»Es gibt einiges vorzubereiten«

Gymnasiallehrerin Alexandra Götze über die Sommerferien

Autor: 
Katrin Mosmann
Lesezeit 4 Minuten
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25. August 2018
Alexandra Götze muss während der Ferien zwar nicht in die Schule, zu tun gibt es aber eine Menge.

(Bild 1/2) Alexandra Götze muss während der Ferien zwar nicht in die Schule, zu tun gibt es aber eine Menge. ©dpa

Nicht nur Schüler haben derzeit Sommerferien, auch ihre Lehrer haben Pause vom Unterricht, Lehrplan und Arbeiten korrigieren. Ob Lehrer aber wirklich sechs Wochen lang frei haben, hat Alexandra Götze verraten.

Bestimmt genießt ihr gerade eure Ferien, denkt nicht an Klassenarbeiten und Hausaufgaben. Sechs Wochen sind ja auch wirklich eine lange Zeit. Doch nicht nur ihr habt derzeit frei, auch eure Lehrer genießen die Sommerferien fernab der Schule. Anders als ihr aber haben die meisten Lehrer nicht die gesamten Ferien frei: »Während der Sommerferien muss ich viel vorbereiten und lesen«, verrät Alexandra Götze, Lehrerin am Offenburger Oken-Gymnasium. »Am letzten Freitag der Ferien findet außerdem die erste Lehrerkonferenz in der Schule statt, bei der alle Lehrer Anwesenheitspflicht haben.« In die Ferien gestartet ist die Gymnasiallehrerin auch erst zwei Tage später als die Schüler: »Das war aber freiwillig. Ich musste noch Materialien besorgen und mich mit einer Kollegin austauschen. Theoretisch könnte man aber am ersten Ferientag bereits in den Urlaub fahren.« 

Grobplanung

Lektüren lesen, die im kommenden Schuljahr auf dem Lehrplan stehen, und die Grobplanung des Unterrichts sind einige Aufgaben, die Alexandra Götze in den sechs Wochen erledigen muss. »Wir erfahren während der Ferien, welche Klassen wir im neuen Schuljahr bekommen. Ab dann kann ich auch die Grobplanung des Unterrichts machen, planen, welche Einheiten des Lehrplans ich wann unterrichte.« 

Die Feinarbeit sei allerdings noch nicht möglich: »Den Stunden- und Klausurenplan (in der Oberstufe ist genau festgelegt, wann welche Arbeit geschrieben wird, damit alles gut verteilt ist und nicht alle Klausuren auf einmal geschrieben werden müssen) habe ich noch nicht vorliegen.« Erst wenn die Lehrerin für Deutsch, Erdkunde und Ethik die Pläne kennt, könne sie die einzelnen Unterrichtseinheiten genau planen, überlegen, in welchen Stunden was gelehrt wird und wann Klassenarbeiten geschrieben werden.

»Natürlich kann ich mir während der Ferien ganz flexibel einplanen, wann ich was mache«, verrät Alexandra Götze. Langweilig wird ihr in den Sommerferien aber nie, denn: »Ich habe auch noch zwei Kinder, die mich fordern und die ja auch frei haben.« Vorbereitungen fürs kommende Schuljahr fänden daher normalerweise in ihrem Arbeitszimmer statt: »Teilweise kann ich auch schon Arbeitsblätter erstellen. Und das eine oder andere muss ich auch recherchieren, etwa, wenn neue Fachinhalte hinzugekommen sind. Da muss ich natürlich schauen, wie ich das umsetzen und den Schülern vermitteln kann.«

Das alles gilt übrigens nicht nur für die Sommerferien: »In den anderen Ferien gibt es sogar noch mehr zu tun, da diese ja während des laufenden Schuljahrs sind.« Meist sei vor den Ferien noch eine Klassenarbeit geschrieben worden, die korrigiert werden müsse, und auch Hausarbeiten gebe es durchzuschauen. 

Apropos Arbeiten korrigieren und Unterricht vorbereiten: In der Regel hat man während des Schuljahrs auch nicht frei, wenn der Gong zum Unterrichtsende erklingt. »Zu Hause muss ich oft abends noch arbeiten und auch mal eine Nachtschicht einlegen. Nach dem Unterricht brauchen mich meist meine Kinder, aber als Lehrer muss man eben auch den kommenden Schultag vorbereiten.« 

Ihr fragt euch, ob Lehrer die Schule und die Schüler während der Ferien vermissen? »Ich denke während der Ferien oft an die Schule und auch an die Schüler. Mit manchen war man vielleicht öfter im Gespräch, weiß sogar, was sie in den Ferien geplant haben, andere haben einem das Jahr über immer wieder mal Sorgen bereitet. Da schaltet man nicht mit Ferienbeginn ab.«

Und eines ist sicher: »Nach den Ferien ist die Freude immer groß, wenn die Schule wieder los geht. Denn der Beruf des Lehrers ist einfach toll. Er ist nie gleich, immer eine Herausforderung und unglaublich spannend.«

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