Kinder

"Der Zauberer von Oz" auf der Hornberger Freilichtbühne

Autor: 
Katrin Mosmann
Lesezeit 5 Minuten
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08. Juni 2018

Freuen sich auf "Der Zauberer von Oz": Die Kinderschauspieler der Hornberger Freilichtbühne. ©Katrin Mosmamm

Ab dem 16. Juni führen die Schauspieler der Freilichtbühne Hornberg das Stück »Der Zauberer von Oz« im Storenwald auf. Robbys Assistentin hat mit einigen Kinderdarstellern gesprochen.
 

Dorothy lebt mit Tante Em und Onkel Henry auf einer kleinen Farm in Kansas, als ein Wirbelsturm sie und ihren kleinen Hund Toto in das geheimnisvolle Land Oz bringt. Unbeabsichtigt tötet sie bei ihrer Ankunft die böse Hexe des Ostens und macht sich so deren Schwester, die böse Hexe des Westens, zum Feind. Und dann möchte Dorothy natürlich auch wieder zurück nach Kansas. Um nach Hause zurückzukehren, braucht sie die Hilfe vom Zauberer von Oz, der in der Smaragdstadt lebt. Auf ihrem Weg dorthin lernt sie neue Freunde kennen, und gemeinsam mit dem Löwen, der Vogelscheuche und dem Blechmann erlebt sie viele Abenteuer. 

Bestimmt kennen einige von euch die fantasievolle Geschichte »Der Zauberer von Oz«. Aber habt ihr sie auch schon einmal unter freiem Himmel auf einer Bühne aufgeführt gesehen? Ab Samstag, 16. Juni, wird das Stück auf der Hornberger Freilichtbühne gespielt. Wie jedes Jahr sind die Schauspieler seit Monaten am Proben, damit bei der Premiere alles klappt. Zum »Cast«, das sind die Mitwirkenden, zählen natürlich auch ganz viele Kinder. Einige von ihnen haben sogar Hauptrollen. Moritz (12) und Finja (8) spielen abwechselnd Hund »Toto«, Jonas (11) und Emil (10) sind im Wechsel »Peppy«, Sofia (9) und Lea (9) spielen »Poppy« und Vroni (11) sowie Linda (14) teilen sich die Rolle der Dorothy.

»Bevor die Rollen vergeben werden, findet immer eine Leseprobe statt«, verrät Linda. »Danach geben alle drei Wunschrollen an, und unser Regisseur Marvin verteilt anschließend die Rollen.« Die acht Kinderschauspieler hatten allesamt Glück, jeder hat seine Wunschrolle bekommen und übt seither fleißig für den großen Auftritt: »Wir proben ab Januar einmal wöchentlich,  seit März drei Mal pro Woche«, erzählt Jonas. Das nimmt natürlich ganz schön viel Zeit in Anspruch: »Ich spiele auch Tennis und Handball«, sagt Emil. »Ab und zu muss das dann halt mal ausfallen. Aber eigentlich bekommt man alles gut unter einen Hut.«

Natürlich gehört zum Schauspielen nicht nur der Probenbesuch, gerade Hauptrollen müssen in der Regel auch viel Text lernen: »Ich trage den Text zu Hause meiner Mama vor«, verrät Lea. »So lange, bis er sitzt. Das braucht aber schon eine Weile.« Auch Finja übt mit ihrer Mama: »Sie liest dann immer die anderen Rollen und ich setze bei meinem Text ein. Mir fällt das Auswendiglernen eigentlich leicht.«

Und wenn in der Probe oder auch später bei den Aufführungen mal ein Texthänger passiert, ist das auch kein Weltuntergang: »Das gibt es, dafür haben wir ja die Souffleuse«, sagt Linda. »Sie sagt das erste Wort und in der Regel fällt uns dann der Text auch sofort wieder ein.« Im diesjährigen Stück werden viele Passagen auch Lieder, gerade die Dorothy-Darstellerinnen müssen also nicht nur spielen, sondern auch singen können: »Wir hatten dafür Singproben bei Sandra, die für die Lieder verantwortlich ist. Zuhause höre ich sie dann mit dem Kopfhörer und singe nebenher«, erzählt Linda weiter.

»Das Stück in diesem Jahr ist wirklich super. Es ist modern gemacht und lustig«, freut sich Vroni. Auch Emil, der seit sechs Jahren beim Märchenspiel mitmacht, verrät: »Das diesjährige Stück ist eines der besten, bei denen ich dabei war.« Aber natürlich haben die Kinder auch andere Stücke, die sie gerne mal spielen würden: »Ich würde gerne einmal ›Das kleine Gespenst‹ aufführen«, verrät Sofia. »Am liebsten würde ich dann das Mädchen spielen, welches das kleine Gespenst kennenlernt.« Und Jonas etwa möchte mal in »Der König der Löwen« mitwirken. Ob die Kinderschauspieler Lampenfieber haben, fragt ihr euch? »Ein bisschen nervös bin ich schon, gerade weil wir auch singen müssen«, gibt Linda zu. Jonas ist da ganz gelassen: »Nervös sind vor allem die Mütter«, schmunzelt er.

Und ein bisschen Lampenfieber gehört ja auch dazu. Das haben selbst berühmte Schauspieler. Apropos Schauspieler: Sofia und Linda etwa können sich gut vorstellen, später mal Schauspieler zu werden oder in Musicals mitzuspielen. Moritz dagegen sagt: »Früher wollte ich das auch, aber es ist schwierig, etwas zu erreichen. Daher denke ich eher nicht, dass ich das mal beruflich machen möchte.« Ihm reicht es in so tollen Geschichten wie »Der Zauberer von Oz« mitzuspielen. »Das ist echt einen schöne Geschichte, die man gut aufführen kann.« 
Und nun fiebern alle der Premiere und davor noch der großen Hauptprobe vor Publikum entgegen: »Ich freue mich, wenn meine Verwandtschaft und Freunde im Publikum sitzen. Ich bin erleichtert, wenn ich weiß, dass da jemand ist, dem ich vertrauen kann«, gesteht Sofia, und Lea verrät: »Meine Mama muss immer dabei sein, wenn ich auftrete.«

Zehn Mal werden die Kinderschauspieler das Stück mit ihren vielen Mitstreitern bis Mitte Juli aufführen. Und für einige Vorstellungen bekommen sie sogar schulfrei: »Die Stücke am Mittwoch beginnen bereits um 14.45 Uhr. Wir müssen immer zwei Stunden früher da sein. Deswegen bekommen wir dann die letzte Schulstunde frei«, verrät Vroni noch, ehe sie mit den anderen Kindern wieder in den Kulissen verschwindet. Die Proben gehen weiter. In einer Woche muss schließlich alles klappen, wenn es heißt: Bühne frei für den »Zauberer von Oz«.

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