Galakonzert in der Oberrheinhalle

Die "Night of Stars symphonic" in Offenburg blickte gen USA

08. Januar 2018
&copy Ulrich Marx&copy Jürgen Haberer

Frank Sinatra und Ella Fitzgerald, George Gershwin und Cole Porter standen Pate bei der Neuauflage der »Symphonic Night of Stars« in der Oberreinhalle. Zum Einstieg in das Galakonzert tauchten die Big Band Surprise und die Philharmonie am Forum aber in die Klanglandschaften von Aron Copland ein.   

 Morgennebel und frischer Tau liegt über den Appalachen, der dicht bewaldeten Bergkette entlang der Ostküste der USA. Dann bricht die Sonne durch, taucht die Landschaft in einen silbernen Glanz. 
Peter Stöhr hat lange überlegt, wie er den musikalischen Einstieg in die mittlerweile vierte Auflage der »Symphonic Night of Stars« inszenieren soll. Ein kräftiger Tusch, mit dem Orchester und Bigband die gut 800 Besucher in der Oberreinhalle begrüßen, ein hell funkelnder Evergreen oder doch lieber eine kräftige Prise Swing? Der musikalische Leiter der städtischen Musikschule hat sich am Ende ganz anders entschieden. 
Der musikalische Streifzug durch die USA umschiffte erst einmal ganz bewusst die pulsierenden Rhythmen, den typischen Klang der neuen Welt. Leise und gefühlvoll, in einer durch und durch orchestralen Geste, tauchten die beiden Klangkörper in den Zauber einer 1944 uraufgeführten Ballettmusik von Aron Copland ein. 

Atmosphärischer Kontrapunkt

Die »Appalachian Spring Suite« beschreibt romantisch verklärt eine Landschaft, taucht sie in das Licht der Morgensonne, lässt eine erfrischende Quelle plätschern, bevor der Mensch den Plan betritt und die Musik in den kraftvollen Rhythmus eines Square Dance eintaucht. Das wie immer von Ines Pasz moderierte Galakonzert setzte so erst einmal einen atmosphärischen Kontrapunkt, bevor es mit Gorge Gershwin und der Solistin Rebekka Ziegler richtig durchstartete. 
Peter Stöhr, der die »Night of Stars« 2006 noch im Kinzigtal aus der Taufe gehoben hat, untermauerte mit der neuen Show einmal mehr den musikalischen Anspruch, unter dem er seine Big Band und die wieder von Rolf Schilli ausgeliehene Philharmonie am Forum zusammengeführt hat. 

Klassik und Swing Hand in Hand

Klassik und Swing reichten sich die Hand, tauchten ein in den »American Way of Life«, eine Musik, die so nur der neue Kontinent hervorbringen konnte. Pianistin Andrea Kauten brillierte mit dem Orchester im Rücken mit Gershwins »Rapsody in Blue«, die Vokalisten Rebekka Ziegler und Dominik Safari wandelten auf den Spuren von Ella Fitzgerald und Frank Sinatra. 

Die Blechbläser der Big Band schmetterten, während die Orchestermusiker locker mit den Fingern schnippten. Immer wieder George Gershwin und Cole Porter, das Genie der amerikanischen Unterhaltungsmusik und der Jazzer, dazu Bart Howards Klassiker »Fly Me To The Moon« und das weniger bekannte »It Was A Very Good Year« von Ervin Drake. Mit einer Nummer über das Älter werden setzte der aus Offenburg stammende Entertainer Dominik Safari eine melancholische Duftmarke. Ausdrucksstark zeigte sich Rebekka Ziegler, die mittlerweile in Köln lebende Jazzröhre, die längst auch die feinen Zwischentöne, das weite Feld des klassischen Gesangs erobert hat. 
Im Zentrum des Geschehens aber immer wieder Peter Stöhr, der Big Band und Orchester, zum Vergnügen des begeistert applaudierenden Publikums, mit sicherer Hand durch ein immer wieder glanzvoll auftrumpfendes Programm führte.

Autor:
Jürgen Haberer

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