Spurensuche Kunst im Raum

"Begegnungen" von Josef Fromm

Autor: 
Jutta Hagedorn
Lesezeit 2 Minuten
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16. November 2020

Josef Fromms „Begegnung“ am Kehler Rheinufer: Eine Skulptur, die viele Geschichten erzählt. ©Ulrich Marx

Fotograf Ulrich Marx hält Kunstwerke im öffentlichten Raum fest. In Kehl fand er „Begegnungen“.

Überall in der Ortenau begegnen sie dem Spaziergänger, laden mitten in der Stadt zum Verweilen ein: Skulpturen, die nach einer Ausstellung, einem Workshop oder als Schenkung dort stehen. Unser Fotokollege Ulrich Marx macht sich auf die Suche nach diesen beredten Bildwerken, in Zell a. H., wo die Kunstwege ihre Spuren hinterlassen haben, oder in Durbach im Skulpturenpark oder im Garten der Zwei Ufer auf der Kehler Seite des Rheins.
Diese Bildhauerkunstwerke sind sperrig oder anziehend, lassen Fragen offen oder sind ganz eindeutig. Und sind auch in Zeiten von Corona und kulturellem Lockdown nicht weggeschlossen, sondern laden ein.
Die Bronze-„Begegnung“ des Münchner Künstlers Josef Fromm hat hohe Symbolkraft. Sie wurde am 1. Juli 1994 auf der Kehler Rheinseite errichtet und ist Teil des Versöhnungsweges Kehl/Straßburg während der Landesgartenschau in Kehl im Jahr 2004. 
Für Freundschaft
„Begegnung“ drückt die Sehnsucht der Menschen nach Frieden, Freundschaft, Harmonie und dem Willen zum vertrauensvollen Miteinander und Dialog aus. Die Dreiteilung des Granitsockels weist auf die Länder am Oberrhein hin: Schweiz, Frankreich, Deutschland. Straßburgs früherer Bürgermeister Pierre Pflimlin bezeichnete das Kunstwerk als „Symbol der gut nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Kehl und Straßburg, zwischen Baden und Elsass und darüber hinaus zwischen Frankreich und Deutschland“, wie es in der Broschüre heißt.

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