Kinder-Nachrichten

Neues zur Insektenhotel-Aktion von Robby Rheinschnake

Autor: 
Katrin Mosmann
Lesezeit 3 Minuten
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26. April 2019
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Auch Tiere haben ihre Berechtigung auf Streuobstwiesen: Schafe halten die Landschaft frei, sind natürliche Rasenmäher. Im kurzen Gras können die Wildkräuter dann optimal wachsen. Und sind genügend Blüten vorhanden, kommen auch die vielen Insekten, wie etwa Bienen oder auch Hornissen und Hummeln. ©Katrin Mosmann

Robby Rheinschnakes Insektenhotel-Aktion ist in vollem Gange. Ganz viele Schulen und Kindergärten nehmen daran teil. Auch die Streuobstpädagogin Ellen Vetter ist begeistert davon, so setzt sie sich schließlich auch für die Natur und ihre Bewohner ein.

Robby will den Bienen helfen. Und damit ist er alles andere als alleine. Ganz viele Klassen und Kindergärten nehmen aktuell an der Insektenhotel-Aktion teil. Einige bauen den Bausatz, den Robby gemeinsam mit der Firma Schnitzer organisiert hat, andere bauen ihr Insektenhotel »frei Nase«. 

Begeistert von der Aktion ist auch die Streuobstpädagogin Ellen Vetter aus Zunsweier: »Eine Streuobstpädagogin setzt sich für den Erhalt von Streuobstwiesen ein«, verrät die Naturschützerin. Der Begriff Streuobstwiese stamme übrigens ursprünglich aus vergangenen Zeiten. »Ganz früher, als man noch nicht in den Supermarkt konnte, um Essen zu kaufen, haben sich die Menschen selbst versorgt, indem sie auf dem Feld angebaut haben«, erklärt Vetter. »Damals wurden hochstämmige Bäume (mindestens 1,80 Meter hoch, ehe die Krone beginnt) angepflanzt, um darunter auch noch Dinge anzubauen, etwa Rüben, Kartoffeln oder Getreide.« Die Felder waren in der Regel immer um die Dörfer herum zu finden, das war für das Dorf doppelt gut, denn die Bäume haben zum Beispiel auch den Wind abgehalten. Mit der Zeit wurden die Felder aber immer weniger und die Streuobstwiesen nahmen ab. 

»So bleibt die Artenvielfalt erhalten«

Dabei sind diese so wichtig, weiß Ellen Vetter: »So bleibt die Artenvielfalt erhalten. Etwa alte Apfelsorten, die es sonst schon gar nicht mehr geben würde. Dabei sind gerade die Äpfel von Streuobstwiesen weniger allergen, weil sie nicht gespritzt werden.« Dafür würden die Äpfel halt nicht so perfekt aussehen wie die aus dem Supermarkt. »Dann bieten Streuobstwiesen natürlich auch Schutz und Lebensraum für Tiere, etwa für Rehe, Füchse Schmetterlinge, Heuschrecken, Käfer  oder etwa Spinnen.« 

Und sind genügend Insekten da, kommen auch Vögel, wie der Bussard, die Eule, der Milan oder der Specht wieder. »Für Letzteren ist es übrigens wichtig, dass man auch Totholzbäume stehen lässt, die mögen Spechte nämlich viel lieber. Die Vögel wiederum fangen Mäuse, was auch wichtig ist.« Und nicht zuletzt wachsen auf Streuobstwiesen allerlei Kräuter und nicht nur Gras. Das allerdings sollte man nur zwei, maximal drei Mal im Jahr mähen, damit sich alles gut entfalten kann. »Es ist wichtig, dass der erste Schnitt so spät wie möglich stattfindet, damit die Samen im hohen Gras ausgeworfen werden können. Die Voraussetzung dafür, dass im gemähten Gras dann Kräuter wachsen können.« Und Wildkräuter findet man etliche, wenn man sich auf Streuobstwiesen mal genauer umschaut: »Walderdbeeren, Löwenzahn, Schafgarbe, Gänseblümchen und allerlei andere Kräuter tummeln sich dort.« Und nur wenn genügend Blüten da sind, kämen auch die Insekten, wie beispielsweise Bienen oder Hornissen – ein einziger Kreislauf.

»Eine Streuobstwiese trägt dazu bei, dass ein Ökosystem in seiner natürlichen Form erhalten bleibt. Alles ist voneinander abhängig, und eben dafür setzen wir Streuobstpädagogen uns ein«, sagt Ellen Vetter. 

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So erreicht ihr Robby Rheinschnake

Mittelbadische Presse
Robbys Kinder-Nachrichten
Nachrichten-Redaktion
Hauptstraße 83a
77652 Offenburg

Ein Fax schickt ihr an: 0781/504-3719

Mit einer Email geht es am schnellsten: robby@reiff.de

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