Kinder

Gengenbacher Schüler bauen eines von Robbys Insektenhotels

Autor: 
Katrin Mosmann
Lesezeit 3 Minuten
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10. April 2019
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Jede Menge Material, geballte Arbeitskraft und viel Engagement kamen am Samstag in Fußbach zum Einsatz, wo Realschüler aus Gengenbach ihr Insektenhotel gebaut haben. ©Katrin Mosmann

Robby Rheinschnakes Insektenhotel-Aktion ist in vollem Gange. Ganz viele Schulen und Kindergärten nehmen daran teil. Unter anderem auch die Klasse R6b der Realschule Gengenbach, die am Samstag ihr Bienenhotel gebaut hat. Robbys Assistentin hat die Klasse dort besucht.
 

Robby will den Bienen helfen. Und damit ist er alles andere als alleine. Ganz viele Klassen und Kindergärten wollten an der Aktion teilnehmen. Einige bauen den Bausatz, den Robby gemeinsam mit der Firma Schnitzer organisiert hat, zusammen, wieder andere bauen ihr Insektenhotel frei »Nase«. 40 Euro für Material hat die Firma Schnitzer dafür zur Verfügung gestellt. 

Auch die Klasse R6b der Realschule in Gengenbach hat sich für das freie Bauen entschieden. Am vergangenen Samstag haben sich die Schüler um Klassenlehrerin Marina Braun bei Merle Schrempp und ihrer Familie in Fußbach eingefunden zum großen Arbeitseinsatz. Von morgens bis abends haben die motivierten Schüler, die von einigen Eltern unterstützt wurden, gesägt, gebaut, gebastelt und gefeilt. 

»Wir wollten bei der Aktion mitmachen, weil wir es toll finden etwas Nachhaltiges und Umweltfreundliches zu machen«, verrät Frida (11). Im Biologieunterricht haben sie sich intensiv mit dem Bienen- und Insektensterben beschäftigt. »Es ist schlimm, dass die Wildbienen vom Aussterben bedroht sind und auch für die Käfer gibt es kaum mehr Nistplätze«, verrät Merle (11) betrübt. Mit dem Insektenhotel wollen die Schüler einen kleinen Beitrag dazu leisten, den Bienen und Käfern eine Zuhause zu bieten. »Wir hoffen, dass es bald wieder mehr von ihnen gibt. Und darüberhinaus stärkt das Projekt den Klassenzusammenhalt.«

Die Schüler haben erkannt, dass das Insektensterben Folgen für viele hat: »Wenn die Käfer aussterben, sind sie auch keine Nahrungsquelle mehr für andere Tiere«, sagt Mia (12). Mit jeder Menge Material, das sie gekauft, gesammelt und gespendet bekommen haben, haben sich die Schüler also ans Werk gemacht: »Wir waren sogar im Wald und haben Äste, Moos und viele andere Dinge gesammelt«, verrät Frida. »Von unseren Eltern kam auch einiges, etwa alte Blumentöpfe, Hasendraht, Holz in jeglicher Form, Schilff- und Bambusstäbe und vieles mehr. Wir sind ehrlich gesagt total froh, dass wir keinen Bausatz bekommen haben. So können wir viel kreativer arbeiten.«

Tolle Ideen

 Anleitungen und Tipps haben sich die Realschüler im Internet und vom Naturschutzbund (Nabu) geholt. »Die Schüler haben zudem noch jede Menge eigene tolle Ideen«, verrät Klassenlehrerin Marina Braun, die sichtlich stolz auf ihre Truppe ist. »Es ist eine tolle Klasse, die sehr interessiert an diesem Thema ist. In Bio sind sie alle immer voll dabei, wissen schon so sehr viele Dinge über die Natur und Tierwelt.« Das Thema Insektensterben hat sie alle dabei besonders berührt: »Die Kinder waren entsetzt, als sie gemerkt haben, was es alles nicht mehr geben wird, wenn Bienen und Insekten aussterben. Umso glücklicher sind sie und auch wir von der Schule nun, dass wir unseren Teil dazu beitragen können.« 
Das Insektenhotel wird auf jeden Fall künftig den Schulgarten der Realschule zieren. Und nicht nur deswegen soll es ein ganz besonderes werden.

»Wir bauen ein ganz spezielles Insektenhotel, mehr verraten wir aber noch nicht«, sagt Marina Braun mit einem Grinsen. »Immerhin hofft meine Klasse ja auch, einen der Preise abzusahnen.« (siehe Stichwort). Im Vordergrund aber steht ganz klar etwas anderes: »Die Bienen und Insekten geben uns auch so viel. Luft, Natur, Honig, Früchte und vieles mehr. Und deswegen wollen wir ihnen auch mal etwas geben«, sagt Merle.

Info

»Schönheitswettbewerb«

Alle Teilnehmer, die bis zum 1. Mai ein Foto ihres Insektenhotels und ein Foto von sich mit dem Insektenhotel einschicken, nehmen am »Schönheitswettbewerb« teil, bei
dem Robbys Assistent, der Experte Andreas Braun und die Firma Schnitzer die Gewinner toller Preise auswählen. Der erste Preis sind sage und schreibe 500 Euro für die Klassenkasse. 
Natürlich hofft auch die Klasse R6b der Realschule Gengenbach auf einen Preis: »Wir würden schon gerne gewinnen«, verrät Frida. »Einen Teil des Geldes würden wir dann wahrscheinlich spenden. Vielleicht für den Regenwald oder etwas anderes, wo das Geld der Natur und den Tieren zugutekommt. Das entscheiden wir dann als Klasse gemeinsam.« 
Doch auch die Klassenkasse kann natürlich den Obolus gut gebrauchen, so geht es doch bald ins Landschulheim: »Wir gehen im Sommer ins Donautal in ein Piratenheim. Ein bisschen Taschengeld wäre da natürlich nicht schlecht.« Merle erklärt: »Eines ist aber sicher: Wenn wir mit dem Insektenhotel dazu beitragen, dass es wieder mehr Bienen und Käfer gibt, sind wir glücklich. Das ist uns wichtiger als jeder Preis.« 

Bildergalerie zum Thema

So erreicht ihr Robby Rheinschnake

Mittelbadische Presse
Robbys Kinder-Nachrichten
Nachrichten-Redaktion
Hauptstraße 83a
77652 Offenburg

Ein Fax schickt ihr an: 0781/504-3719

Mit einer Email geht es am schnellsten: robby@reiff.de

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