Robby-Aktion

Lebendiger Erdkundeunterricht im Museum "Mima" Oberwolfach

Autor: 
Katrin Mosmann
Lesezeit 4 Minuten
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16. Oktober 2018
Eine Reise durch die verschiedenen Zeitalter der Erdgeschichte haben die 20 Gewinner von Robby Rheinschnakes Aktion im Museum für Mineralien und Mathematik (»Mima«) in Oberwolfach unternommen

Eine Reise durch die verschiedenen Zeitalter der Erdgeschichte haben die 20 Gewinner von Robby Rheinschnakes Aktion im Museum für Mineralien und Mathematik (»Mima«) in Oberwolfach unternommen ©Katrin Mosmann

20 Robby-Leser durften am Samstagnachmittag gemeinsam mit Thomas Siefert das »Mima« in Oberwolfach erkunden. Dabei haben sie eine Menge über die Erdgeschichte und die Steine und Mineralien des Schwarzwalds erfahren. 

»Alle Steine, die ihr hier seht, stammen aus dem Schwarzwald«, erklärte Thomas Siefert den 20 Gewinnern von Robby Rheinschnakes »Mima«-Aktion am Samstagnachmittag im Museum für Mineralien und Mathematik (»Mima«) in Oberwolfach. Zwei Stunden lang durften die Gewinner Annika (9), Antonia (5), Liv (9), Heidi (10), Jan (10), Nora (9), Jonas (8), Lena (12), Ben (11), Marius (7), Max (8), Marius (12), Jannis (9), Marius (10), Fabian (12), Hannah (10), Laura (8), Lena (6), Felix (8) und Luca (10) dann das »Mima« mit dem pädagogischen Mitarbeiter auf spielerische und höchst lehrreiche Weise erkunden.

Siefert erklärte, was ein Fluorit und ein Baryt (Schwerspat) sind, und dass viele der Gesteinsnamen aus dem Griechischen stammen. » ›Bar‹ bedeutet schwer, daher auch der Name des Schwerspats Baryt.« Die häufige Endung der Steine, das »it« oder »yt«, leite sich vom griechischen Wort »litos« ab, was »Stein« bedeutet. 

Auf einer kurzweiligen Tour durch das Museum entdeckten die Gewinner dann jede Menge tolle Steine in den unterschiedlichsten Farben. Alle platziert in Vitrinen. Einige der Mineralien waren in dem gläsernen Schrank zusätzlich noch mit einem durchsichtigen Deckel abgedeckt. Den Grund dafür wusste Marius: »Die Mineralien würden mit der Luft reagieren.« Richtig. Aber nicht nur das: »Sie enthalten Arsen, was, wenn man regelmäßig damit in Kontakt kommt, giftig ist«, ergänzte Siefert.

Kurzweilige Führung

Danach hieß es für die Gewinner, selbst aktiv zu werden. Eingeteilt in zwei Gruppen, die »Baris« und die »Fluris«, durfte die erste Gruppe vier Steine, den Granit, den Buntsandstein, Kalkgestein und den Porphyr, benennen und kennenlernen. »Der Granit etwa kommt sehr oft im Schwarzwald vor«, erklärte Thomas Siefert. »Der Porphyr, ein Vulkanstein, ist der schwerste der vier Steine.« Auch das Alter der Steine erfuhren die jungen Erkunder: »Der Granit ist der älteste, er ist 400 Millionen Jahre alt, der jüngste, der Buntsandstein, dagegen ist ›nur‹ 250 Millionen Jahre alt.« 

Ein Stockwerk höher unternahm die zweite Gruppe gemeinsam mit Tina Bohn, der Mama einer Gewinnerin, eine Zeitreise durch die Erdgeschichte. Verschiedene Zeitalter galt es in die richtige Reihenfolge zu legen, angefangen mit der »Feuer-Erde« vor über 4000 Millionen Jahren, über den »Planet der Giganten« (die Dinosaurier, die vor 250 Millionen Jahren lebten), bis hin zum Zeitalter der Menschen, unserer heutigen Erde.

Nach dieser spannenden Reise in die älteste Vergangenheit unseres Planeten durften alle Gewinner, nun wieder vereint, einiges über die Entstehung von Gesteinen und Mineralien lernen. Einige der Gewinner glänzten dabei mit bereits vorhandenem Wissen: »Kalkstein entsteht durch Skelette, etwa von ausgestorbenen Dinosauriern.« Dafür aber ist noch Druck notwendig, erklärte Thomas Siefert: »Wenn ein Skelett zum Beispiel auf den Meeresboden sinkt, entsteht durch das Wasser so großer Druck, dass die Knochen zu Stein gepresst werden.«

Zu Zeiten der Dinos

Nun haben die Gewinner ja ganz schön viel über die Zeitalter der Erde und das Alter von Steinen erfahren, so richtig vorstellen kann man sich diese riesigen Zahlen aber nicht wirklich. »Wir werden nun auf dem Sportplatz mithilfe eines 46 Meter langen Seils die 4,6 Milliarden Jahre Erdgeschichte ein bisschen bildlich machen.« Ausgestattet mit Hütchen, Zeittafeln und vor allem Zollstöcken ging es nach draußen. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie viel Spaß die Gewinner bei der Messaufgabe hatten. Und am Ende, als alle Tafeln verteilt waren und die Eiszeit nur wenige Zentimeter neben dem heutigen Zeitalter lag, wurde in diesem lebendigen Erdkundeunterricht klar, wie lang – besser gesagt: wie kurz – es her ist, dass Dinosaurier auf unserer Erde lebten. Und wie alt so mancher Stein und vor allem dieser Planet sind. 

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