Kinder

Schildkröten-Nachwuchs in Gengenbach

Autor: 
Katrin Mosmann
Lesezeit 3 Minuten
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10. Oktober 2018

15 Gramm schwer und grade mal so groß wie eine Streichholzschachtel: Die Babyschildkröte Crissi ist eine Sensation, nicht nur für Elena und ihre Familie. Denn eigentlich ist es in Deutschland viel zu kalt, dass Schildkröten reifen und schlüpfen. ©Katrin Mosmann

Tierischen Nachwuchs gab es in der Familie Wußler aus Gengenbach Ende September. Seither erobert Babyschildkröte Crissi die Herzen der Familienmitglieder im Sturm. Warum Crissi eine absolute Seltenheit ist, hat Elena Wußler Robbys Assistentin verraten.
 

Als Christoph Wußler am 27. September im Garten am Werkeln ist, kann er nicht glauben, was er unter dem Pfirsichbaum entdeckt: eine kleine frisch geschlüpfte Babyschildkröte – genau 102 Tage nachdem Hausschildkröte Paula ein Ei gelegt und im Garten verbuddelt hat. Nicht nur für Wußlers, die sich mit den tierischen Familienmitgliedern wirklich gut auskennen – Mama Beate Wußler hat seit vielen Jahren das Schildkrötenpärchen Timmi und Paula (55 Jahr alt), das zuvor schon ihrem Papa gehört hat –, ist die Geburt der kleinen Schildkröte eine Sensation. Denn: »Eigentlich ist das Klima in Deutschland zu kalt, dass Schildkrötenbabys schlüpfen können«, verrät Anna Wußler (13). In diesem wirklich heißen Sommer aber war es, wie man an dem neuen Familienmitglied sieht, warm genug.

»Die Entwicklung der gelegten Eier ist temperaturabhängig«, weiß Robbys Experte, den Robby natürlich umgehend ausgefragt hat. »Im Rekordsommer 2003 soll es damals auch Nachwuchs bei manchen Schmuckschildkröten gegeben haben«, erklärt er weiter.
»Das war dieses Jahr wohl wirklich Glück«, schwärmt Elena Wußler (8). »Paula legt ja jedes Jahr Eier, meist acht bis neun auf einmal. Dieses Jahr war es nur eines, was uns schon ein bisschen gewundert hat.« Die leise Hoffnung im Kopf, dass wirklich einen kleine Schildkröte schlüpfen könnte, haben Wußlers natürlich immer wieder die Stelle am Boden beobachtet, wo Paula das Ei am 17. Juni verbuddelt hat. »Wirklich dran geglaubt haben wir aber nicht.«

Deswegen hat Elena anfangs auch gedacht, dass es sich bei dem frisch geschlüpften Tierchen um ein Spielzeug handelt: »Als ich von der Schule heimkam und die kleine Schildkröte im Gras gesehen habe, dachte ich, dass ist ein Schleich-Tier. Als ich gemerkt habe, dass sie echt ist, konnte ich unser Glück kaum fassen.« 

Gemeinsam mit ihren Geschwistern und Eltern hat Elena den Familiennachwuchs »Crissi« getauft. »Wir wissen ja noch nicht, ob es ein Bub oder ein Mädchen ist. Das wird sich erst in sechs bis zehn Jahren zeigen. Crissi ist ein neutraler Name und außerdem hat mein Papa Christoph die Kleine ja gefunden«, schwärmt Elena. Papa Christoph war es auch, der sofort ein kleines Gehege für die Babyschildkröte gebaut hat: »Gemeinsam mit den Großen in einem Gehege war uns zu gefährlich. Wir hatten Angst, dass Timmi und Paula sie zertrampeln«, verrät Anna. »Schildkröten sind nämlich Einzelgänger, die sich nicht wie andere Tiere um ihren Nachwuchs kümmern.«

»Auf das kleine Gehege haben wir dann ein Gitter drauf gemacht, damit Vögel oder etwa ein Marder Crissi nicht angreifen können«, erzählt Elena weiter. Mittlerweile ist Crissi in die Wohnung von Wußlers in ein Terrarium gezogen: »Die Nächte sind uns nun doch zu kalt geworden und Crissi braucht noch viel Wärme, um zu einer großen Schildkröte heranzuwachsen«, weiß die achtjährige Elena.

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