Robbys Tier-Experte beantwortet Leserfragen

Eine Feldgrillen-Larve

Autor: 
Andreas Braun
Lesezeit 2 Minuten
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24. August 2018
Dies ist die Larve einer Feldgrille.

Dies ist die Larve einer Feldgrille. ©Reiff Medien/Jens aus Gengenbach

"Hallo Robby, diesen Käfer haben wir bei uns am Schrank gefunden, weißt du, wie er heißt? Gruß, Jens aus Gengenbach"

Und hier die Antwort von Biologe Andreas Braun:

"Das ist die Larve einer Feldgrille (Gryllus campestris): Die sieht dem erwachsenen Tier zwar schon recht ähnlich. Sie ist aber kleiner und hat vor allem noch keine Flügel.

Feldgrillen findet man auf Wiesen, Böschungen und an ähnlichen, oftmals vom Menschen geprägten Stellen. Dort graben sie kleine, meist zehn bis 20 Zentimeter lange und etwa zwei Zentimeter breite Röhren in die Erde, in denen sie leben. Auf dem Speiseplan dieser Insekten steht hauptsächlich pflanzliche Kost, gelegentlich fressen Grillen aber auch kleine Insekten oder nagen an toten Tieren – vermutlich, um auf diese Weise an wichtige Mineralstoffe zu gelangen.

Im Frühjahr machen erwachsene Grillenmännchen übrigens »Musik«, indem sie ihre Vorderflügel anheben und gegeneinanderreiben. Mit diesem Zirpen locken sie ihre Partnerinnen an. Ebenfalls noch im Frühjahr findet die Paarung statt. Wenige Tage später legen die Weibchen mit Hilfe einer Legeröhre ihre Eier in den Boden ab – meist 20 bis 40 pro Gelege, wobei es mehrere Eiablageschübe gibt. Später im Sommer sterben die erwachsenen Grillen dann.

Etwa zwei bis drei Wochen nach der Eiablage schlüpft der Nachwuchs. Die »Grillenbabys« leben unter Steinen und Erdschollen –zunächst oftmals gemeinsam. Sie fressen so ziemlich alles: Blätter und Wurzeln, aber auch kleinere Bodentiere. Mit dem Älterwerden lösen sich diese »Wohngemeinschaften« jedoch nach und nach auf, jedes Jungtier gräbt sich dann seinen eigenen Gang.

Die jungen Grillen sind noch bis in den Frühherbst hinein aktiv, bevor sie – wenn es kälter wird – im letzten oder vorletzten von insgesamt elf Larvenstadien überwintern. Den Winter überstehen sie gut geschützt in Höhlengängen, die rund 40 Zentimeter lang sind und 30 Zentimeter unter der Erde enden. Sobald es wieder warm wird – meist an den ersten sonnigen Tagen im März – kommen sie erneut an die Erdoberfläche und werden wenig später nach der letzten Häutung »erwachsen«. Sie sind dann die ersten Heuschrecken des Jahres, die zu »singen« beginnen.

Übrigens hat auch Robbys junge Leserin Helena Keller kürzlich Larven von Feldgrillen in der Wohnung entdeckt."

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