Labrador Orpheus

Yorkshire Terrier sind klein, süß und frech

Autor: 
Labrador Orpheus
Lesezeit 3 Minuten
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24. August 2019

(Bild 1/2) Hallo Orpheus, ich bin Luna, eine sehr klein gebliebene Yorkshire-Terrier-Dame. Man glaubt es kaum, aber ich bin schon fünf Jahre alt. Ich sehe sehr niedlich aus und beschütze besonders gerne mein Frauchen. Ich bin durch und durch ein Terrier und bewache auch das Haus und Hof meiner Familie. Ansonsten bin ich sehr anhänglich und möchte viele Kuscheleinheiten haben. Ist ja klar, ich bin die Chefin im Haus... Liebe Grüße, Mira ©Redaktion

Ich habe wieder Post von einem Hund bekommen. Diesmal von einer Yorkshire-Terrier-Hündin namens Luna. Wie ihr seht, ist sie sehr niedlich. Ich finde, man sieht ihr aber an, dass sie nicht nur süß, sondern auch frech ist.

Yorkshire Terrier sind sehr intelligente, lebhafte und mutige Hunde. Äußerlich sehen sie niedlich und klein aus, in ihnen steckt aber eine Menge Energie. Doch welche Geschichte hat die Hunderasse Yorkshire Terrier? Ursprünglich haben Schotten kleine Hunde mit nach England gebracht, als sie damals in die nordenglischen Industriestädte zum Arbeiten kamen. Ihre Hunde waren Skye Terrier und Clydesdales, die mittlerweile ausgestorben sind. Vor etwa 200 Jahren begannen Arbeiter in der nordenglischen Grafschaft Yorkshire schließlich, ganz gezielt kleine Terrier zu züchten. Die Aufgabe der Yorkshire Terrier war es, die Städte frei von Ratten und Mäusen zu halten. Später wurden sie aber auch zur illegalen Jagd auf Kaninchen eingesetzt. 

Alle wollten einen Yorkie

Die damaligen Züchter legten viel Wert darauf, die Terrier besonders klein und leicht zu züchten. Denn so wurden sie auch in ganz vornehmen Kreisen und den ganz feinen Leuten interessant. Wichtig war auch immer, dass die Hunde ein langes und seidiges Fell hatten. So verkauften die Züchter schließlich viele Yorkshire Terrier an den Adel. Ins Zuchtbuch wurde die Rasse im Jahr 1874 eingetragen, wobei die offizielle Anerkennung erst 1886 erfolgte. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war der Yorkshire Terrier einer der beliebtesten Zwerghunde der Briten. Kurz darauf begann er sich aber auch außerhalb des Landes zu verbreiten. In den 70er-Jahren gab es einen richtigen Hype und plötzlich wollten alle so einen kleinen Hund haben.

Obwohl Yorkshire Terrier so klein sind, gelten sie als mutig und selbstbewusst. Besonders gegenüber anderen, auch viel größeren Hunden, verhält sich so ein Terrier manchmal fast schon frech. Am liebsten kläfft er andere Hunde von Herrchen oder Frauchens Arm aus oder aus dem Fahrradkorb an, denn da fühlt er sich noch sicherer. 

So niedlich die kleinen Yorkies auch aussehen – bei der Erziehung darf man keine Kompromisse eingehen. Die kleinen Hunde haben es nämlich faustdick hinter den Ohren und brauchen einen erfahrenen Hundehalter, der ihnen zeigt, wo es lang geht. Schon als Welpe ist es wichtig, dass der Hund eine Bezugsperson hat, die sich gut durchsetzen kann. Besonders an andere Hunde muss ein junger Yorkie gewöhnt werden, da er sich sonst gerne aufspielt. Wichtig ist es, dem kleinen Wirbelwind genug Zeit zu lassen, um zu verstehen, was er darf und was nicht. Zum Beispiel sollte man ihm beibringen, dass er im Haus nicht kläffen darf. 

Nicht auf dem Arm

Manche Leute machen den Fehler, die Yorkshire Terrier nicht wie einen richtigen Hund zu behandeln und tragen ihn auf dem Arm oder in einer Tasche durch die Gegend. Yorkshire Terrier wollen das gar nicht unbedingt. Als ehemalige Jagdhunde wollen sie sich viel bewegen und täglich spazieren gehen. Als Ausgleich zu seinem Jagdtrieb sind die kleinen Hunde von Jagd- und Suchspielen begeistert. Weil er so klein ist, eignet sich der Yorkshire Terrier zwar nicht so gut zum Joggen oder Radfahren, aber weil er so verspielt und aktiv ist, liebt er es, durch Agility-Parcours zu jagen. 

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