Kinder

Weihnachten in den USA mit Santa Claus

Autor: 
Katrin Mosmann
Lesezeit 4 Minuten
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22. Dezember 2018

In Amerika beschenkt Santa Claus die Kinder, die ihre Socken an den Kamin hängen und darauf warten, dass der Weihnachtsmann sie befüllt. ©Redaktion

Bereits im Thanksgiving-Interview hat Janina Allen, die aus Hornberg stammt und seit 2003 in Atlanta in Amerika lebt, versprochen, ein bisschen über das amerikanische Weihnachten zu plaudern. Das unterscheidet sich in nämlich in vielen Dingen von den deutschen Bräuchen. Aber lest einfach selbst, was Janina Robbys Assistentin über das Fest »Christmas«, Santa Claus und Rudolph, das Rentier mit der roten Nase, erzählt hat. 
 

Janina, Du hast uns an Thanksgiving erzählt, dass nun die Weihnachtszeit eingeläutet wird... 
Janina Allen: Das ist richtig. Am Wochenende nach Thanksgiving wurden die Kisten mit Weihnachtsdeko vom Speicher geholt und der Christbaum gekauft. Nachdem alle fünf Lichterketten am Baum angebracht waren, durfte jeder in der Familie seinen Weihnachtsschmuck dran hängen. Unser Baum ist sehr farbenfroh. Zwischen Yoda von Starwars, Snoopy, Little Pony und selbstgebasteltem Schmuck, hängt auch noch der eine oder andere Weihnachtsanhänger aus dem Erzgebirge. An der Tür hängt der Kranz, am Kamin die Socken und, nicht zu vergessen, draußen der Herrnhuter Stern.  

Wird der Advent in Amerika wie in Deutschland gefeiert?
Janina: Obwohl die Adventszeit nicht so klassisch wie in Deutschland gefeiert wird, gehen viele amerikanische Christen am ersten Advent in die Kirche. Der typische Adventskranz ist nicht in allen Haushalten und Kirchen zu sehen, gewinnt aber immer mehr an Popularität. In den vergangenen Jahren gibt es auch immer mehr Adventskalender in den Geschäften und zum selber basteln, welche Kinder wie auch die Erwachsenen erfreuen. Wir haben für den Kranz und den Adventskalender dieses Jahr Unterstützung von Oma und Opa aus Deutschland bekommen. Die Kinderschokolade ist der Hit. 

Was für Höhepunkte bietet der Advent sonst noch?
Janina: Die Adventszeit ist voll mit Weihnachtsfeiern bei der Arbeit, im Kindergarten, in der Schule, in den Vereinen und mit Freunden. Häuser, Straßen und Geschäfte sind weihnachtlich geschmückt. »Rudolph
the Red Nose Reindeer« und »White Christmas« ist über die Lautsprecher der Geschäfte zu hören. Ganz toll sind die Weihnachtsbeleuchtungen in den Nachbarschaften. Ihr kennt bestimmt die Filme »Schöne Bescherung« oder »Verrückte Weihnachten«: Genau so ist es! Hoffentlich überladen die vielen Lichter nicht die Stromleitung, sodass wir am Ende noch im Dunkeln sitzen. Dann gibt es noch die Weihnachtssinger »Carolers«, die vor der Tür  stehen und Weihnachtslieder singen und der Coca-Cola-Weihnachts-Truck ist auf Touren. Wusstest ihr, dass Coca Cola ihren Hauptsitz hier bei uns in Atlanta hat?

Wow! Weihnachten in Amerika unterscheidet sich schon vom Deutschen Weihnachten...
Janina: In Deutschland feiert ihr Weihnachten am Heiligabend. In Amerika ist das anders, wir feiern am ersten Weihnachtsfeiertag, dem »Christmas Day«. An Heiligabend wird ein Glas Milch und ein Teller mit Keksen hingestellt, denn Santa kommt nachts. 

Stimmt, zu euch kommt ja der Weihnachtsmann, also Santa Claus...
Janina: Genau. Schon ganz früh werden die Eltern am 25. Dezember von den Kindern geweckt, denn Santa Claus war da. Er ist nachts durch den Kamin gekommen und hat die Geschenke unter den Baum gelegt. Die Milch und die Kekse, die am Vorabend hingestellt wurden, sind weg. Nur noch Krümel sind übrig, denn Santa hat Stärkung gebraucht. Er muss so viele Geschenke mit seinem Schlitten in alle Häuser bringen. Typisch hat die ganze Familie Weihnachtsschlafanzüge an und während die Kinder ihre Geschenke auspacken, freuen sich die Erwachsenen über eine Tasse Kaffee. Nach der Bescherung wird gekocht, denn wir erwarten die ganze Familie zum traditionellen Weihnachtsessen. 

Was isst man denn traditionell an Weihnachten`?
Janina: Dieses Jahr feiern wir Weihnachten bei uns zu Hause. Die ganze Familie hat sich zum Weihnachtsschmaus angemeldet. Bei uns steht Schinken, Nudelauflauf, Kartoffelbrei, Süßkartoffelauflauf, grüne Bohnen mit Speck, gefüllte Eier, frische Brötchen, Maisbrotauflauf, Preiselbeerkompott und dann natürlich ganz viel Nachtisch auf dem Speiseplan. 


Christkind oder Santa: Welches Weihnachten gefällt Dir besser? Vermisst Du die deutschen Bräuche?
Janina: Ich bin zu Hause mit dem Christkind aufgewachsen. Nie werde ich vergessen, wenn wir Kinder in unseren Zimmern gespielt haben und dann ein Glöckchen klingelte. Das konnte nur heißen, dass das Christkind da war! Und dann sind wir ins Wohnzimmer gerannt, wo ganz viele Geschenke unter dem Weihnachtsbaum lagen. Unsere Gesichter strahlten. In Amerika bringt Santa Claus die Geschenke. Er macht die Arbeit sehr gut, meine Kinder freuen sich immer riesig und können es kaum erwarten. Da wir deutsch-amerikanisch sind, dürfen unsere Kinder übrigens auch an Heiligabend schon ein Geschenk auspacken. Was ich wirklich vermisse, ist ein weißes Weihnachten. Letztes Jahr haben wir hier in Atlanta das Fest im T-Shirt gefeiert. Aber dieses Jahr könnte es anders sein. Ein Kälteeinbruch ist angesagt und mit ein bisschen Glück geht vielleicht sogar mein Wunsch in Erfüllung. 

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