Straßburg-Kultur im Februar

Jede Menge böser Überraschungen

Autor: 
Kurt Witterstätter
Lesezeit 3 Minuten
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21. Januar 2020

Patricia Petibon ©ONR/Bernard Martinez

Die Kultur in Straßburg bietet im Februar wieder eine breite Palette an Veranstaltungen.

Bedroht zittern die Akteure der Straßburger Februar-Kultur vor Ungemach: Im ElsässischenTheater vor Enthüllung, im Schauspiel vor Wasserflut. 
Zwischen ihre letzten Aufführungen von Wagners „Parsifal“ (bis 7. Februar) schiebt die Rheinoper am 5. Februar den Gesangsabend von Patricia Petibon mit Liedern vom 19. bis 21. Jahrhundert (vonFauré über Satie, Poulenc, Barber und Copland bis zu John Lennon und Thierry Escaich). Vom 18. bis 21. Februar zeigt das „Ballet du Rhin“ die Choreographie von Gil Carlos Harush „Yours Virginia“ auf das Autoren-Paar Leonard und Virginia Woolf; die Musik stammt von Gluck, Tschaikowsky, Vaughan Williams, Elgar, Schostakowitsch und Philip Glass.

Fortsetzung des Mahler-Zyklus’

Die Philharmoniker setzen am 13./14. Februar im Musikpalais ihren Mahler-Zyklus fort: Aziz Shokakimow dirigiert nach Wagners „Tristan“-Vorspiel und -Liebestod die Fünfte
Im TNS-Schauspiel kann man vom 4. bis 20. Februar in Marguerite Duras‘ „Eden Cinema“ das Kolonial-Schicksal einer verwitweten Französin erleben, die sich in Indochina als Stummfilmpianistin im „Eden“-Kintopp durchschlägt und von korrupten Beamten betrogen wird. Vom 7. bis 15. Februar lässt Martin Crimp in „Le reste vous leconnaissez“ den Kampf um die Herrschaft in Theben nach Euripides‘ „Phönikerinnen“ von einem Chor junger Frauen hinterfragen.

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Im Maillon-Theater wollen in Raphaëlle Boitels „Der Fall der Engel“ vom 5. bis 8. Februar digitale Marionetten ins pralle Leben zurück finden. Schreck lass‘ nach. Mit neuen Realitäten werden die Freunde des Elsässischen Theaters in gleich zwei Mundartstücken im Stadttheater konfrontiert. Bei Didier Francks „D‘Ruckkehr vom Boomerang“ lüftet eine erfolgreiche Anwältin bei ihrem 15-jährigen Ehejubiläum am 11./12. und 22./23. Februar den Festgästen ein Geheimnis. 

„Fest der Bleichen“

Auch in Vahé Katchas „Mordshunger“ (27. Februar bis 1. März) nimmt eine Feier von sieben Elsässern 1942 nach dem tödlichen Anschlag auf zwei deutsche Offiziere eine dramatische Wendung, als die deutschen Besetzer von den Feiernden zwei Geißeln verlangen: Jeder versucht bei diesem „Fest der Bleichen“ seine Haut zu retten. Bis in den Mai spielt die Choucrouterie ihre Jahresrevue 2019: Auf französisch „En marche, Attacks!“ und auf elsässisch „En marche: Ihr kenne uns!“.
Jazzdor bietet im Dreizehner-Graben „Fossé des treize“ in der Finkmatt am 14. Februar mit den „Percussions de Strasbourg“ minimalistischen Jazz von Nik Bärtsch und am 21. Februar ModernJazz mit dem Michael-Formanek-Trio.
In der Laiterie gibt es Folk, Rap und Metal: Mit der Brasilianerin Flavia Coelho (5.), den britischen Power-Metallern „Dragonforce“ (8.), den norwegischen Rockern „Leprous“ (9.), den Tzigane Folkchansons „La Rue Ketanou“ (11.), den kanadischen Blues-Rockern „Knuckle Head“ (13.), dem US-Synthie-Beat „Dance with the dead“ (21.) und den Pariser Indie-HipHopern „Isaac Delusion“ (27. Februar).

Info

Karten

Informationen und Karten (Vorwahl Straßburg immer 0033):
Rheinoper Tel 368.987593,
Philharmoniker Tel 368.986815,
TNS Tel 388.248824,
Maillon Tel 388.276171,
Elsässisches Theater Tel 633.260300, 
Choucrouterie Tel 388.360728, 
Jazzdor Tel 388.363048,
Laiterie Tel 388.237237.

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