Robbys Sommeraktion

»Glück auf«: Robbys Gewinner in der Grube

Autor: 
Katrin Mosmann
Lesezeit 4 Minuten
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06. August 2018
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Abkühlung: Auf der Tour »unter Tage« bei wohligen elf Grad haben die Gewinner von Robby Rheinschnakes erster Sommeraktion viele spannende Dinge von den Grubenführern Ronja Mayer und Alfred Droll erfahren. ©Karin Mosmann

Am Samstag haben 13 Robby-Gewinner die »Grube Wenzel« in Oberwolfach erkundet. Die wissbegierige Gruppe hatte viel Spaß bei der ersten Sommeraktion.
 

Eine Abkühlung wie der Sprung ins kühle Nass war Robbys erste Sommeraktion am Samstag. Allerdings mit Gummistiefeln, Regenjacke und Schutzhelm, denn: Es ging nicht ins Freibad oder an den Baggersee, sondern in die Kühle des Besucherbergwerks »Grube Wenzel« in Oberwolfach, wo es rund elf Grad kühl ist. Michel Salzer (11), Rocco Isenmann (6), Emilia Rosenfelder (7), Elias Vollmer (8), Paula Uhl (9), Mia Fix (8), Neo Fix (11), Nils Irsiegler (6), Noah Rößler (14), Milan Rößler (10), Annika Bohn (9), Damian Balkin (8) und Emma Wurth durften gemeinsam mit den Grubenführern Ronja Mayer und Alfred Droll die Grube erkunden, wo einst Bergleute Silbererz ausgegraben haben. 


Dieses, so berichtete Grubenführerin Ronja Mayer bevor die Tour in den Berg hinein startete, war in Schwerspatsteinen zu finden, weswegen die Bergleute nach eben jenem weißen Gestein gesucht haben. »Heute wird Schwerspat oft in der Autoindustrie verwendet und zudem ist es wichtig für die Zähne, denn das Gestein enthält Fluorid.« 

Gleich zum Beginn, nur wenige Meter in der Grube drinnen, machte die wissbegierige Gruppe von Robby-Lesern halt an der Statue der Heiligen Barbara: »Sie ist die Beschützerin der Bergleute. Man erzählt sich, dass sie einst von ihrem Vater in einen Turm gesperrt wurde. Irgendwie schaffte sie es zu den Bergleuten zu fliehen, bei denen sie fortan blieb«, erzählte Ronja Mayer und erklärte einen weiteren sehr wichtigen Brauch der Bergleute: »Wenn man in den Berg hineinging oder sich dort traf, sagte man stets ›Glück auf‹. Man sagte dies, damit nichts passiert, wenn man im Berg arbeitete, denn es war nicht ungefährlich als Bergmann zu arbeiten. Das macht man noch heute. Daher: Glück auf! Gehen wir weiter in den Berg hinein.« 


Trotzdem, dass der Beruf des Bergmannes so gefährlich war, wollten dennoch viele Menschen früher Bergmann werden. »Bergmänner haben mehr verdient als Lehrer und zudem hatten sie bereits im Mittelalter eine Art Krankenversicherung«, berichtet Ronja Mayer, die von den Gewinnern mit Fragen gelöchert wurde. 


Rund 100 Meter in die Erde hinein führte die erste Ertappe, auf der die  Robby-Leser erfuhren, dass die Bergleute mit ihrem Werkzeug, dem Schlegel und dem Eisen, einst die Gänge von Hand in den Berg geschlagen haben: »Maximal zwei bis drei Zentimeter weit sind sie pro Tag gekommen, weil das Gestein sehr hart ist. Über mehrere Jahre sind sie also nur wenige Meter gekommen. Die Gänge waren damals viel niedriger und schmaler als heute. Ab dem Jahr 1723 hat man angefangen nachzusprengen.« 

Ob der Besuch »unter Tage«, so sagt man zum Aufenhalt in einem Bergwerk auch, gefährlich ist? »Es ist alles gesichert und wird überwacht. Es kann also nichts passieren«, versicherte die Grubenführerin. Anders als die Besucher heute, hatten die Bergleute früher übrigens keine Schutzhelme auf, sondern Zipfelmützen, um die Decke zu spüren: »Sie sahen ein bisschen aus, wie Schneewittchens sieben Zwerge, die ja auch Bergleute waren.«
Stiefel waschen


Wie viel es auch heute noch in dem Besucherbergwerk zu entdecken gibt, zeigte die Tour: Schwerspat, wo sogar feine Silberadern durchgehen, gab es ebenso zu entdecken, wie ein »Abfallgang«, wo der ganze Schutt hineinkam, tropfende funkelnde Steine, Arbeiter, die die Grube weiter ausbauen und etwa Erinnerungstafeln an Filmdrehs, wie für den Kinderfilm »Tom und Hacke« aus dem Jahr 2006. Höhepunkt für die Gewinner war der Aufstieg über eine hohe Leiter auf eine obere Etage, wo sich die neugierigen Erkunder auf die Suche nach kleinen Schätzen machten, ehe es wieder zurück nach draußen in die Wärme ging, um die matschigen Stiefel zu putzen – dem Abschluss der ersten Sommeraktion von Robby Rheinschnakes Ferienprogramm. 

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