Ausstellung beim Kunstverein Offenburg >Mittelbaden

Bei Johannes Mundinger geht die Kunst die Wände hoch

Autor: 
Gertrud Schley
Lesezeit 2 Minuten
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01. Dezember 2017
Übergang vom Figurativen zum Abstrakten: Gemälde von Johannes Mundinger in der Ausstellung beim Kunstverein Offenburg-Mittelbaden.

(Bild 1/2) Übergang vom Figurativen zum Abstrakten: Gemälde von Johannes Mundinger in der Ausstellung beim Kunstverein Offenburg-Mittelbaden. ©Ulrich Marx

Johannes Mundinger wurde in Offenburg geboren und hat mit seiner Wandmalerei bereits in der halben Welt Spuren hinterlassen. Heute, Freitag, eröffnet der Kunstverein Offenburg-Mittelbaden eine Ausstellung mit dem Künstler.

Wer eine Wandmalerei von Johannes Mundinger bewundern will, muss nicht nach Berlin, Brüssel, Prag oder gar nach Mexiko fahren.  Auch in seiner alten Heimat hat der Künstler eine 14 Meter hohe schmucklose Wand zum Kunstwerk gemacht: am Haus seiner Großeltern nahe der Kreuzung Weingartenstraße/Friedrichstraße in Offenburg. Unterstützt wurde er bei der Aktion von Designer und Kunstlehrer Elias Errerd, der Stadt Offenburg und dem Kunstverein Offenburg-Mittelbaden.
 
Letzterer hat jetzt dafür gesorgt, dass noch mehr Mundinger-Kunst in der Stadt zu sehen ist. Allerdings nicht als Wandgemälde. »Das konnte ich ihm nicht erlauben«, scherzte Martin Sander, der Geschäftsführer des Vereins, bei der Vorbesichtigung der Ausstellung in den Räumen im Kulturforum. Immerhin konnte der Künstler ein Werk so drapieren, dass der Betrachter erst beim genaueren Hinschauen bemerkt, dass sich zwischen Wand und Farbe dünnes Papier befindet.
 
Mundinger zeigt in der Ausstellung hauptsächlich abstrakte Werke, die in den vergangen zwei Jahren entstanden sind. Er verbindet grafische Elemente mit großzügigen Farbflächen. Das größte Objekt nimmt mit neun mal 30 Metern eine komplette Wand ein. Mundinger kann es aber auch kleiner, wie unter anderem seine neueren Glasbilder zeigen. Auf einigen wenigen Bildern lässt der Künstler den Übergang vom Figurativen zum Abstrakten erkennen. Er lasse sich von der Intuition leiten, verriet er. In vielen Motiven steckten persönliche Erinnerungen, die er wiederhole und variiere.  

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Johannes Mundinger wurde 1982 in Offenburg geboren und ist in der Ortenau aufgewachsen. Kunst studiert hat er in Münster und Brüssel. Er wurde mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet und kann auf eine ganze Reihe von Ausstellungen verweisen. Heute lebt und arbeitet er in Berlin. 

Ausstellung Johannes Mundinger, Kunstverein Offenburg-Mittelbaden, Offenburg, Kulturforum, 2. Dezember bis 28. Januar, Vernissage heute, Freitag, 19.30 Uhr. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 13 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag 
11 bis 17 Uhr.

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