern ihren Kindern die Regeln entweder erklären oder ihnen sagen, dass sie sich vor Ort informieren müssen«, sagt Thomas Maier. »Grundsätzlich sollten Kinder auch nur in die Bäder alleine gehen, die sie kennen.«


Eine Grundregel ist natürlich, dass sich die Freibadbesucher mit Sonnenschutz eincremen und generell nicht zu lange in der Sonne bleiben. »Kinder sollten sich daher immer einen Schattenplatz suchen, um sich nach dem Sonnenbaden dorthin zurückziehen zu können«, rät Thomas Maier. »Kinder sollten immer auch etwas zum Essen und Trinken dabei haben. Am besten keine süßen Getränke, die machen nämlich noch mehr Durst, und zum Essen Obst.« 


Apropos Essen: »Unmittelbar nach dem Essen, also mit vollem Magen, ist das Baden nicht gut. Besonders Kindern kann es da mal schnell schlecht werden und sie müssen sich übergeben. Aber auch mit ganz leerem Magen ist Schwimmen nicht gut. Hier besteht die Gefahr, dass ihnen die Kraft ausgeht.«  


Vor dem Sprung ins kühle Nass sollten alle immer erst duschen. Und am besten noch auf die Toilette gehen. »Ins Becken pinkeln macht das Wasser trübe«, sagt der Haslacher Bademeister schmunzelnd.

Und auch im Wasser gibt es wieder Dinge, auf die man achten muss. Vor allem aber auf andere Menschen: »Bevor man ins Wasser springt, sollte man immer schauen, was dort los ist. Schwimmt dort vielleicht gerade jemand? Das gilt auch für Seen. Immer schauen, was ist unter mir, und erst dann hopsen.« Überhaupt ist hopsen nicht überall erlaubt: »Die Schilder in den einzelnen Bädern müssen natürlich beachtet werden. Wenn ein Sprungturm gesperrt ist, ist er nicht zu benutzen, und vom Beckenrand reinhopsen darf man auch oft und an vielen Stellen nicht. »Rücksicht auf andere nehmen ist beim Baden einfach unglaublich wichtig. Vor allem auch auf Mütter und ihre Babys, das sage ich in allen Schwimmkursen, denn wenn die Babys erst mal Angst haben, bekommen sie das nur schwer wieder weg.« 


Nach spätestens einer Stunde sollte dann auch mal eine Wasser- und Sonnenpause eingelegt werden, weiß Maier: »Mindestens 20 Minuten Auszeit ist wichtig. Die Kinder sollten sich dann in jedem Fall trockene Badesachen anziehen.« Und bevor es abends nach Hause geht, gibt es auch noch einiges zu beachten: »Der Abfall sollte natürlich mitgenommen beziehungsweise in die Mülleimer gebracht werden, und außerdem ist es gut, den Platz nochmal gründlich anzuschauen. Oft werden Kleidungsstücke, Socken oder Schuhe in der Eile vergessen.«

Hintergrund

Schwimmbadregeln beachten

Beim Freibadbesuch gibt es einiges zu beachten, damit nichts passiert und die Gesundheit nicht gefährdet wird. 

Eine ganz wichtige Regel lautet: »Bei einem Gewitter raus aus dem Wasser. Und zwar immer«, weiß der Haslacher Bademeister Thomas Maier. »Und auch unter Bäumen darf man sich dann nicht aufhalten. Denn auch hier kann der Blitz einschlagen. Die Badegäste sollten am besten im Gebäude warten, bis das Wasser von den Bademeistern wieder freigegeben wird. Meist gehen Gewitter schnell vorbei, sodass man nicht immer gleich nach Hause muss.« 
Maier bittet außerdem: »Ruft nicht aus Blödsinn um Hilfe. Oft machen Kinder sich einen Spaß beim Spielen. Ich sage immer: Hört auf damit, beim dritten Mal schaut vielleicht erst mal keiner mehr.« 

Auch das Stauen auf der großen Rutsche ist nicht erlaubt, werde aber immer wieder gerne gemacht – nicht nur von Kindern. »Auf Sprungbrettern darf sich außerdem immer nur eine Person aufhalten.«

Und noch etwas hält Maier für sehr wichtig: »Bekannte Schwächen der Kinder, etwa Allergien gegen Bienen oder Lebensmittel, aber auch epileptische Anfälle, sollten dem Badepersonal mitgeteilt werden. Entweder die Eltern informieren uns oder sie sagen ihren Kindern, dass diese es tun sollen. Denn so können wir im Notfall sofort richtig reagieren.« Und nicht zuletzt rät der Bademeister allen Eltern: »Schauen Sie ab und an mal überraschend im Bad vorbei und nach ihren Kindern, was die so machen.«  

So erreicht ihr Robby Rheinschnake

Mittelbadische Presse
Robbys Kinder-Nachrichten
Nachrichten-Redaktion
Hauptstraße 83a
77652 Offenburg

Ein Fax schickt ihr an: 0781/504-3719

Mit einer Email geht es am schnellsten: robby@reiff.de

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