Ausstellung in Riegel am Kaiserstuhl

Bernd Kirschner kehrte zu Jürgen Messmer zurück

Autor: 
Jürgen Haberer
Lesezeit 2 Minuten
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30. September 2017
Kunstsammler Jürgen Messmer und Galeristin Jona Markgraf vor einem der großformation Werke von Bernd Kirschner.

Kunstsammler Jürgen Messmer und Galeristin Jona Markgraf vor einem der großformation Werke von Bernd Kirschner. ©Jürgen Haberer

Bernd Kirschner war der erste, der 2014 in der Galerie »m« in Riegel am Kaiserstuhl ausgestellt hat. Bis zum 3. Dezember zeigt er hier nun »Morphische Felder«, eine vergleichsweise bescheidene Auswahl neuer Arbeiten.  

 Vor gut acht Jahren hat sich in der ehemaligen Brauerei in Riegel die Kunsthalle Messmer angesiedelt. Kunstmäzen Jürgen Messmer zeigt hier vor allem die Werke großer und bekannter Künstler. Zu den herausragenden Besuchermagneten zählten seine Bilderschauen mit Arbeiten von Marc Chagall, Le Corbusier, Victor Vasarely, André Evard, Salvador Dali und Christo. Aktuell ist hier noch bis zum 12. November die Ausstellung »Picasso und die Frauen“ zu sehen. 
Etwas im Schatten der Kunsthalle hat Messmer 2014 mit der Galerie »m« eine weitere Plattform geschaffen, die der zeitgenössischen Kunst und den großen Talenten der Gegenwart gewidmet ist. Mit Bernd Kirschner, dessen Arbeiten zur Eröffnung der Galerie gezeigt wurden, ist nun erstmals einer der hier vorgestellten Künstler an den Kaiserstuhl zurückgekehrt. 
Kirschner, 1980 in Memmingen in Oberschwaben geboren, ist Absolvent der Staatlichen Kunstakademie Stuttgart. Er lebt und arbeitet in Berlin. Aktuell gilt er als einer der aufregendsten Künstler Deutschlands. Seine Arbeiten waren in Berlin, Hamburg und München zu sehen, auch in Istanbul, Wien und New York sowie in Peking und Seoul. Noch bis Ende des Jahres unterrichtet Bernd Kirschner mit einer Gastprofessur in Huangzhou in China. 

Ahnung von der Wirklichkeit

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Kirschner bewegt sich wie kaum ein anderer im Spannungsfeld zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Seine Bilder erzeugen eine Ahnung der Wirklichkeit, in der immer auch eine fast mystisch anmutende Illusion mitschwingt. Menschliche Gestalten, Figurengruppen und Portraits schälen sich schemenhaft aus metaphysischen und surrealen Landschaften heraus, die scheinbar nur aus Wasser, Nebel und Dunst zu bestehen scheinen. 
Allgegenwärtig ist dabei das Element Wasser, dass sich immer wieder in zentrischen Kreisen offenbart, in Spiegelungen und Wellenstrukturen.  Bernd Kirschners »Morphische Felder« warten aber auch mit amorphen Strukturen auf.Sie sind ein lustvolles Spiel diffuser Farbfelder, in denen erst auf den zweiten Blick ins Auge stechende Figuren und Gesichter auftauchen, die der Mythologie entsprungen scheinen.

Ausstellung »Morphische Felder« von Bernd Kirschner, Galerie »m«, Riegel am Kaiserstuhl. Bis 3. Dezember, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt zur Galerie ist kostenlos. Sie ist durch einen separaten Eingang seitlich der Kunsthalle Messmer zu erreichen.

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