Post für Robby

Die Mörtelwespe brütet im Türrahmen

Autor: 
Andreas Braun
Lesezeit 2 Minuten
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09. Februar 2019
 Hallo Robby! Ich habe das an meinem Türrahmen entdeckt und möchte gerne wissen was es denn ist. Vielen Dank im voraus. Irene Dornia aus Zierolshofen

Hallo Robby! Ich habe das an meinem Türrahmen entdeckt und möchte gerne wissen was es denn ist. Vielen Dank im voraus. Irene Dornia aus Zierolshofen ©Privat

Immer wieder bekommt Robby Rheinschnake Post für Kindern, die seltsames beobachtet und fotografiert haben. Robby Experte kennt das Geheimnis im Türrahmen.

Eine interessante Entdeckung! Bei diesen auffälligen, wie kleine Töpfchen oder Vasen aussehenden Gebilden handelt es sich um  Brutzellen der Orientalischen Mörtelwespe (wissenschaftlich: Sceliphron curvatum). Die stammt eigentlich aus Asien, inzwischen kommt sie aber auch bei uns vor - und das gar nicht so selten. Für ihren Nachwuchs bauen die Weibchen dieser Art solche besonderen Lehmtöpfchen - etwa wie hier an Tür- oder Fensterrahmen. Ebenso aber auch auf Fensterbrettern oder an ähnlichen Stellen in Wohnungen. Oftmals sind sie wie auf dem Bild in einer Reihe hintereinander angeordnet. 


Gebaut wird allerdings nicht jetzt, sondern im Sommerhalbjahr: Dazu fliegen diese zur Gruppe der Grabwespen zählenden Insekten dann mit dem Baumaterial, das sie sich zum Beispiel von Pfützen an unweit gelegenen Feldwegen oder anderen unbebauten Stellen holen, durch offene Fenster und Türen in Häuser ein. In trockenen Sommern wie 2018, wenn Lehmpfützen und andere kleine Wasserstellen Mangelware sind, hat es die Mörtelwespe daher nicht gerade leicht, geeignetes Baumaterial zu finden.


Anschließend legt die Mörtelwespe in jedes Töpfchen ein Ei hinein und gibt, bevor sie die kunstvollen Gebilde verschließt, noch ein paar Spinnen hinzu, die das Muttertier zuvor gefangen und gelähmt hat - sozusagen als Proviant für die heranwachsenden Larven, die sich über mehrere Monate hinweg in diesen Behältnissen entwickeln. Nach erfolgter Verpuppung stoßen die Jungwespen später von innen den Deckel ihrer Brutzelle auf und verlassen diese. Dies geschieht etwa im nächsten Frühjahr, je nach den genauen Umständen (zum Beispiel der Temperatur in der Wohnung) auch schon etwas früher.


Erwachsene Exemplare der Orientalischen Mörtelwespe sind anderthalb bis zwei Zentimeter lang und haben einen schwarzgelb bis schwarz-rot-braun gefärbten Hinterleib, der auf einem langen Stiel sitzt. Angst braucht man vor ihnen nicht zu haben, da ihr Stachel nicht durch die Haut dringen kann - sie sind also harmlos. Sollten die Lehmtönnchen unerwünscht sein, kann man sie nach draußen bringen - möglichst an einen trockenen, überdachten Ort wie zum Beispiel in einer Garage oder einem Schopf, da sie nicht wasserfest sind.

So erreicht ihr Robby Rheinschnake

Mittelbadische Presse
Robbys Kinder-Nachrichten
Nachrichten-Redaktion
Hauptstraße 83a
77652 Offenburg

Ein Fax schickt ihr an: 0781/504-3719

Mit einer Email geht es am schnellsten: robby@reiff.de

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